Verstappen poltert vor F1-Saisonstart in Melbourne
«Ein Studium an der Universität wäre jetzt von Vorteil»

Am Wochenende startet die Formel 1 in die neue Saison. Die technischen Änderungen stellen die Teams vor massive Probleme. Red-Bull-Superstar Max Verstappen findet dazu klare Worte.
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Formel-1-Experte Roger Benoit (l.) mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen.
Foto: zVg / Christian Klien

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Max Verstappen spricht vor dem Saisonstart über die Verständlichkeit der neuen Regeln
  • Die Fahrer haben grösste Mühe damit, alles zu verstehen
  • Teams wie Aston Martin haben massive Probleme mit dem Auto
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Roger Benoit, Melbourne

Die Fans wollen endlich die 22 Formel-1-Autos in echter Aktion sehen. Aber lassen die neuen Regeln bereits in Melbourne (Aus) wirklich eine echte Show zu?

Der Vierfach-Weltmeister Max Verstappen (28) zu Blick: «Es wird schwer, den Fans alles verständlich zu erklären. Weil wir selbst Mühe haben, alle Details zu kennen. Und dann gibt es Strecken wie hier oder in Baku, wo ein Studium an der Universität ein Vorteil wäre!» Was schon Ferrari-Star Lewis Hamilton sagte.

Blick hatte 30 Minuten Zeit, im Red-Bull-Motorhome exklusiv mit dem Holländer zu sprechen. Dabei auch sein Manager Raymond Vermeulen und Christian Klien (Servus TV). Verstappen: «Ich bin selbst gespannt, ob meine Theorie über eine ideale Runde in Melbourne ab Freitag mit der Realität übereinstimmt. Ich kann nur hoffen, dass wir von der Formel E nicht eingeholt werden.»

Dumme Sprüche verboten

Verstappens Kritik an den neuen Regeln hat schon vor Wochen mächtigen Staub aufgewirbelt. Vor allem seine zwei härtesten Rivalen, Weltmeister Lando Norris (McLaren) und George Russell (Mercedes), prügelten auf den Kritiker mit 71 GP-Siegen ein. Norris: «Dann soll er eben zurücktreten!» Russell: «Dann soll er sich auf dem Nürburgring austoben!» Was Verstappen in der grünen Hölle übrigens bald zweimal mit dem Mercedes GT3 machen wird.

Inzwischen haben alle gemerkt, dass Verstappen mit seinen Voraussagen in irgendeine Richtung nicht übertrieben hat. Und für Norris und Russell gilt ab sofort: «Seid ruhig, wenn euch etwas nicht gefällt. Man will von diesem Duo keine Kritik über das neue Reglement hören.»

Verstappen hat also gewarnt – jetzt müssen die Fahrer beweisen, wie sie mit dem Laden der Batterie, dem ständigen Lupfen und dem kontrollierten Vollgas umgehen. Und beim Start gilt es, in den fünf Sekunden unter blauen Lichtern den Turbolader hochzudrehen. Viele prophezeien einen Chaos-Start.

«Mercedes vor Ferrari»

Für Verstappen ist klar: «Mercedes hat momentan die Nase knapp vor Ferrari. McLaren wird hier sicher noch etwas mehr Power von Mercedes als bei den Bahrain-Tests bekommen. Und wir? (Max lacht) Irgendwo mittendrin.»

Der WM-Start in Melbourne, wo zum 30. Mal gefahren wird und 2025 mit 465'498 verkauften Tickets an vier Tagen ein neuer Formel-1-Rekord aufgestellt wurde, wird kaum alle Fragen beantworten. Verstappen: «Wie sollen wir dies auch tun, wenn wir selbst nicht alle Antworten wissen?»

Audi überflutet Melbourne

Drei Teams stehen vor der 76. Saison im Mittelpunkt: Neueinsteiger Cadillac, der dank der Ferrari-Power nicht schon abgeschlagen ist. Sauber-Nachfolger Audi, der mit der grossen Kelle in der ganzen Stadt und am Flughafen Werbung macht und die meisten Leute im Fahrerlager hat.

Dann wäre noch Sorgenkind Aston Martin Honda. Chef Lawrence Stroll ist mit seinem Aero-Guru Adrian Newey nach Australien geflogen. Gesprächsstoff gibts genug. Da der Elektromotor noch unheimliche Vibrationen hervorruft, sagt Starpilot Alonso: «Nach 25 Runden kann ich das Lenkrad nicht mehr halten!» Was für Voraussetzungen in eine neue Ära.

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