Darum gehts
- Ski-Legende Roland Collombin stirbt am 10. Juli mit 75 Jahren
- Tochter Emmanuelle rührt mit emotionalem Abschiedspost auf Instagram
- Sie spricht davon, dass er immer nur ihr Papa war und eine Legende nie stirbt
Am 10. Juli hat die Schweiz eine ihrer grössten Ski-Legenden verloren. Roland Collombin ist mit 75 Jahren seiner Krebserkrankung erlegen.
Nun hat Collombins Tochter Emmanuelle (39) auf Instagram emotionale Worte veröffentlicht. Denn sie und ihr Bruder Pierre trauern nicht um den zweifachen Abfahrtskugelgewinner (1973 und 1974), achtfachen Weltcupsieger und Olympiazweiten in der Abfahrt 1972, sondern um ihren Vater.
«Papa, man sagt, man solle seine Idole niemals persönlich treffen», beginnt Emmanuelle ihr Schreiben. «Ich hatte das grosse Privileg, dass mein Idol auch mein Papa war.» Sie erinnert sich daran, dass sie als Kind nie verstanden hat, warum die Leute sie anders anschauten, weil sie die Tochter von Roland Collombin ist. «Für mich warst du einfach mein Papa. Ich fand dich schön. Ich fand dich stark», schreibt sie weiter. Sie habe damals gedacht, das würde auf alle Väter zutreffen.
Erst als sie älter wurde, habe sie verstanden, dass Collombin mehr war als nur ein grosser Champion. «Du warst ein freier Mann. Frei auf den Skiern. Frei im Leben. Frei in deinen Entscheidungen.» Er habe nie versucht, Eindruck zu schinden, sei einfach Roland geblieben. «Und genau das hat dich wahrscheinlich zu einer Legende gemacht.»
«Dachten mehrmals, wir hätten gewonnen»
Auch auf den Kampf gegen den Krebs blickt Emmanuelle Collombin, die seit 15 Jahren mit Sion-Präsident Christian Constantin liiert ist, zurück. Als ihr Vater die Diagnose bekommen hat, wurde ihr klar, «dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen konnte». Sie hätten die Kräfte vereint, gemeinsam gekämpft und gehofft. «Mehrmals dachten wir, wir hätten gewonnen», schreibt sie weiter. Letztlich ist es anders gekommen. Aber der Kampf habe ihnen zwei Jahre geschenkt, in denen sie gemeinsame Erinnerungen sammeln konnten. Und sich näher denn je gekommen sind.
Trotzdem habe sie vor dem Abschied der Gedanke gelähmt, denjenigen gehen zu lassen, den sie für ewig und unzerstörbar hielt. Aber dann habe sie verstanden, dass sie sich getäuscht habe. «Du bist unsterblich», so Emmanuelle Collombin. Dafür seien die Tausenden Beileidsbekundungen, die sie erhalten haben, der schönste Beweis. «Ich dachte, ich hätte meinen Papi verloren. In Wirklichkeit habe ich entdeckt, dass dich niemand zum Verschwinden bringen kann», schreibt sie abschliessend. «Denn eine Legende stirbt nie.»