Olympiasiegerin hat eine Schweizer To-do-Liste
Sprint-Superstar Alfred ist nicht nur für 100-m-Showdown in Zürich

Zürich wird zum Schauplatz des grossen 100-m-Showdowns: Für Olympiasiegerin Julien Alfred ist das Duell mit Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden «fast schon ein Heimspiel» – ein paar Versäumnisse muss sie aber noch nachholen.
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Der grösste Tag ihrer Karriere: Julien Alfred kürt sich am 3. August 2024 in Paris zur Olympiasiegerin.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Julien Alfred tritt am Donnerstag bei Weltklasse Zürich an
  • Die Olympiasiegerin ist für ihre Disziplin und ihren Fokus bekannt
  • Im Letzigrund ist ein atemberaubendes Duell mit Weltmeisterin Jefferson-Wooden zu erwarten
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Marco PescioReporter Sport

Wie tickt eine Frau, die Olympiasiegerin in der Königsdisziplin 100 m und eine absolute Ikone ihrer Sportart ist? Wie man es sich vorstellt. Julien Alfred (25) überlässt rein gar nichts dem Zufall, weicht keinen Zentimeter von ihrer Linie ab.

Im Vorjahr lehnte sie im Sportpanorama eine Schokoladen-Degustation ab – mit der Begründung, in der Rennvorbereitung zu stecken. Ein Jahr später gibt sie gegenüber Blick zu, die Schweizer Schoggi noch immer nicht probiert zu haben. Vielleicht könne sie es aber diesmal nachholen.

Also erst nach Weltklasse Zürich, wo sie am Donnerstagabend im Einsatz steht, versteht sich. Alfred muss lachen. Doch die Chancen stehen tatsächlich besser, zumal heuer im Gegensatz zum Vorjahr keine reguläre WM vor der Türe steht, sondern «nur» die World Ultimate Championships.

«Ich ziehe meinen Hut vor Kambundji»

Die Sprinterin von der kleinen Karibikinsel St. Lucia ist ohnehin mit einer kleinen To-do-Liste nach Zürich gereist. Käse? «Nein, das nicht!» Dafür steht da nebst Schoggi und der Suche nach einem guten Restaurant in der Stadt auch noch ein Schwatz mit Spartenkollegin Mujinga Kambundji (34) drauf: «Ich muss sie abfangen und möchte ihr unbedingt noch gratulieren. Ich ziehe meinen Hut, ob der Leistung, die sie vollbringt. So schnell nach der Schwangerschaft zurückzukehren, ist toll.»

Die Bernerin Kambundji hat erst im letzten November Söhnchen Léon zur Welt gebracht, im Juli gab sie bereits wieder ihr Comeback. «Es ist absolut beeindruckend, wozu der weibliche Körper imstande ist», so Alfred.

Kracherduell im Letzi wartet

Die letztjährige WM-Dritte sagt, Zürich sei für sie «fast schon wie ein Heimspiel». Sie geht im Letzigrund schon zum dritten Mal an den Start und hat immer abgeliefert. 2024 mit Platz zwei. 2025 mit dem Triumph.

Und 2026? «Wieder mit dem Sieg», meint sie schmunzelnd, im Wissen, dass ein echter Kracher auf sie wartet: Am Donnerstag um 20.32 Uhr wird die Leichtathletik-Welt gebannt zusehen, wie es zum Duell zwischen der Paris-Olympiasiegerin und der amtierenden Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden (25) kommt. Vielleicht würde die Euphorie bei einem erneuten Erfolg ja helfen, dass sie sich doch noch an einem Schweizer Schöggeli versucht.

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