Abschied von Ski-Legende Roland Collombin
0:55
Mit Russi, Ogi und Constantin:Abschied von Ski-Legende Roland Collombin

«Du warst einfach mein Papa»
Tochter erinnert sich emotional an Ski-Legende Collombin (†75)

Anfang Juli ist Ski-Legende Roland Collombin gestorben. Nun hat seine Tochter Emmanuelle einen Brief an ihren Vater veröffentlicht. Es sind Worte, die unter die Haut gehen.
Kommentieren
1/5
Die Ski-Legende Roland Collombin ist 75-jährig verstorben.
Foto: Urs Lindt

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ski-Legende Roland Collombin stirbt am 10. Juli mit 75 Jahren
  • Tochter Emmanuelle rührt mit emotionalem Abschiedspost auf Instagram
  • Sie spricht davon, dass er immer nur ihr Papa war und eine Legende nie stirbt
RMS_Portrait_AUTOR_1195.jpg
Ramona BieriRedaktorin Sport

Am 10. Juli hat die Schweiz eine ihrer grössten Ski-Legenden verloren. Roland Collombin ist mit 75 Jahren seiner Krebserkrankung erlegen.

Nun hat Collombins Tochter Emmanuelle (39) auf Instagram emotionale Worte veröffentlicht. Denn sie und ihr Bruder Pierre trauern nicht um den zweifachen Abfahrtskugelgewinner (1973 und 1974), achtfachen Weltcupsieger und Olympiazweiten in der Abfahrt 1972, sondern um ihren Vater.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

«Papa, man sagt, man solle seine Idole niemals persönlich treffen», beginnt Emmanuelle ihr Schreiben. «Ich hatte das grosse Privileg, dass mein Idol auch mein Papa war.» Sie erinnert sich daran, dass sie als Kind nie verstanden hat, warum die Leute sie anders anschauten, weil sie die Tochter von Roland Collombin ist. «Für mich warst du einfach mein Papa. Ich fand dich schön. Ich fand dich stark», schreibt sie weiter. Sie habe damals gedacht, das würde auf alle Väter zutreffen.

Erst als sie älter wurde, habe sie verstanden, dass Collombin mehr war als nur ein grosser Champion. «Du warst ein freier Mann. Frei auf den Skiern. Frei im Leben. Frei in deinen Entscheidungen.» Er habe nie versucht, Eindruck zu schinden, sei einfach Roland geblieben. «Und genau das hat dich wahrscheinlich zu einer Legende gemacht.»

«Dachten mehrmals, wir hätten gewonnen»

Auch auf den Kampf gegen den Krebs blickt Emmanuelle Collombin, die seit 15 Jahren mit Sion-Präsident Christian Constantin liiert ist, zurück. Als ihr Vater die Diagnose bekommen hat, wurde ihr klar, «dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen konnte». Sie hätten die Kräfte vereint, gemeinsam gekämpft und gehofft. «Mehrmals dachten wir, wir hätten gewonnen», schreibt sie weiter. Letztlich ist es anders gekommen. Aber der Kampf habe ihnen zwei Jahre geschenkt, in denen sie gemeinsame Erinnerungen sammeln konnten. Und sich näher denn je gekommen sind.

Trotzdem habe sie vor dem Abschied der Gedanke gelähmt, denjenigen gehen zu lassen, den sie für ewig und unzerstörbar hielt. Aber dann habe sie verstanden, dass sie sich getäuscht habe. «Du bist unsterblich», so Emmanuelle Collombin. Dafür seien die Tausenden Beileidsbekundungen, die sie erhalten haben, der schönste Beweis. «Ich dachte, ich hätte meinen Papi verloren. In Wirklichkeit habe ich entdeckt, dass dich niemand zum Verschwinden bringen kann», schreibt sie abschliessend. «Denn eine Legende stirbt nie.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen