«Verrückte Preise»
An der Leichtathletik-EM bleiben viele Plätze leer

Erstmals finden die Leichtathletik-Europameisterschaften in Grossbritannien statt. Das Interesse ist bislang eher mässig: An den ersten beiden Tagen bleiben viele Plätze leer. Sind die Tickets zu teuer?
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Simon Ehammer springt in Birmingham zu Silber. Auf den Rängen bleiben aber viele Plätze leer.
Foto: IMAGO/Beautiful Sports International

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Britische Heim-EM in Birmingham: Wenig Fans trotz Medaillenerfolg im Alexander Stadium
  • Hohe Ticketpreise bis 160 Fr. und teures Essen schrecken Zuschauer ab
  • Nur 13'000 von 23'000 Plätzen besetzt, Familientickets für 30 Fr. angeboten
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

An den ersten beiden Tagen der Heim-EM in Birmingham haben die britischen Leichtathleten viel zu feiern: Dank des Sprint-Doppelschlags von Amy Hunt und Romell Glave über 100 Meter führen sie den Medaillenspiegel an. Nur: Von wirklich vielen einheimischen Fans können sie sich im Alexander Stadium nicht feiern lassen.

Denn: Das Rund in der zweitgrössten Stadt Englands ist nur spärlich gefüllt. Am Montagabend sind gemäss offiziellen Angaben rund 13'000 Zuschauer im Stadion, das dank Zusatztribünen eigentlich 23'000 Plätze bieten würde.

«Wer hat dieses Geld zur Verfügung?»

In England ist der Grund für die halbleeren Zuschauerränge schnell gefunden: die hohen Ticketpreise. In der besten Kategorie liegen diese für Montag bis Donnerstag bei umgerechnet rund 120 Franken, ehe sie am Wochenende auf über 160 Franken steigen. «Wer hat dieses Geld aktuell zur Verfügung?», fragt BBC-Leichtathletik-Kommentatorin Sonja McLaughlan auf X. Und Hunts Manager Nick Harwell nennt die Preise «verrückt». Dennoch sind die Plätze in den Kategorien auf der Haupt- und der Gegentribüne noch besser gefüllt als in den anderen Bereichen, die im günstigsten Fall für rund 40 Franken zu haben sind.

Auch die Verpflegung im Stadion ist nicht gerade günstig. Wer einen Hotdog mit Pommes frites verspeisen will, muss dafür über 16 Franken bezahlen, wie der «Spiegel» vorrechnet. Erschwerend hinzu kommt die etwas dezentrale Lage des Alexander Stadiums nahe der Autobahn M6 im Norden Birminghams.

Mehr Auslastung am Wochenende?

Von einer Zuschauermisere wollen die Organisatoren derweil nichts wissen: Man sei «erfreut» über den Ticketverkauf, geben sie in einem offiziellen Statement an – die Ziele seien «weit übertroffen worden». Gleichzeitig verweisen sie auf spezielle Ticketaktionen an einzelnen Tagen, an denen etwa Familientickets nur rund 30 Franken kosten würden.

Am Wochenende soll es zuschauermässig dann endgültig anders aussehen. «Die Sessions von Freitag-, Samstag- und Sonntagabend sind fast ausverkauft», betont ein Sprecher des Organisationskomitees. Durchaus möglich also, dass die EM-Euphorie dann doch noch so richtig auf der Insel ankommt.

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