Nationenpreis in St. Gallen
Schweizer feiern Krimi-Sieg nach Aufholjagd

Es bleibt spannend bis zum letzten Reiter: Nach einer Aufholjagd siegt die Schweizer Equipe beim Nationenpreis in St. Gallen. Mit einem Doppel-Nuller macht Jason Smith beste Werbung für eine WM-Nomination.
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Mit einem Doppel-Nuller legt Jason Smith, ein Neuling beim Heim-Nationenpreis in St. Gallen, den Grundstein für den Sieg der Schweizer.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz gewinnt Nationenpreis in St. Gallen nach spannendem zweiten Umgang
  • Jason Smith überzeugt mit Doppel-Nullrunde, Guerdat trotz Zeitfehler entscheidend
  • Weil die führenden Nationen patzen, gelingt Schweizern die Aufholjagd
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Zweieinhalb Monate vor den Weltmeisterschaften in Aachen (De) und sieben Wochen vor der Team-Selektion für die WM schickt Equipenchef Peter van der Waaij beim Nationenpreis des CSIO St. Gallen zwei Neulinge in den Parcours: Jason Smith (35) und Alain Jufer (48) bekommen damit die Chance, sich für die WM aufzudrängen.

Dabei macht Smith – der gebürtige Schotte besitzt seit 2024 den Schweizer Pass – die bessere Figur. Im ersten Umgang bleibt er auf seinem Top-Pferd Picobello als einziger Schweizer ohne Abwurf. Bei Jufer und Dante fällt eine Stange.

Und die beiden Routiniers Martin Fuchs (33) und Steve Guerdat (43)? Sie sind für die WM gesetzt, satteln im St. Galler Gründenmoos deshalb nicht jene Pferde, die für die Titelkämpfe und die erste Olympia-Quali-Möglichkeit ihre erste Wahl sein werden. Fuchs kassiert auf Wallach Lorde zwei Abwürfe und liefert damit das Streichresultat. Bei Guerdat ist es auf Wallach Iashin Sitte ein Fehler.

Schweiz entscheidet Krimi für sich

Die Schweizer Equipe nimmt den zweiten Umgang als zwischenzeitliche Vierte in Lauerstellung in Angriff – mit nur einem Abwurf Rückstand auf die führenden Belgier. Diese vielversprechende Ausgangslage sollte sich auszahlen. Weil die vor ihnen rangierten US-Reiter, Briten und Belgier vermehrt patzen, steigen die Siegeschancen der Schweizer.

Denn Fuchs verbessert sich und bleibt ohne Fehler. Ebenso Smith, der damit einen Doppel-Nuller hinlegt, «Jason und Picobello sprangen in einer anderen Liga», schwärmt sein Equipenchef. Nach den drei Abwürfen von Jufer ist deshalb trotzdem schon klar: Gelingt Guerdat eine makellose Runde, erobert die Schweiz den Heimsieg. Der Nationenpreis wird zum Krimi!

Denn beim Olympiasieger von 2012 fällt zwar keine Stange, aber für den sicheren Ritt bezahlt er mit einem Strafpunkt für einen Zeitfehler teuer – zu teuer? Den Schweizer Sieg kann nur noch der junge Brite Jack Withaker (24) verhindern. Dessen Nerven halten nicht, nach einem Abwurf steht der Schweizer Triumph fest. Österreich holt sich noch Platz zwei vor den Briten. Guerdat nach der Ehrenrunde: «Ich ärgere mich mehr über den Reiterfehler im ersten Umgang.» Van der Waaij ergänzt: «Trotzdem ist Steve einfach Steve und er hat es wieder hingebogen.» Am 27. Juli muss der Niederländer das Schweizer WM-Quintett bekannt geben.

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