Xhaka reagiert auf Vorwürfe
«Ich habe noch nie jemanden gebissen»

Granit Xhaka hat mit seiner Leistung gegen Bosnien eine starke Antwort auf Kritik an ihm gegeben. Nach dem Abpfiff sprach er zudem über seine Gefühlswelt – und darüber, was er schade findet.
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Granit Xhaka spricht nach dem ersten Schweizer Sieg über seine Gefühlswelt.
Foto: TOTO MARTI

Es ist eine Antwort, die nach 148 Länderspielen nicht mehr überrascht: Nach Diskussionen und kritischen Tönen rund um Captain Granit Xhaka (33) liefert dieser gegen Bosnien und Herzegowina eine sehr starke Leistung und eine deutliche Antwort auf dem Platz ab – mit den meisten Ballaktionen und Pässen aller Spieler. Den Schlusspunkt zum 4:1-Sieg setzt der Captain vom Elfmeterpunkt selbst. Danach spricht der 33-Jährige bei SRF über die Blick-Veröffentlichung, die publik gemacht hat, dass seine zuletzt kritischen Ansagen im Team nicht nur konstruktiv empfunden wurden. Mitspieler seien verunsichert oder sollen sich nicht wohlfühlen im Camp.

«Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es da rein- und da rausgeht. Es tut weh, weil es Sachen gibt, die ich nicht verstehe. Es gab einen grossen Artikel vorgestern, der nicht an einem vorbeigeht», erklärt Xhaka. Unterstützung bekommt er dabei von SRF-Mann Beni Huggel: «Es werden oft Sachen geschrieben, die hinterher nicht überprüft werden, ob sie standhaft gewesen sind oder nicht. Diese Artikel sind jetzt alles nichts mehr wert», so die Fernanalyse des 41-fachen Nationalspielers.

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Aus der Luft gegriffen – wie von Huggel indirekt behauptet – waren die Vorwürfe in Richtung Xhaka aber keineswegs. Mehrere Quellen hatten gegenüber Blick von der negativen Stimmung berichtet, die Xhaka mit seiner scharfen Kritik verbreitet haben soll.

«Wenn jemand etwas hat, soll er zu mir kommen»

Blick fragt bei Xhaka nach Abpfiff nach, was ihn konkret am Artikel gestört habe. «Mich hat gar nichts gestört, wenn ich ehrlich bin. Ich habe aber tausend Nachrichten dazu bekommen. Ich kann das nicht beeinflussen – was ich beeinflussen kann, ist das auf dem Platz», antwortet der Nati-Captain. Es sei ihm aber wichtig, zu betonen, dass er bei Kritik nicht nur andere Spieler kritisiere, sondern in erster Linie auch sich selber.

«Wenn jemand mit Kritik nicht umgehen kann, finde ich das schade», fährt Xhaka fort. Und: «Wenn jemand etwas hat, soll er zu mir kommen. Ich habe noch nie jemanden gebissen», stellt der Captain klar.

Xhaka fordert bestmögliche Einstellung von allen Involvierten

Und genau hier soll auch die Enttäuschung liegen, die Xhaka in den Interviews anspricht, aber nicht präzisiert. Der 33-Jährige hat an dieser Weltmeisterschaft Grosses vor, will an seinem vielleicht letzten Turnier nicht nur die Schallmauer von 150 Länderspielen durchbrechen, sondern auch mit der Mannschaft erneut Schweizer Fussballgeschichte schreiben. Dieser Erfolgshunger und Ehrgeiz haben letztlich intern auch zu klaren und teils sehr kritischen Worten geführt nach dem enttäuschenden WM-Auftakt gegen Katar.

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Dass dies zum einen öffentlich geworden ist, zum anderen allerdings auch das Unbehagen von Mitspielern darüber nach aussen gedrungen ist, soll beim Captain Unverständnis ausgelöst haben. Schliesslich habe ihm dies niemand direkt ins Gesicht gesagt, heisst es aus dem Umfeld der Nati. Xhaka fühlte sich deshalb missverstanden. Er wolle nur den grösstmöglichen Schweizer Erfolg an dieser WM und die bestmögliche Einstellung von allen Involvierten, inklusive von ihm selber. In den Tagen vor dem Bosnien-Spiel soll das Thema intern in Gesprächen aufgearbeitet worden sein. «Ich bin ein ganz offener Mensch, mit dem man gut kommunizieren kann», sagt Xhaka.

Was passiert bei nächster Xhaka-Kritik?

Und am Ende geht es beim ganzen Thema auch noch um die Wertschätzung, wie der Captain nach dem Bosnien-Sieg sagt: «Ich muss niemandem etwas beweisen. Nach 148 Spielen für dieses Land kann man vielleicht auch mal stolz auf einen solchen Spieler sein.»

Die Wertschätzung ist er sich sicher nach dem 4:1-Sieg und dem Stempel, den er der Partie mit seiner Leistung aufgedrückt hat. Auch die Stimmung dürfte nach den ersten drei WM-Punkten auf einem neuen Höhepunkt sein. Der Turnierverlauf wird nun zeigen, wie nachhaltig diese ist – und was passiert, wenn der Nati-Anführer das nächste Mal den Finger in die Wunde legt.

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Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
2
3
6
2
Südkorea
Südkorea
2
0
3
3
Tschechien
Tschechien
2
-1
1
4
Südafrika
Südafrika
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
2
6
4
2
Schweiz
Schweiz
2
3
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
-3
1
4
Katar
Katar
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
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Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
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3
Belgien
Belgien
1
0
1
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Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
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Uruguay
Uruguay
1
0
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Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
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Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
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1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
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Irak
Irak
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-3
0
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Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
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0
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Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
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Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
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Usbekistan
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1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
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England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
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1
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Panama
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-1
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Kroatien
Kroatien
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-2
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K.o.-Phase
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