Darum gehts
- Marco Odermatt ist für seine Leistungen in Gröden geehrt worden
- Unter anderem hat er eine lebensgrosse Holzbüste von sich bekommen
- Skurril: Während der letzten Rennen war diese gestohlen worden
Normalerweise reist Marco Odermatt (28) im Dezember nach Gröden (It), um die letzten Speedrennen vor Weihnachten zu fahren. In diesem Jahr macht der fünffache Gesamtweltcupsieger eine Ausnahme. Und besucht gemeinsam mit seiner Freundin und seiner Familie den Weltcuport im Sommer. Der Grund: Ihm wird eine besondere Auszeichnung verliehen.
Mit seinen Resultaten bei den Rennen im letzten Dezember – in der Sprint-Abfahrt feiert er seinen 50. Weltcupsieg und in den beiden Super-Gs wird er jeweils Zweiter – hat Odermatt die «Val Gardena Südtirol Ski Trophy» gewonnen. Diese entscheidet der Fahrer für sich, der in den Rennen zusammen die meisten Weltcuppunkte holt.
«Ein schönes Geschenk»
Neben 5000 Euro Preisgeld, einem Kurzurlaub in Gröden sowie der Möglichkeit, mit einem Bergführer den Langkofel zu besteigen (diesen Preis darf er auch erst nach dem Karriereende einlösen), gibts auch eine lebensgrosse 3D-Holzbüste des Siegers. «Das ist ein schönes Geschenk für meine drei Rennen, die ich letztes Jahr hier am Weltcup bestritten habe», sagt Odermatt in einem Instagram-Video über sein hölzernes Abbild. Den Gröden-Abstecher im Sommer bezeichnet er als «superschön», denn «die Natur ist wunderschön, deshalb geniesse ich diese Tage wirklich sehr».
Dass Odermatt den Preis für seine Leistungen in den letzten beiden Jahren – auch 2024 hat er mit dem Sieg in der Abfahrt und Platz 3 im Super-G die Trophy gewonnen – entgegennehmen kann, steht im Dezember auf der Kippe. Denn während der Weltcuprennen wird der Holzkopf aus dem OK-Büro gestohlen. «Warum klaut jemand meinen Kopf?», wunderte sich Odermatt. Offenbar wussten die Diebe nicht viel damit anzufangen. Am 7. Januar taucht er neben der Bundesstrasse wieder auf. Blitzsauber, als wäre nie etwas geschehen. Und hat nun dem Sieger überreicht werden können.