Schock für Le-Mans-Sieger
Fabio Scherer muss kurz vor DTM-Start auf Jobsuche

Fabio Scherer muss erneut bangen: Kurz vor Saisonstart verliert der 26-Jährige überraschend sein DTM-Cockpit bei HRT-Ford. Der Rennstall gibt dem 20-jährigen Deutschen Finn Wiebelhaus den Vorzug.
Kommentieren
1/5
Der HRT-Rennstall mit seinem Ford Mustang in der DTM: 2026 sitzt nicht mehr Fabio Scherer im Auto.
Foto: imago/Eibner

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fabio Scherer verliert überraschend sein DTM-Cockpit an Finn Wiebelhaus
  • Team spart 100’000 Euro durch Einsatz des 20-jährigen deutschen Neulings
  • Scherer hofft auf neue DTM-Chance oder Rückkehr nach Le Mans 2027
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_1046.JPG
Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Der Winter von Fabio Scherer (26) war entspannt. Für den Rennfahrer aus Engelberg OW sah alles prima aus, dass er 2026 weiterhin die deutsche Top-Rennserie DTM bestreiten wird. Doch dann der Schock: Kurz vor der Teampräsentation seines HRT-Ford-Rennstalls wird Scherer vor vollendete Tatsachen gestellt – das Cockpit ist weg. Das deutsche Team setzt anstelle des Schweizers den diesen Donnerstag 20 Jahre alt gewordenen Neuling Finn Wiebelhaus (De) ins Auto. 

«Das ist extrem schade, weil wir letzte Saison viel Aufbauarbeit für das neue Mustang-Projekt geleistet haben. Nun muss ich mich neu orientieren, wo es weitergehen kann», sagt Scherer enttäuscht.

DTM-Pilot Fabio Scherer erklärt die Knöpfe auf seinem Lenkrad
1:17
Feinste Technik macht es aus:DTM-Pilot Fabio Scherer erklärt sein Lenkrad

Für Scherer ist die Situation ein Déjà-vu

Völlig normal im Motorsport, dass auch bei diesem Fahrertausch kaum nur der pure Speed eine Rolle spielte. Da Wiebelhaus auf dem «Road to DTM»-Weg in die Tourenwagen-Serie einsteigt, kann sich sein neuer Rennstall die Nenngebühr von rund 100’000 Euro sparen. Alles andere als ein Klacks.

Scherer steht im März ohne Job da. Zu diesem Zeitpunkt sind im Normalfall alle sportlich spannenden Cockpits vergeben. Es ist für Scherer ein Déjà-vu. Auch letztes Jahr platzen seine motorsportlichen Pläne in letzter Minute. Dann öffnet sich unverhofft die DTM-Türe. Der Schweizer macht im kultigen Ford Mustang auf sich aufmerksam, auch ausserhalb der DTM. Beim Langstrecken-Ausflug auf die Nordschleife landet er hinter Superstar-Gastpilot Max Verstappen auf dem Podest, fährt einen aufsehenerregenden Rundenrekord

Geht es für Scherer nun fix zurück auf die Langstrecke? «Ich hoffe, dass sich vielleicht doch in der DTM noch etwas ergibt», sagt er. Wenn nicht, wird ein Comeback in Le Mans womöglich zum Thema. Beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans hat er 2023 bei seinem Klassensieg mit gebrochenem Fuss bereits seine Spuren hinterlassen

Durch das DTM-Abenteuer im Ford Mustang hat sich der Schweizer beim US-Autogiganten womöglich einen genug grossen Namen gemacht, um fürs neue Le-Mans-Projekt aufs Fahrerkarussell aufspringen zu können. Ford plant 2027 einen Start in der Hypercar-Königsklasse. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen