Wie bereits 2025 gewinnt Romain Grégoire auch dieses Jahr eine Etappe der Tour de Suisse. Der Franzose setzt sich in Locarno überlegen im Sprint einer sechsköpfigen Fluchtgruppe vor dem für das Schweizer Team Pinarello Q36.5 fahrenden Spanier Marcel Camprubi durch. Aber der Finish ist für den 23-Jährigen vom Team Groupama-FDJ United ganz schön nervenaufreibend.
Auf dem hügeligen 157,7 Kilometer langen Teilstück mit einer Bergwertung der zweiten (Monte Ceneri) und zwei der dritten Kategorie (Fanghi und Via Consiglio Mezzano) tritt Gesamtleader Tadej Pogacar nach seiner Machtdemonstration vom Vortag ganz zum Schluss in Erscheinung.
Gemeinsam mit dem Tschechen Mathias Vacek (und dem aus der einstigen Spitzengruppe übrig gebliebenen Portugiesen Afonso Eulalio) macht Pogacar spät Jagd auf die Fluchtgruppe. Und das wird gegen Ende noch einmal richtig spannend. Letztlich fehlen dem Slowenen als Etappenachter bloss vier Sekunden auf Tagessieger Grégoire.
Pogacars Fokus richtet sich nach der Zieleinfahrt direkt weg vom sportlichen Geschehen hin zum Gesundheitszustand seiner Verlobten Urska Zigart. Diese ist zuvor bei der Frauen-Etappe fürchterlich gestürzt und hat sich unter anderem einen Kieferbruch zugezogen. Als der 27-jährige Superstar des UAE Team Emirates XRG beim Ausfahren auf der Rolle mit seinem Smartphone beschäftigt ist, schickt er die auf ihn gerichtete Kamera umgehend weg.
Kein Schweizer in den Top 30
Bester Schweizer ist am Donnerstag Marc Hirschi als 39. Der Tudor-Profi erreicht mit einem Rückstand von zwei Minuten und drei Sekunden auf Grégoire das Ziel im Kanton Tessin.
Im Gesamtklassement baut Pogacar seinen Vorsprung gegenüber dem zweitklassierten Ecuadorianer Richard Carapaz (Tages-19.) auf zwei Minuten und 50 Sekunden aus. Als 23. ist Hirschi (7:51 Minuten zurück) auch in dieser Kategorie der Bestklassierte aus helvetischer Sicht.