Den 22. Juli des nächsten Jahres dürften sich die Radsportler dick anstreichen, denn: An diesem Donnerstag geht die Königsetappe der kommenden Tour de France über die Bühne. Auf 174 Kilometern geht es von Pau durch die Pyrenäen über den Col du Soulor, den legendären Col du Tourmalet und die Horquette d'Ancizan, ehe der 16 Kilometer lange Schlussaufstieg zum Col du Portet wartet – der höchste Punkt der Tour 2027, wie am Donnerstag an der Streckenpräsentation in Paris bekannt wird.
Auch der Tag darauf hat es in sich: Das 19. Teilstück führt von Hasparren nach Laruns, wobei ebenfalls 4300 Höhenmeter zu überwinden sind. Es sind die beiden wohl entscheidenden Tage der Grande Boucle im kommenden Juli. Danach folgen bis zum traditionellen Zielstrich auf den Champs-Élysées in Paris noch zwei Flachetappen.
Zwei Tage in den Alpen
Geschont werden die Fahrer vor dem harten Pyrenäen-Double aber keineswegs. So endet etwa die neunte Etappe mit einer Bergankunft auf dem Grand Colombier im Jura, während die Ziellinie der 14. Etappe am Ende eines kurzen, aber äusserst steilen Anstiegs nach Mende im Zentralmassiv liegt. Die restlichen beiden Bergetappen finden in den Alpen statt, wobei vor allem die Strecke nach Les Saisies mit dem Col du Pré und dem Montée de Bisanne einige topografische Herausforderungen bereithält.
Insgesamt gelten nur sechs Tage als wirklich flach, sieben weitere Etappen werden als hügelig eingestuft. Dazu kommen zwei Einzelzeitfahren mit über 70 Kilometern Gesamtdistanz – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Der Startschuss fällt am 2. Juli in der schottischen Hauptstadt Edinburgh, ehe der Tour-Tross nach drei Tagen in Grossbritannien schliesslich Frankreich erreicht.
Auch die Frauen starten auf der Insel
Ebenfalls in Grossbritannien startet im kommenden Jahr die Tour de France der Frauen, wobei Leeds für den Grand Départ am 30. Juli und London für ein Mannschaftszeitfahren am dritten Tag zum Zug kommen.
Anschliessend führt die Strecke in Richtung Zentralmassiv, wo zum Abschluss drei Bergetappen auf dem Programm stehen. Den Schlusspunkt der gesamten Rundfahrt setzt auf der 9. Etappe eine Bergankunft am Puy de Dôme.