Darum gehts
- Die FIS prüft, ob Sölden ab 2027 vier statt zwei Rennen zum Auftakt austrägt
- Speed-Athletinnen und -Athleten starten bisher Wochen nach den Technikern in die Saison
- Man wartet nun auf die Antwort der FIS
Die Schweizer Top-Favoriten sind erfolgreich in die alpine Weltcup-Saison gestartet. In Sölden fuhren Loïc Meillard (30) und Marco Odermatt (29) aufs Podest. Camille Rast (27) sicherte sich ihre beste Sölden-Platzierung (6. Rang). Vor knapp 29'000 Zuschauern sorgte der Auftakt hoch über dem Ötztal damit für einen gelungenen Start.
Neben den sportlichen Leistungen gibt es auch abseits der Piste Gesprächsstoff. Seit Längerem wird im Weltcup über ein Timing-Problem diskutiert. Besonders betroffen sind die Speed-Disziplinen. Während die Technik-Spezialistinnen und -Spezialisten bereits im Oktober in Sölden antreten, steigen die Speed-Athletinnen und -Athleten erst Wochen später in die Saison ein.
Als mögliche Lösung wurde bereits ein erweitertes Programm in Sölden ins Spiel gebracht. Wie «Blick» am Mittwoch schon berichtete, werden diese Ideen nun konkreter. Die Organisatoren im Ötztal schlagen vor, die Zahl der Rennen zu verdoppeln – an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden insgesamt vier. Damit könnten zwei Super-G-Wettbewerbe dazu kommen.
Philipp Falkner, Juniorchef der Bergbahnen Sölden, zeigte sich als Studiogast im «Tirol heute» zuversichtlich. «Wir haben absolut bewiesen, dass wir fit dafür sind», meint er. Das Wetterrisiko im Oktober schätzt Falkner zudem als kalkulierbar und daher nicht als Risiko ein. Im kommenden Jahr wird der Saisonauftakt zudem um eine Woche nach hinten auf Ende Oktober verschoben.
Entschieden ist der Ausbau allerdings noch nicht. Das letzte Wort hat die FIS. Eine Zusage steht bisher aus. Beim Verband macht man sich jedoch Gedanken über die Pläne, wie FIS-Funktionär Alexander Ospelt gegenüber ORF bestätigt. Es brauche noch etwas Geduld.