«Wir wollen beweisen, dass wir es auch anders können»
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Nach Kritik vom Captain:Vargas stellt sich hinter Granit Xhaka

Toxisch? Zu mächtig? Leistungstief?
Nati-Captain Xhaka sorgt für viele Fragezeichen

Granit Xhaka sollte an dieser WM gerade sein Denkmal zementieren. Stattdessen sorgt der Captain der Schweizer Nati für Diskussionen. Ist er zu kritisch? Im Umfeld des Teams ist man besorgt, spricht gar davon, dass es in eine «toxische Richtung» gehe.
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Granit Xhaka, Rekordmann der Schweiz erlebt seine wohl letzte Weltmeisterschaft.
Foto: TOTO MARTI
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Tobias WedermannFussballchef

Eigentlich müsste Granit Xhaka gerade an seinem Legendenstatus und seinem Kapitel in den Schweizer Geschichtsbüchern arbeiten. So spielt der 33-Jährige seine wohl letzte Weltmeisterschaft, ist seit dem Auftaktspiel der Schweizer Spieler mit den meisten WM-Spielen überhaupt – und wenn es nach Xhaka geht, sollen noch sieben Spiele dazukommen bis ganz zum Ende des Turniers.

Vor dem Katar-Spiel zeigte sich Granit Xhaka in hervorragender Laune, lachte viel an der Pressekonferenz und meinte: «Es ist aber auch wichtig, solche Momente zu geniessen.» Doch von Genuss und guter Laune soll aktuell nicht viel zu spüren sein im Teamhotel der Schweizer Nationalmannschaft. Im Mittelpunkt stehen der Captain und drei entscheidende Fragen.

Ist Xhaka zu negativ?

Sein Weckruf nach dem Remis im Testspiel gegen Australien war berechtigt und gehört auch zu den Pflichten eines guten Anführers. Eine Woche später tut er es erneut und holt zur öffentlichen Kritik aus. Während seine Teamkollegen an den täglichen Medienterminen stets betonen, dass es wichtig sei, dass ihr Captain diese Dinge anspricht, soll es hinter den Kulissen vermehrt andere Meinungen geben. Xhaka sei auch innerhalb des Teams und im Training sehr kritisch – zu kritisch. Sowohl die Jungen als auch gestandene Leistungsträger sollen ihr Fett abbekommen.

Mehrere Quellen berichten Blick von Spielern innerhalb der Nati, die aufgrund seiner Ansagen verunsichert sein sollen oder sich nicht wohlfühlen im Camp. Dabei gehen die Einschätzungen von «Zu viel Negativität, die die Stimmung im Team beeinträchtigt» bis zu «Es geht in eine toxische Richtung». Es sind bemerkenswerte Einschätzungen, wenn man bedenkt, dass Xhaka in der Premier League während einer gesamten Saison Mitspieler, Fans und Experten als Führungsspieler begeisterte. Einer, der die Spieler rundum besser macht, der die jungen Spieler nicht nur fordert, sondern auch fördert und sich in stürmischen Zeiten auch mal schützend vor die Mitspieler stellt und diese aufbaut.

Was ist mit Xhaka los auf dem Platz?

Bei Sunderland glänzte Xhaka während der Saison allerdings nicht nur als Führungsspieler, sondern auch als Fussballer auf dem Platz. Taktgeber, Passmonster, Dirigent, der das gesamte Spiel lenkt und denkt. Auch in der Nati ist man auf diese Qualitäten angewiesen. Doch sowohl gegen Australien als auch – und besonders – gegen Katar hatte Xhaka nicht den gewohnten Einfluss als Regisseur der Mannschaft. Man könnte sogar sagen, dass die Leistung im Auftaktspiel gegen Katar zu den schwächsten der aktuellen Saison gehört und die unauffälligste im Nati-Dress seit dem Nations-League-Spiel in Serbien im Oktober 2024 war.

Als der Captain spürte, dass das Spiel während der zweiten Hälfte in die falsche Richtung geht, hätte er zweifellos die Qualität gehabt, in solch einem Moment Gegensteuer zu geben. Hat sich der 33-jährige Basler vielleicht selber zu viel Druck gemacht mit seinen Erwartungen vor der WM? Ist er vielleicht gar zu kritisch mit sich selbst? Oder ist es nur ein Ausrutscher – und wie es oft ist mit Xhaka: Wenn Kritik aufkommt, läuft er erst richtig heiss?

Ist Xhaka zu mächtig?

Es war zur Jahreswende im Winter 2023/2024, als Nati-Trainer Murat Yakin seinem Captain die Hand reichte und ihn seither in diverse Themen miteinbezogen hat, die eigentlich über die Kompetenzen eines Spielers hinausgehen. Das ging lange gut, sehr gut sogar. Xhakas Einfluss innerhalb des Verbands wurde dabei über die Jahre auch immer grösser, weshalb die Frage erlaubt sein darf, ob es überhaupt noch jemanden gibt beim SFV, der Xhaka in der aktuellen Situation bremsen kann. Einen Gegenpol gibts schon lange nicht mehr.

Xhakas Qualitäten als Spieler und Anführer sind unbestritten, doch im Mannschaftssport ist der Leader darauf angewiesen, dass ihm das Team folgt und an ihn glaubt. Deshalb darf sich Xhaka nicht zu hoch über das Team stellen. Doch im Umfeld der Nati wächst die Sorge, dass gerade das passieren könnte. Oder um mit Ikarus ein Beispiel aus der griechischen Mythologie zu wählen: Bei allen Qualitäten, allem Lob und Ehrgeiz muss Xhaka darauf achten, dass er nicht zu nahe an die Sonne fliegt. Sonst könnte aus Xhakas Traum, mit der Nati erneut Geschichte zu schreiben, ein Albtraum werden.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
1
0
1
2
Kanada
Kanada
1
0
1
3
Katar
Katar
1
0
1
4
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
1
2
3
2
Norwegen
Norwegen
2:1
1
1
3
3
Irak
Irak
1:2
1
-1
0
4
Senegal
Senegal
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
K.o.-Phase
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