Alles zum Kilchberg-Schwinget
Warum das Fest so besonders ist und wie man zu Tickets kommt

Die Kranzfestsaison endete Mitte August, das wichtigste Ereignis im diesjährigen Schwingkalender steht hingegen erst noch an. Favoriten, Regeln, Tickets: Hier gibts alles zum Saisonhighlight im Sägemehl.
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Am Samstag, 5. September, ist es so weit. Dann steigt der prestigeträchtige Kilchberger Schwinget.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Kilchberger Schwinget 2026 gilt als Saisonhöhepunkt mit 60 Teilnehmern
  • Sieger erhält den 1,2 Tonnen schweren Muni Ultimo als Hauptpreis
  • 10'000 Tickets nur auf Einladung, nächste Ausgabe findet 2032 statt

Was das ESAF vergangenen Sommer war, ist der Kilchberger Schwinget dieses Jahr. Obwohl, ganz so gross und wichtig ist er nicht, schliesslich wird man nur am ESAF Schwingerkönig. Trotzdem ist er das klare Saisonhighlight, weswegen der Rummel entsprechend gross ist. Blick beantwortet die wichtigsten Fragen, damit du auch als Laie mitreden kannst.

Wie wichtig ist der Kilchberger Schwinget?

Sehr wichtig. Er ist nicht nur das letzte grosse Fest der Saison und gleichzeitig deren krönender Abschluss, sondern wird auch im Vergleich mit anderen grossen Schwing-Veranstaltungen nur vom ESAF überboten.

Was macht ihn so besonders?

Anders als am ESAF mit ca. 270 Schwingern finden am Kilchberger nur 60 Athleten auf den Meldelisten der Verbände Platz. Entsprechend schwierig ist die Selektion für die Kämpfer. Die geringe Anzahl Teilnehmer macht das Fest zum prestigeträchtigsten im Kalender. Zudem gibts den Schönschwingerpreis, was sich jedoch nicht auf das Aussehen der Schwinger, sondern auf die angewandte Technik im Sägemehl bezieht.

Welche Regeln gelten?

Es gelten die gleichen Regeln wie an anderen Schwingfesten. Für einen Plattwurf, bei dem der Gegner direkt auf dem Rücken landet, gibt es die Maximalnote 10. Muss am Boden nachgedrückt werden, vergeben die Kampfrichter eine 9,75. Endet ein Gang gestellt, also ohne Sieger, gibt es normalerweise eine 8,75. Bei einem offensiv geführten Kampf kann die Note 9 vergeben werden. Der Verlierer erhält eine 8,50. Hat er sich lange und stark gewehrt, ist auch eine 8,75 möglich.

Nach fünf Gängen entscheidet die Rangliste über den Schlussgang. Die beiden punktbesten Schwinger treten gegeneinander an. Liegen mehrere Athleten punktgleich vorn, entscheidet die Einteilung, wer den Schlussgang bestreitet. Der Sieger dieses letzten Duells gewinnt das Fest. Haben andere Schwinger nach sechs Kämpfen gleich viele Punkte wie der Schlussgang-Sieger vorzuweisen, kann es auch mehrere Festsieger geben. 

Gibt es Kränze?

Am Kilchberger gibt es keine Kränze, nur der Festsieg zählt. Das schlägt sich direkt in den Taktiken der Athleten nieder, die gewillt sind, mehr Risiko einzugehen als bei anderen Schwingfesten mit Eichenlaubvergabe. Der Sieger erhält nebst Ruhm und Ehre den 1,2 Tonnen schweren Muni Ultimo.

Wie komme ich an Tickets?

Nur auf Einladung. Das Kontingent beträgt zwar 10'000, doch kaufen kann man sie nicht. Alle Billette gehen direkt an den Schwingklub Zürich oder über den Eidgenössischen Schwingerverband an die Teilverbände.

Wer sind die Favoriten auf den Sieg?

Als Topfavorit reist Fabian Staudenmann an. Der Berner hat seine letzten fünf Kranzfeste allesamt gewonnen, darunter die Bergfeste auf der Rigi, dem Brünig und der Schwägalp. Zu den heissen Siegeskandidaten gehört auch sein Teamkollege Michael Moser. Das 21-jährige Supertalent feierte in dieser Saison bereits drei Kranzfestsiege.

Die grösste Konkurrenz kommt aus der Nordostschweiz. Allen voran Werner Schlegel. Der Toggenburger erreichte am Berner Kantonalen den Schlussgang und bezwang dort – mit Ausnahme von Staudenmann – die gesamte Berner Spitze. Auch Schwingerkönig Armon Orlik bringt alles mit, um am Kilchberger zu triumphieren.

Ein Fragezeichen steht hinter Titelverteidiger Samuel Giger. Nach seiner langen Verletzungspause ist sein Formstand schwierig einzuschätzen. Ist Giger wieder bei hundert Prozent, gehört auch er zu den Siegesanwärtern. Hier findest du die Übersicht aller teilnehmenden Athleten.

Wie oft findet der Kilchberger Schwinget statt?

Nur alle sechs Jahre und immer im Folgejahr des ESAF. Damit hat er denselben Rhythmus wie der Unspunnen-Schwinget, der sich mit dem Kilchberger abwechselt. Heisst für die nächsten Termine: 2028 ESAF, 2029 Unspunnen, 2031 ESAF, 2032 Kilchberger usw.

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