«Ich will die nächste Generation inspirieren»
Wie ihre Freiburger Heimat Shootingstar Audrey Werro feiert

Beim Heimmeeting in Fribourg sind alle Augen auf eine Person gerichtet: Audrey Werro. Die Ausnahmeathletin ist der ganz grosse Star des Abends. Derweil hofft sie, als Inspiration für die nächste Generation zu dienen.
Kommentieren
1/5
Audrey Werro bejubelt ihren Sieg in Fribourg – im Hintergrund das heimische Publikum.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audrey Werro läuft 51,33 Sekunden – und verpasst Schweizer Rekord in Fribourg
  • Werro ist der ganz grosse Star an diesem Abend
  • Sie hofft als Inspiration für die nächste Generation zu dienen
file84q6ciuzdb71cq3kl16kn-1.jpg
Davide MalinconicoRedaktor Sport

Audrey Werro (22) ist zurzeit einfach nicht zu stoppen: Rennen für Rennen läuft sie der Konkurrenz davon, setzt jahrzehntealte 800-Meter-Meilensteine neu. Auch bei ihrem Heimspiel – dem Internationalen Meeting in Fribourg – wusste die junge Ausnahmeathletin das Publikum zu begeistern.

Dieses Mal suchte sie die Herausforderung jedoch nicht auf ihrer angestammten Paradestrecke, sondern wagte den Ausflug auf die halbe Distanz. Das Ziel war ambitioniert: Der 400-Meter-Schweizer-Rekord von Léa Sprunger (36) aus dem Jahr 2018 (50,52 Sekunden) sollte fallen.

Schweizer Rekord verpasst

Mit einer Siegerzeit von 51,33 Sekunden verpasste Werro die angestrebte Marke am Ende zwar, zeigte sich danach aber trotzdem zufrieden: «Es ist klar: Heute war mein Ziel, den Schweizer Rekord zu knacken. Aber es gibt Tage, an denen es besser läuft, und Tage, an denen es weniger gut läuft. Es war heute nicht meine absolute Topform. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Zeit.»

Auf die Frage, ob sie schon über den Tag hinweg spüre, dass es nicht der perfekte Tag für ein geschichtsträchtiges Rennen werden würde, entgegnete die Freiburgerin: «Es ist eher so, dass ich erst während des Laufs merke, wenn ich nicht ganz so spritzig bin wie sonst.»

Werro – der Star im Mittelpunkt

Wer nun glaubt, dass die riesige Erwartungshaltung des Heimpublikums auf der jungen Athletin lastete – schliesslich war sie als neuer internationaler Shootingstar das absolute Highlight des Meetings –, täuscht sich. Vielmehr gab ihr die Kulisse im heimischen Stadion zusätzliche Energie.

«Ich nehme das nicht als Druck wahr, sondern als Unterstützung. Es macht mir riesige Freude, dass so viele Leute ins Stadion gekommen sind, um mich zu sehen und anzufeuern. Die Fans haben alles gegeben und mich auf den letzten Metern extrem gepusht – das ist unglaublich beflügelnd.» Es habe sie sehr gefreut, vor dem Freiburger Publikum zu rennen.

«Ich hoffe, die nächste Generation der Leichtathletik zu inspirieren»

Was macht es mit ihr, bei diesem Event die Hauptdarstellerin zu sein? «Es ist cool. Und wenn ich mit meinen Leistungen das Gesicht oder eine Identifikationsfigur für einen solchen Event, für den Klub und für dieses Stadion hier in Fribourg sein kann, macht es mir eine riesige Freude, die Leichtathletik den Leuten ein bisschen näherzubringen», so die Lokalmatadorin.

Wie sehr sie die Massen elektrisiert, zeigte sich auch nach dem Rennen: Zahlreiche Kinder standen bereit, um ein Selfie oder ein Autogramm von ihr zu ergattern. Für Werro ist das ein schöner Nebeneffekt des Erfolgs: «Es freut mich riesig, und ich hoffe, dass ich damit junge Kinder und die nächste Generation der Leichtathletik inspirieren kann.»

Das Sommerprogramm steht

In den kommenden Wochen wartet ein hochkarätiges Programm auf die Freiburgerin. Zuerst geht es im Juli ins Trainingslager, danach folgt ein Saisonhöhepunkt auf den nächsten: Auf nationaler Ebene stehen die Schweizer Meisterschaften an, gefolgt vom internationalen Highlight im August, der EM in Birmingham.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen