Viertelfinal wäre Millionen-Segen
Jetzt spielt die Nati auch um richtig viel Kohle

Dank des Einzugs in den Achtelfinal lohnt sich die WM-Kampagne für den Schweizerischen Fussballverband auch finanziell. Wie Pierluigi Tami und Adrian Arnold bestätigen, wird der SFV mit der WM-Kampagne schwarze Zahlen schreiben.
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Der sportliche Erfolg der Nati schenkt auch finanziell ein.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SFV erhält 15 Mio. Dollar für Nati-Leistungen bei der WM 2026
  • Vier weitere Mio. Dollar bei Viertelfinal-Einzug gegen Kolumbien (Dienstag, 22 Uhr)
  • WM-Titel bringt 50 Mio. Dollar, Fifa schüttet insgesamt 735 Mio. aus
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Mindestens 15 Millionen Dollar kassiert der SFV für die Leistungen der Nati in den USA und Kanada. Darin sind 10,5 Millionen Startgeld enthalten sowie 4,5 Millionen Prämien für das Erreichen der Achtelfinals. «Damit ist bereits jetzt schon klar, dass wir die WM sicher mit einem Gewinn abschliessen werden», sagt SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold.

Mit den Fifa-Prämien sind die Kosten für die ganze Kampagne mehr als gedeckt. Diese belaufen sich für den Verband auf einen zweistelligen Millionenbetrag für Unterkunft, Transport, Trainingsplätze, technische Hilfsmittel, medizinische Einrichtungen wie Kryotherapie-Kammern (für Schmerzlinderung und Regenartion) sowie auch teils Löhne für die gut 60 Staffmitglieder. Einen Teil der Kosten für Reise und Unterkunft übernimmt die Fifa.

Die Rechnung stimmt. Jetzt geht es darum, ob die Nati noch einen dicken Zustupf erspielt.

50 Millionen für den WM-Titel

Jeder weitere Sieg würde für den SFV so richtig einschenken. Siegt die Schweiz auch am Dienstag gegen Kolumbien (22 Uhr Schweizer Zeit), kommen vier weitere Millionen für die Viertelfinal-Qualifikation dazu. Ein Halbfinal-Einzug würde acht weitere Millionen in die Kassen des Verbands spülen. Ein Final-Einzug brächte insgesamt 33 Millionen ein, der WM-Titel 50 Millionen Dollar. Insgesamt schüttet die Fifa rund 735 Millionen Dollar an Preisgeld aus, was im Vergleich zu Katar 2022 fast 300 Millionen mehr sind.

Für den SFV ist der finanzielle Gewinn bei einer Männer-WM sehr wichtig. Damit werden viele andere Projekte innerhalb des Verbands finanziert. Vor knapp vier Jahren in Katar resultierte am Ende ein Gewinn von rund drei Millionen Franken.

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Wie hoch der Gewinn diesmal ausfallen wird, hängt allerdings nicht nur vom sportlichen Ergebnis ab, sondern auch davon, wie viel Steuern der Verband letztlich auf die Einnahmen bezahlen muss. Noch ist dieses Thema nicht endgültig vom Tisch. Der US-Bundesstaat Kalifornien, wo die Nati während der Gruppenphase logiert und auch zweimal gespielt hat, hat mit rund zwölf Prozent einen der höchsten Steuersätze der USA. In Kanada und Mexiko, den beiden Co-Gastgeberländern, werden hingegen keine Steuern für die WM-Teilnehmer erhoben.

Stark leistungsbezogene Prämien

Stösst die Nati erstmals seit 1954 in einen WM-Viertelfinal vor, schenkt die WM-Kampagne auch für die Spieler ein. Seit 2022 gibt es sehr stark leistungsbezogene Prämien, die jeweils der Spielerrat mit den SFV-Verantwortlichen aushandelt. Während es für das Überstehen der Gruppenphase noch kein Geld für Granit Xhaka und Co. gab, würde sich eine Viertelfinal-Qualifikation auch für die Spieler lohnen.

Deutsche nach WM-Debakel mit finanziellem Loch

Die fetten Jahre sind beim Deutschen Fussball-Bund vorbei. Noch vor zwölf Jahren jubelte unser Nachbar in Brasilien über den Gewinn der vierten Weltmeisterschaft in der Geschichte. Der Coup hatte sich ausbezahlt: Rund 35 Millionen Dollar Preisgeld gabs dafür von der Fifa. Jeder Spieler kassierte eine Prämie von 300’000 Euro.

Mittlerweile sieht die Rechnung beim DFB ganz anders aus. Seit dem Titel war an den WM-Endrunden jeweils nach der Gruppenphase Schluss. 2026 erreichte man zwar die neu eingeführten Sechzehntelfinals, scheiterte dort aber an Paraguay. Das ist auch finanziell eine Blamage. Statt der erhofften Mehreinnahmen reisten die Deutschen bloss mit rund elf Millionen Dollar fürs Überstehen der Gruppenphase ab. Bereits vor Turnierbeginn hatte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig vorgerechnet, dass wohl ein Halbfinal-Einzug nötig wäre, um mit schwarzen Zahlen abschliessen zu können. Dieses Ziel wurde nun meilenweit verpasst.

Und nun kommen auf den DFB dicke Kosten zu. Allein der frühzeitige Abgang des gescheiterten Bundestrainers Julian Nagelsmann (38) wird richtig teuer. 6,8 Millionen Euro soll die Abfindung an den Trainer (hätte noch bis 2028 Vertrag gehabt) und dessen Team gemäss «Kicker» kosten. Und auf der nach einem Nachfolger ist die Wahl nun offenbar tatsächlich auf den aktuell noch als Red-Bull-Fussballchef angestellten Jürgen Klopp (59) gefallen. Auch da dürfte nochmals eine Ablösesumme fällig werden.

Die fetten Jahre sind beim Deutschen Fussball-Bund vorbei. Noch vor zwölf Jahren jubelte unser Nachbar in Brasilien über den Gewinn der vierten Weltmeisterschaft in der Geschichte. Der Coup hatte sich ausbezahlt: Rund 35 Millionen Dollar Preisgeld gabs dafür von der Fifa. Jeder Spieler kassierte eine Prämie von 300’000 Euro.

Mittlerweile sieht die Rechnung beim DFB ganz anders aus. Seit dem Titel war an den WM-Endrunden jeweils nach der Gruppenphase Schluss. 2026 erreichte man zwar die neu eingeführten Sechzehntelfinals, scheiterte dort aber an Paraguay. Das ist auch finanziell eine Blamage. Statt der erhofften Mehreinnahmen reisten die Deutschen bloss mit rund elf Millionen Dollar fürs Überstehen der Gruppenphase ab. Bereits vor Turnierbeginn hatte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig vorgerechnet, dass wohl ein Halbfinal-Einzug nötig wäre, um mit schwarzen Zahlen abschliessen zu können. Dieses Ziel wurde nun meilenweit verpasst.

Und nun kommen auf den DFB dicke Kosten zu. Allein der frühzeitige Abgang des gescheiterten Bundestrainers Julian Nagelsmann (38) wird richtig teuer. 6,8 Millionen Euro soll die Abfindung an den Trainer (hätte noch bis 2028 Vertrag gehabt) und dessen Team gemäss «Kicker» kosten. Und auf der nach einem Nachfolger ist die Wahl nun offenbar tatsächlich auf den aktuell noch als Red-Bull-Fussballchef angestellten Jürgen Klopp (59) gefallen. Auch da dürfte nochmals eine Ablösesumme fällig werden.

Zwar wäre diese Summe für viele, die bei ihren Klubs im Ausland Millionen verdienen, wohl nicht allzu relevant, mutmasst Nati-Direktor Pierluigi Tami (64) mit einem Schmunzeln. «Für uns als Verband wäre es aber schon ein spürbarer Betrag.» Zwar hält sich der Verband bedeckt, wenn es um Zahlen geht. Pro Spieler dürfte es sich aber im Fall eines Siegs gegen Kolumbien um einen mittleren fünfstelligen Betrag handeln.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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