Darum gehts
- Marcus Ehning gewinnt Grossen Preis des CSIO St.Gallen
- Einziger Schweizer im Stechen: Pius Schwizer landet auf dem 12. Platz
- Schlusslinie wird im anspruchsvollen Parcours vielen zum Verhängnis
Ein anspruchsvoller Parcours beim Grossen Preis des CSIO St. Gallen fordert seinen Tribut: Von den elf Schweizerinnen und Schweizern im 48-köpfigen Starterfeld bleibt tatsächlich keiner ohne Fehler. Dieses Kunststück gelingt insgesamt nur vier Reitern. Ins Stechen stossen aufgrund der 25-Prozent-Regel dennoch zwölf vor. Unter ihnen Pius Schwizer (63), der zeitlich zu den Besten mit je einem Abwurf gehört.
Bereits nach der Parcours-Begehung ahnt Steve Guerdat (43) auf SRF: «Der Kurs ist hoch und schwer mit einer delikaten Schlusslinie. Wenn die Pferde müde sind, wird das ein echter Test.» Es bestehen ihn nur wenige. Auch Jason Smith (35), der am Freitag einen Doppel-Nuller zum Nationenpreis-Sieg beigetragen hat, sieht die gleiche Klippe, «man muss konzentriert bleiben bis zum Schluss».
Martin Fuchs (33), der GP-Sieger von 2024 und 2022 gehört immer zu den Anwärtern, patzt jedoch sogleich beim ersten Hindernis. Der frühe Fehler zwingt ihn, Tempo zu machen für eine allfällige Chance aufs Stechen. Die Konsequenz ist ein weiterer Abwurf. Er verpasst als 22. die Entscheidungsrunde wie auch Dominik Fuhrer (19. Schlussrang), Edouard Schmitz (32.), Anthony Bourquard (26.), Gaetan Joliat (ausgeschieden), Bryan Balsiger (42.), Barbara Schnieper (35.), Romain Duguet (34.) sowie Smith (17.).
Und Schlussreiter Guerdat? Er ist trotz Stangen-Berührungen auf gutem Weg, bis ihm die erwähnte Schlusslinie zum Verhängnis wird. In der zweifachen Kombination fällt die Planke und im Aussprung passiert der Folgefehler. Auch er verpasst als 22. die zweite Runde, in der nur Schwizer die Schweizer Farben vertritt. Dort reitet er angriffig und peilt eine schnelle Zeit an. Nach einer engen Wendung fällt die Stange und er kassiert noch einen weiteren Abwurf. Schwizer landet auf dem 12. Platz. Den GP-Sieg holt sich der Deutsche Marcus Ehning, der im Sattel von Coolio in der ersten Runde von einem ausgebüxten Hund verfolgt wird, aber trotzdem ganz cool bleibt.