«Für mich war Xhakas Jubel an Blick gerichtet»
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Plapper-Geste nach Penalty-Tor:«Für mich war Xhakas Jubel an Blick gerichtet»

«Verband, Trainer und Mitspieler müssen auf ihn achten»
Blick-Experte Dzemaili über Embolo, Xhaka und Manzambi

Blick-Experte Blerim Dzemaili schätzt in der neuesten Podcastfolge «FORZA» die Leistung der Nati ein und spricht über einzelne Spieler wie Manuel Akanji, Granit Xhaka und Johan Manzambi.
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Blerim Dzemaili äussert sich in der neuesten Podcastfolge FORZA! zum Nati-Sieg gegen Bosnien.
Foto: TOTO MARTI
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Mit dem 4:1 gegen Bosnien hat die Schweiz den an dieser WM dringend benötigten ersten Sieg eingefahren. Die Erleichterung darüber ist rund um die Nati spürbar – auch in der neuesten Blick-Podcastfolge «FORZA!». Blick-Fussballexperte Blerim Dzemaili und Blick-Fussballchef Tobias Wedermann analysieren den jüngsten Auftritt der Schweiz. Das Positive überwiegt klar, auch wenn nicht alles perfekt war.

Dzemaili über Akanji

Die Schlagzeilen gehören nach dem Bosnien-Spiel vor allem Johan Manzambi (20). Für Dzemaili war der Matchwinner jedoch nicht der einzige überragende Akteur auf dem Platz. «Einen Spieler möchte ich unbedingt hervorheben, weil ich ihn in der Vergangenheit auch kritisiert habe: Manuel Akanji. Abgesehen von Manzambi war er für mich der beste Mann auf dem Platz. Ich habe einen Akanji gesehen, wie ich ihn in den letzten fünf oder sechs Jahren kaum erlebt habe. Er hat einen sensationellen Match gemacht.»

Für Dzemaili zeigte sich Akanjis Wert vor allem in der schwierigen Phase vor dem «Hydration Break» in der zweiten Halbzeit. «Da mussten wir fünf bis zehn Minuten leiden. Genau in solchen Momenten brauchst du Führungsspieler. Akanji hat die Mannschaft in dieser Phase hervorragend geführt. Er ist als Beispiel vorangegangen, hat die Zweikämpfe angenommen und praktisch jeden davon gewonnen.»

Dzemaili über Matchwinner Manzambi

Lobende Worte findet Dzemaili auch für Matchwinner Manzambi. Spätestens mit seinem Doppelpack gegen Bosnien hat sich der Youngster in die Herzen der Schweizer Fans gespielt. «Jetzt wird er natürlich gefeiert. Mit solchen Auftritten machst du dich unvergesslich. Gleichzeitig müssen Verband, Trainer und Mitspieler auf ihn achten. Auch wenn ich nicht den Eindruck habe, dass er dieser Typ ist, der abhebt.»

Beeindruckt zeigt sich Dzemaili vor allem von Manzambis Reaktion auf die Kritik nach dem Katar-Spiel, als er ebenfalls als Joker ins Spiel kam. «Wir haben ihn damals kritisiert, weil wir so einen Auftritt erwartet haben wie gegen Bosnien. Wer nicht liefert, muss Kritik aushalten können.» Aktuell sieht er den Genfer in seiner Idealrolle: «Für mich ist er einer der besten Joker dieses Turniers.» Nach seinem Gala-Auftritt stellt sich Dzemaili nun aber die Frage, ob Manzambi gegen Kanada nicht sogar in die Startelf gehört.

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Darum überzeugt der Nati-Star:Johan Manzambi schiesst das 1:0 gegen Bosnien

Dzemaili über Xhaka

Die Schlagzeilen gehörten nach dem Katar-Spiel Captain Granit Xhaka (33). Seine Leistung aber vor allem seine kritischen Worte gaben zu reden. Denn wie Blick berichtete, kamen diese im Nati-Camp nicht bei allen gut an. «Im Fussball musst du Kritik aushalten können. Sonst bist du an einer WM am falschen Ort», sagt Dzemaili. Gleichzeitig warnt er: «Als Captain musst du wissen, welche Typen du in der Mannschaft hast. Ein Spieler wie Granit kann zehnmal kritisiert werden, das spornt ihn eher noch an. Andere können daran zerbrechen.»

Gegen Bosnien zeigte Xhaka dann eine starke Reaktion. «Von der ersten Minute an war das ein anderer Granit. Er spielte mit mehr Intensität, mehr Direktheit und mehr Präsenz», sagt Dzemaili. Auch Blick-Chef Wedermann stellte fest, dass der Nati-Captain eine andere Energie ausstrahlte als noch gegen Katar.

Für Dzemaili ist deshalb klar: «Vielleicht braucht Granit diese Kritik sogar. Er hat wieder einmal geliefert.»

Dzemaili über Breel Embolo

Weniger angetan ist Dzemaili vom Auftritt von Breel Embolo (29). «Er hat keinen guten Match gespielt. Er hatte ungewohnt viele technische Fehler.» Dennoch nimmt der Ex-Nati-Star den Stürmer in Schutz: «Er wurde nicht immer in gute Positionen gebracht und musste oft gegen zwei oder drei Gegenspieler kämpfen.»

Deshalb sei es bis zur 60. Minute einer von Embolos schwächeren Auftritten im Nati-Dress gewesen. Entscheidend sei aber gewesen, dass die Mitspieler ihn später besser eingesetzt hätten. «Wenn Breel einmal in seinen Lauf kommt, ist er kaum noch zu stoppen. Als Manzambi ihm den Ball spielt, war für mich klar: Entweder geht er alleine aufs Tor oder es passiert etwas Entscheidendes.» 

Dzemaili über Dan Ndoye

Auch Dan Ndoye (25) beschäftigt Dzemaili. Nach dem Testspiel gegen Australien habe man den Flügelspieler noch für seine Form gelobt, gegen Bosnien seien aber einige Unsicherheiten sichtbar geworden. «Man merkt, dass die schwierige Saison in Nottingham noch nicht ganz aus seinem Kopf ist. Das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit, die ihn eigentlich auszeichnen, sind nicht immer da. Ich habe das Gefühl, dass er sich das Leben manchmal unnötig kompliziert macht.»

Dzemailis Rat an den Nati-Star ist deshalb simpel: «Dan sollte einfach Dan sein. Er muss nichts erzwingen. Als ich beim FCZ zu den Profis kam, sagte Lucien Favre zum ganzen Team: ‹Spielt einfach, die Lösungen kommen von selbst.› Genau das würde ich Dan heute auch mitgeben.»

Ndoye verfüge über Qualitäten, die kaum ein anderer Spieler habe. «Er hat eine unglaubliche Schnelligkeit. Die soll er nutzen und wieder einfacher spielen. Je mehr du nachdenkst, desto schwieriger wird es. Er soll einfach seinen Fussball spielen – dann kommt die Leichtigkeit zurück.»

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
2
3
6
2
Südkorea
Südkorea
2
0
3
3
Tschechien
Tschechien
2
-1
1
4
Südafrika
Südafrika
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
2
6
4
2
Schweiz
Schweiz
2
3
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
-3
1
4
Katar
Katar
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
-2
0
4
Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
1
4
Usbekistan
Usbekistan
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
1
1
3
3
Panama
Panama
1
-1
0
4
Kroatien
Kroatien
1
-2
0
K.o.-Phase
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