Gkolomeev holt sich 1-Million-Dollar-Sieg
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Inoffizieller Weltrekord:Gkolomeev holt sich 1-Million-Dollar-Sieg

Doping-Spiele werden zum Flop
Griechen-Schwimmer trickst sich zum «Weltrekord»

Doping, umstrittene Rekorde und leere Worte: Die ersten Enhanced Games in Las Vegas entpuppen sich als Flop. Schwimmer Kristian Gkolomeev holt zwar einen inoffiziellen Weltrekord, doch die erhoffte Leistungsexplosion bleibt aus.
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Jubel über einen Sieg, den niemand ernst nimmt: Schwimmer Kristian Gkolomeev (r.) verschont Enhanced-Games-CEO Max Martin vor der Blamage, dass es an den Doping-Spielen keinen einzigen Weltrekord gibt.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kristian Gkolomeev schwimmt 50 Meter in 20,81 Sekunden bei Enhanced Games
  • Weltrekord nicht anerkannt: Doping erlaubt, verbotener Ganzkörperanzug genutzt
  • Prämie von 1 Million Dollar für Gkolomeev, aber wenige Rekorde
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Auf der Stoppuhr ist es ein Weltrekord, doch der grosse Applaus bleibt aus. Der griechische Schwimmer Kristian Gkolomeev (32) schlägt über die 50 Meter Freistil schon bei 20,81 Sekunden an. Das ist schneller als der Weltrekord von 20,88 Sekunden. Doch dieser behält weiterhin die Gültigkeit.

Denn Gkolomeev schwimmt seine Topzeit an den ersten Enhanced Games in Las Vegas. Besser bekannt als die Doping- oder Steroid-Spiele. Jetzt mit dem Eindruck der ersten Austragung könnte man auch sagen: die Gaga-Games. 

Logisch, dass dieser Weltrekord nicht offiziell anerkannt wird. Bei den Enhanced Games ist Doping ausdrücklich erwünscht. Ebenso trägt Gkolomeev einen der seit Jahren im Schwimmen verbotenen Ganzkörperanzüge, die einst für eine Rekordflut gesorgt haben und deshalb verbannt wurden. 

Nur Schwimmer Gkolomeev holt die 1-Millionen-Prämie ab

Der Grieche war noch 2024 Europameister über 50 Meter Freistil, dazu holte er WM-Silber 2019. Jetzt war der vierfache Olympionike schneller denn je – doch zu welchem Preis? Den Beliebtheitspreis in der Schwimmszene wird der in den USA lebende Möchtegern-Weltrekordhalter natürlich nie mehr gewinnen. Doch für ihn persönlich hat sich der Auftritt gelohnt. Neben den 250'000 Dollar für den Wettkampfsieg gibts obendrauf 1 Million Dollar als Weltrekordprämie. 

Aber alle die schönen und grossen Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ersten Enhanced Games zum grossen Flop werden. Statt dass im Schwimmen, im Gewichtheben und im Sprint wie von den Veranstaltern erträumt die Weltrekorde nur so purzeln, bleibt Gkolomeev der einzige, der eine bestehende Rekordmarke unterbietet. Von den super-optimierten Super-Athleten ist keine Spur. Schon gar nicht von der «neuen Ära menschlicher Leistungsfähigkeit». 

Die meisten der 13 Athletinnen und 29 Athleten waren in ihren nicht-gedopten Karrieren eher nationale Spitze als internationale Topklasse. Es zeigt sich an diesem Abend: Wo Talent und auch jahrelanges Training auf Weltklasseniveau fehlt, lassen sich auch «enhanced» keine Wunderleistungen herzaubern. 

Bizarrer Auftritt von Star-Sprinter Fred Kerley

Bei den Sprintern gewinnt der doping-gesperrte Ex-Weltmeister Fred Kerley (31, USA) zwar über 100 Meter. Seine Zeit von 9,97 Sekunden ist aber weit entfernt von Usain Bolts Weltrekord (9,58 Sek.). Im Ziel tobt Kerley, nicht weniger als drei Fehlstarts hatten seine Chancen schon vor dem Rennen arg geschmälert. Bizarr: Kerley behauptet, er habe nur Geld verdienen wollen und sei ohne leistungssteigernde Mittel angetreten. Eine Ausrede für die mässige Zeit oder eine Schutzbehauptung, weil er wieder zurück in die Leichtathletik will?

Der deutsche Schwimmer Marius Kusch (33) gewinnt den Wettkampf über 100 Meter Schmetterling in persönlicher Bestzeit und sahnt damit 250'000 Dollar ab. «Nur von der Leidenschaft kann ich meine Miete nicht bezahlen», sagte er lapidar vor der Reise in die USA. 

Und apropos Weltrekord. Wenn es schon für die Athleten beim Doping keine Regeln gibt: Wer sagt eigentlich, dass die Organisatoren nicht auch bei der Infrastruktur ein bisschen tricksten und das temporär aufgebaute 50-Meter-Becken in Wirklichkeit vielleicht nur 49,9 Meter lang war und die Stoppuhren ebenso wenig geeicht waren? Gkolomeev ists egal. Er nimmt schon die nächste Million ins Visier: «Ich mache weiter. Vielleicht breche ich den Rekord nächstes Jahr noch einmal.»

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