Grosse Gold-Party für von Allmen in Boltigen
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Empfang im Video:Grosse Gold-Party für von Allmen in Boltigen

«Franatiker» lernen von Odermatt
Von Allmens Fanclub muss ende Saison Anmeldestopp verhängen

Von Allmens Fanclub wächst aktuell um Hunderte Mitglieder. Präsident Sandro Siegenthaler steht plötzlich vor organisatorischen Herausforderungen – und blickt dabei auch auf Marco Odermatts Fanclub.
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Der Fanclub von Franjo von Allmen wächst derzeit rasant.
Foto: david birri

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Franjo von Allmens Fanclub wächst aktuell rasant
  • «Franatiker» profitieren von der Erfahrung von Marco Odermatt
  • Marco Odermatts Fanclub ist aktuell der grösste eines aktiven Schweizer Sportlers
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Wenn Sandro Siegenthaler (31) über seinen Freund Franjo von Allmen (24) spricht, wird es persönlich. Siegenthaler sagte zu ihm bei der Fanclubgründung 2022: «Wenn du Olympiasieger wirst, dann lasse ich mir das Logo von dir tätowieren». Jetzt ist es so weit: Siegenthaler trägt das Logo stolz auf dem Unterarm.

Doch warum ausgerechnet das FvA-Logo? «Sigi» ist Fanclub-Mitglied seit der ersten Stunde. Kein Wunder: Er ist Präsident der «Franatiker».

Was als kleine Gruppe von sechs Freunden – die den FvA-Fanclub nun zusammen schmeissen – begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer regelrechten Bewegung. Kurz bevor von Allmen im Januar 2024 sein erstes Weltcup-Podest in Garmisch erreichte, zählte man rund 300 Mitglieder. Fast alle Mitglieder kannten Franjo damals persönlich.

Siegenthalers Oberarm mit dem FvA-Logo.
Foto: ZamirLoshi/freshfocus

Dann kommen die sportlichen Erfolge. Spätestens mit dem Weltmeistertitel letztes Jahr in der Abfahrt explodierten die Zahlen. Auch jetzt gerade steigen sie wieder kräftig an. «Allein während Olympia sind rund 300 Abos dazugekommen», sagt Siegenthaler. Gerade kommt der Club auf rund 1600 Mitglieder.

Ende Saison gibt es einen Anmeldestopp

Der Erfolg bringt neben der Euphorie aber auch Arbeit. Sehr viel Arbeit. Der gelernte Gartenbauer Siegenthaler, der heute im Büro arbeitet, zählt die Stunden, die er für den Fanclub aufwendet nicht. «Der Aufwand ist extrem abhängig von Franjos Resultaten», sagt er zu Blick. «Zum Glück habe ich einen sehr verständnisvollen Arbeitgeber. Wenn nötig, kann ich auch mal einen Morgen frei machen, wenn es wieder viel zu tun gibt.» Denn, wie bei allen anderen im Fanclub-Vorstand, läuft auch bei Siegenthaler alles mehrheitlich neben dem normalen Job.

Auch der Fanartikel-Boom fordert seinen Tribut. Hüte, Kappen und Fahnen sind Verkaufsschlager. Den Versand lagert man deshalb inzwischen aus. «Sonst müssten wir wohl zu Hause in der Stube eine Postzentrale einrichten», sagt Siegenthaler lachend. Ein Teil der Produkte ist zudem in ausgewählten Läden im Simmental erhältlich.

Der Höhepunkt im «Franatiker»-Jahr ist der «Clubtag» im Sommer, wo jeweils auch von Allmen dabei ist. Was einst in der berüchtigten Lothar-Bar in Zweisimmen BE stattgefunden hat, wurde mittlerweile fast zur Grossveranstaltung. Jedes Jahr wächst der Anlass weiter. Wie viele Fans in diesem Jahr kommen werden, steht noch in den Sternen.

Damit die Planung nicht aus dem Ruder läuft, wird das Anmeldefenster nach der Saison vorübergehend geschlossen. «Sonst könnten wir den Anlass nicht vernünftig planen», so Siegenthaler.

FvA-Fanclub profitiert von Odermatts Erfahrungen

Dass der junge Siegenthaler den Fanclub inzwischen so routiniert führt, hat auch mit Marco Odermatt zu tun. Dessen Fanclub, präsidiert von Götti Paul Odermatt, ist mit rund 3500 Mitgliedern mittlerweile der grösste eines aktiven Schweizer Sportlers.

Alle Herausforderungen, mit denen von Allmens Freund nun konfrontiert ist, kennt Odermatt bestens. Vor vier Jahren war die Situation praktisch identisch. Auch bei Odermatt kamen die Fans schubweise. «Vor allem nach dem ersten Sieg in Adelboden, dem Olympia-Gold in Peking und dem ersten Gewinn des Gesamt-Weltcups schnellten die Zahlen in die Höhe», sagt Odermatt.

Die beiden Präsidenten tauschen sich deshalb regelmässig aus. «Wir können viel voneinander lernen», sagt Siegenthaler. Es sei deshalb denkbar, dass man in Zukunft bei gewissen Rennen zusammenspannt. «Von der Stimmung her wäre das sicher genial.»

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