«Bin stolz, dass ich Gold für meine Mama gewinnen konnte»
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Historisches Sieg für Fatton:«Bin stolz, dass ich Gold für meine Mama gewinnen konnte»

Wem gehört das Skibergsteigen?
Tauziehen um die jüngste Olympia-Disziplin

Historischer Erfolg für den Schweizer Alpen-Club SAC: In Mailand und Cortina holt der Verband seine ersten Olympiamedaillen. Doch wäre Skibergsteigen nicht auch was für Swiss-Ski?
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Das Skibergsteigen ermöglichte dem Schweizer Alpen-Club die ersten Olympiamedaillen.
Foto: Harald Steiner/GEPA/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer gewinnen 17 von 23 Medaillen bei Winterspielen für Swiss-Ski
  • Der SAC gewinnt seine ersten Olympiamedaillen
  • Es gab Diskussionen, ob Skibergsteigen nicht zu Swiss-Ski passen würde
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

17 der 23 Medaillen, welche die Schweiz bei den Winterspielen in Mailand und Cortina gewonnen hat, gehören Swiss-Ski-Athleten. Zwei Medaillen (eine Silberne und eine Goldene) gehen auf das Konto des Schweizerischen Alpen-Clubs SAC.

Wie das Edelmetall gewonnen wurde, begeistert. Viele Fans schwärmen von der Stimmung am Berg. Sie sei besser gewesen als bei den Schweizer Ski-Festspielen im alpinen Bereich. 

Wäre Skibergsteigen nicht eher eine Swiss-Ski-Angelegenheit?

Umso erstaunlicher ist es, dass Skibergsteigen nicht bei Swiss-Ski angesiedelt ist, wie fast alle anderen Sportarten auf zwei Latten. Stattdessen durfte so der SAC – ein traditionsreicher Verband, der primär für Breiten- statt Leistungssport steht – die ersten Olympiamedaillen in der Verbandsgeschichte gewinnen.

Wie Blick erfahren hat, stand ein Verbandswechsel für die Sportart zwar tatsächlich im Raum, doch konkret wurde es trotzdem nie. Warum? «Das ist historisch so gewachsen», sagt Swiss-Ski-Sportchef Walter Reusser. Man habe zwar auch schon diskutiert, ob die Sportart nicht besser zu Swiss-Ski passe, aber: «Wir werden nicht einem anderen Verband eine Sportart abluchsen.» 

Beim SAC ist man sich der besonderen Konstellation also bewusst. Urs Stöcker, Vorsitzender der SAC-Geschäftsleitung hält gegenüber Blick aber fest: «Mittelfristig bleibt das Skibergsteigen beim SAC. Die Strukturen unterschieden sich ohnehin kaum von jenen bei Swiss-Ski. Vieles wird vom Fördersystem von Swiss Olympic vorgegeben. Zudem ist der SAC damit der einzige Schweizer Verband, der mit Sportklettern und Skibergsteigen sowohl an Sommer- als auch an Winterspielen vertreten ist.»

«Bei Swiss-Ski bekommen andere Sportarten das grösste Stück vom Kuchen»

Auch André Müller, ehemaliger Cheftrainer der Schweizer Skibergsteiger um Olympiasiegerin Marianne Fatton und der Mann, der für SRF bei den olympischen Skitourenrennen hinter dem Mikrofon sass, kennt die Diskussionen. 

Warum sein Sport auch in Zukunft beim SAC bleiben wird, erklärt er Blick so: «Skitourenrennen ist eine Bergsportart und sollte alleine deshalb in einem Bergsportverband zu Hause sein. Bei Swiss-Ski gehe ich davon aus, dass weiterhin andere Sportarten das grösste Stück vom Kuchen bekommen. Beim SAC sind wir neben dem Sportklettern die einzige olympische Disziplin. Wir sind der Meinung, dass das ein Vorteil ist. Hier haben wir mehr Gewicht.»

Swiss-Ski und SAC arbeiteten in Bormio trotzdem eng zusammen

In Bormio hat Swiss-Ski trotzdem auch einen kleinen Anteil an den SAC-Medaillen. Für die Spiele arbeiteten die beiden Bergsport-Verbände eng zusammen. Swiss-Ski konnte mit GPS-Tracking und Wetterdaten dem Alpen-Club aushelfen. 

Ähnliche Fragen stellen sich ausserdem auch international zwischen dem Ski-Weltverband FIS und dem Skibergsteiger-Weltverband ISMF. Schliesslich geht es um drei Medaillensätze. Doch wie national spricht auch international vieles für Eigenständigkeit.

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