Darum gehts
- Christophe Torrent beendet mit 26 Jahren seine Ski-Karriere
- Der Schweizer leidet an der unheilbaren Krankheit Morbus Bechterew
- Er bestritt vier Weltcup- und 80 Europacuprennen
«Mit einem Hauch Wehmut, aber auch mit der Vernunft, endlich auf Oma Agnès zu hören, die mir immer gesagt hat, ich solle ‹ein normales Leben führen›, habe ich entschieden, meine Skikarriere zu beenden.» Mit diesen Worten erklärt Christophe Torrent auf Instagram seinen Rücktritt. Mit erst 26 Jahren zieht der Walliser Speed-Spezialist einen Schlussstrich.
Ganz freiwillig tut dies Torrent nicht. Sein Körper zwingt ihn zu diesem Entscheid. Vor drei Jahren erhielt er die Diagnose Morbus Bechterew, eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule betrifft. Sie gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Torrent leidet deswegen unter Rückenschmerzen. Diese zwangen ihn bereits dazu, die letzte Saison im Februar abzubrechen.
Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche, rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Kreuz-Darmbein-Gelenke betrifft. Erste Symptome sind häufig nächtliche, dumpfe Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Gesässes sowie morgendliche Steifheit. Sie treten meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf.
Die Erkrankung entwickelt sich schleichend. Als Reaktion auf die Entzündungen kommt es zu wuchernder Knochenbildung, die zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt. Die Rückenschmerzen breiten sich nicht selten bis in die Brust- und Halswirbelsäule aus. Auch grössere Gelenke wie Schultern oder Hüften, Sehnenansätze sowie die Regenbogenhaut des Auges können sich entzünden.
Morbus Bechterew ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche, rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Kreuz-Darmbein-Gelenke betrifft. Erste Symptome sind häufig nächtliche, dumpfe Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Gesässes sowie morgendliche Steifheit. Sie treten meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf.
Die Erkrankung entwickelt sich schleichend. Als Reaktion auf die Entzündungen kommt es zu wuchernder Knochenbildung, die zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt. Die Rückenschmerzen breiten sich nicht selten bis in die Brust- und Halswirbelsäule aus. Auch grössere Gelenke wie Schultern oder Hüften, Sehnenansätze sowie die Regenbogenhaut des Auges können sich entzünden.
Morbus Bechterew ist nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Enorme Anstrengungen für Rennstart
«Mein Körper lässt es nicht mehr zu, dass ich meinen Sport ausübe, ohne meine Gesundheit zu gefährden», schrieb er damals auf Instagram. Die Krankheit zwinge ihn zu enormen Anstrengungen, um überhaupt am Start eines Rennens zu stehen. Für Torrent war es einerseits frustrierend, die Saison abbrechen zu müssen, weil ihm sein Körper nicht einmal mehr erlaubte, «auch nur die Hälfte meines Potenzials auszuschöpfen».
Andererseits war es auch eine Erleichterung, auf seinen Körper zu hören. Damals war sich Torrent sicher: «Diese Pause ist kein Aufgeben. Sie kann rettend sein.» Er wollte sich Zeit für sich nehmen und «lernen zu leben, auch mit Schmerzen. Aber ohne, dass sie alles bestimmen.» Nun führt die Krankheit trotzdem zum Karriereende.
Ein Heimsieg im Europacup
Seine Teamkollegen bedauern den Entscheid und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste. «Alles Gute mein Kleiner», schreibt Justin Murisier. «Glückwunsch zu allem, was du geleistet hast, und zu deinem Kampfgeist – es war mir eine wahre Freude, diese Momente mit dir zu teilen.» Auch Alexis Monney, Lenz Hächler oder Jasmina Suter schliessen sich an.
Torrent feierte im Januar 2024 in Kitzbühel (Ö) sein Weltcupdebüt. Drei weitere Rennen auf höchster Stufe folgten. Sein Bestresultat erreichte er 2025 in Crans-Montana VS, wo er die Punkteränge als 33. nur um eine Zehntelsekunde verpasste. An gleicher Stätte feierte er zehn Tage zuvor seinen einzigen Sieg im Europacup. Auf dieser Stufe bestritt er 80 Rennen und fuhr insgesamt viermal aufs Podest.