Darum gehts
- Sporttip erweitert Wettangebot im Schwingsport auf Berg- und Teilverbandsfeste
- Über 30'000 Wettscheine generierten Saisonumsatz von rund 310'000 Franken
- Höchster Gewinn: 2894 Franken bei 100 Franken Einsatz auf dem Brünig
Noch vor wenigen Jahren war das Wettangebot im Schwingsport überschaubar. Gewettet werden konnte praktisch nur am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Auf diese Saison hin hat Sporttip das Angebot jedoch deutlich ausgebaut. Neu können Fans auch bei sämtlichen Berg- und Teilverbandsfesten auf Festsieger oder einzelne Spitzenpaarungen im ersten Gang setzen.
«Als Schweizer Sportwettenanbieter ist es uns ein Anliegen, neben internationalen Topligen auch ein attraktives Angebot für nationale und traditionelle Sportarten bereitzustellen», erklärt Sporttip auf Anfrage von Blick. Mit dem Ausbau wolle man den Fans ermöglichen, den Schwingsport noch intensiver zu verfolgen, und gleichzeitig dem Nationalsport eine zusätzliche Plattform bieten.
Sportprogramm beeinflusst Anzahl Sägemehl-Wetten
Der Entscheid scheint sich auszuzahlen. Seit Saisonbeginn wurden laut Sporttip bereits mehr als 30'000 Wettscheine auf Schwingfeste abgegeben. Der Umsatz beläuft sich auf rund 310'000 Franken. Durchschnittlich setzen die Tipper also rund 10 Franken pro Wettschein ein.
«Für eine Sportart wie Schwingen ist dieses Ergebnis durchaus beachtlich und zeigt, dass ein entsprechendes Interesse vorhanden ist», erklärt Sporttip. Im Vergleich zu Fussball, Eishockey oder Tennis sei Schwingen zwar weiterhin ein Nischenprodukt. «Insgesamt bestätigt die Entwicklung jedoch, dass Schwing-Wetten ihren Platz in unserem Angebot haben.»
Wie stark das Interesse ausfällt, hängt laut Sporttip auch vom übrigen Sportprogramm ab. Wenn gleichzeitig grosse internationale Sportanlässe stattfinden, wird tendenziell auch mehr auf Schwingen gewettet.
Weiterer Ausbau nicht geplant
Das bisher grösste Wettinteresse löste der Rigi-Schwinget aus. Auffällig ist zudem, dass die Fans lieber auf einzelne Spitzenpaarungen als auf den späteren Festsieger setzen. Der bisher höchste Gewinn betrug 2894 Franken – erzielt mit einem Einsatz von 100 Franken.
Auf den Ausbau des Wettangebots reagierte auch der Eidgenössische Schwingerverband. Die Athleten wurden vor Saisonbeginn per Mail darauf hingewiesen, dass sie nicht auf Schwingfeste wetten dürfen, an denen sie selbst teilnehmen.
Schliesslich könnte ein Schwinger absichtlich verlieren. Um Interessenkonflikte zu verhindern, gelten deshalb klare Regeln. Einen weiteren Ausbau des Wettangebots plant Sporttip vorerst nicht. Schwingen bleibe im Wettgeschäft trotz wachsender Nachfrage ein Nischenprodukt.