Happy End für die Schweizer Speed-Königin
Corinne Suter fliegt den Zweifeln endgültig davon

Corinne Suter beendet die Weltcupsaison mit einem starken zweiten Platz im Super-G von Kvitfjell. Nach ihrem Sturz in St. Moritz im Dezember 2025 ist sie zurück auf Erfolgskurs – mit neuer Zuversicht.
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Super Saison-Schlussspurt: Corinne Suter fährt seit den Olympischen Spielen in Cortina wie verwandelt. Platz 2 in Kvitfjell.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Corinne Suter beendet Weltcupwinter mit starkem zweiten Platz in Kvitfjell
  • Sturz im Dezember kostete Form und Vertrauen, Operation war nicht nötig
  • Sofia Goggia gewinnt Super-G-Kristallkugel, Suter beeindruckt mit Comeback
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Mathias GermannReporter Sport

Was wäre gewesen, wenn …? Es ist eine Frage, die sich Corinne Suter (31) in diesem Winter wohl einige Male gestellt hat. Der Grund: Am 3. Dezember 2025 stürzte sie beim Training in St. Moritz GR schwer. Sie war zu diesem Zeitpunkt in einer überragenden Form – nur Lindsey Vonn (41), die ebenfalls auf der Corviglia trainieren durfte, konnte mit ihr mithalten. Und der US-Star dominierte danach den Speed-Weltcup, ehe sie sich bei Olympia ebenfalls verletzte.

Dreieinhalb Monate sind seit St. Moritz vergangen. Soeben hat Suter ihr letztes Weltcuprennen des Winters hinter sich gebracht. Platz 2 beim Super-G von Kvitfjell (No). Eine starke Leistung – erneut. «Ich bin sehr zufrieden», sagt sie im SRF. Man spürt: Die Schwyzerin ist mit sich im Reinen. Sie weiss, dass der Konjunktiv nichts bringt.

Eine Operation brauchte sie nach ihrer Verletzung nicht, aber die einmonatige Pause raubte ihr Form und Vertrauen. «Suter braucht ein Wunder», titelte der Blick vor den Olympischen Spielen. Es trat nicht ein – sie fuhr mit Schmerzmitteln und ohne Überzeugung. «Das kanns nicht sein», sagte sie. Die Plätze 14 (Abfahrt) und 11 (Super-G) waren angesichts ihrer Klasse ein Witz.

Sie verzichtete auf Selbstmitleid

Suter steckte den Kopf nicht in den Sand. Statt zu hadern, krampfte sie weiter. «Nicht aufgeben, denn alles kommt irgendwann zurück», sagte sie sich. Sie atmete durch, lüftete an der Fasnacht den Kopf und bewies kurz darauf mit ihrem Abfahrtssieg in Soldeu (And), was wirklich in ihr steckte. «Ich habe nicht vieles anders gemacht als vorher, aber der Grundspeed kam zurück. Ich wusste ja, dass ich schnelle Schwünge fahren kann.»

Die Schwyzerin fand zu ihrem Selbstverständnis auf den Ski zurück. Ihre tiefe Hocke, die Attacke, die schlaue Taktik, ihr Feingefühl – alles war seit Soldeu zurück. In Kvitfjell sagte sie sich am Start: «Ich will wieder schnell sein.» Und fragte nicht: «Geht das überhaupt?»

Der Weltcupwinter ist für Suter vorbei. Hätte sie in Abfahrt und Super-G um die Kristallkugeln gekämpft, wenn der Unfall im Engadin nicht gewesen wäre? Vielleicht. Gut möglich sogar. Wahrscheinlich hätte sie auch ihre Medaillensammlung an Grossanlässen vergrössert. Aber eben: Diese Gedanken bringen nichts. Sie ist zurück auf dem Erfolgsweg – dieses Bewusstsein zählt.

Goggia gewinnt erstmals Super-G-Kugel

Nur eine ist in Kvitfjell schneller als Suter: Sofia Goggia (33, It). Sie gewinnt erstmals die Super-G-Kristallkugel. Bereits kurz nach der Zieleinfahrt übermannen sie die Gefühle. «Ich hatte Angst, es nicht zu schaffen», sagt sie. Und: «Jetzt bin ich erleichtert.»

Mit Malorie Blanc (22) fährt auch die zweite Schweizerin am Start in die Punkteränge: Platz 9.

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