Späte Wechsel waren Absicht
Mit diesem Trick knackte Nati-Coach Yakin Bosniens Abwehr

Murat Yakin wartet gegen Bosnien und Herzegowina absichtlich bis zum zweiten Hydration-Break, um seine Superjoker Manzambi und Vargas einzuwechseln.
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Die Schweizer Offensive um Breel Embolo hatte gegen Bosnien lange Mühe.
Foto: TOTO MARTI
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Lucas WerderReporter Fussball

Am Tag vor dem Duell mit der Schweiz hatte Sergej Barbarez (54) noch erklärt, er habe nichts gegen die an dieser WM eingeführten Hydration-Breaks. Möglich, dass der bosnische Coach seine Meinung nach der 1:4-Niederlage gegen die Nati aber geändert hat. Schliesslich steht es noch immer 0:0, als Schiedsrichter Joao Pinheiro nach etwa 70 Minuten zur Trinkpause pfeift. Und Bosnien und Herzegowina hat gerade seine beste Phase der gesamten Partie.

Doch dann bringt Murat Yakin (51) in der Trinkpause mit Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow endlich seine ersten drei neuen Spieler. Es ist der Knackpunkt in diesem Spiel. Manzambi trifft doppelt, Vargas einfach und Sow holt einen Penalty heraus, den Xhaka verwandelt. Weil auch Bosnien einmal trifft, erleben die Fans im Los Angeles Stadium am Ende die torreichste Schlussviertelstunde der WM-Geschichte!

Doch warum hat Yakin seine Superjoker nicht schon früher eingewechselt? «In der ersten Halbzeit hat der Gegner in der Hydration-Break das System gewechselt», so der Nati-Trainer. Nachdem Bosnien und Herzegowina zu Beginn mit einer Viererkette aufläuft, stellt Barbarez Mitte der ersten Halbzeit auf eine Fünferkette um. Danach hat die Schweizer Offensive deutlich mehr Mühe als noch in der Startphase.

Genau darum wartet Yakin nach der Pause bis zur Zwangspause, um seine ersten Wechsel vorzunehmen. «So kann der Gegner nicht selbst in der Hydration-Break darauf reagieren. Das war heute matchentscheidend», erklärt der Nati-Trainer seinen Schachzug.

Akanji ist kein Zwangspausen-Fan

Manuel Akanji findet aber trotzdem: «Ich bin weiterhin kein grosser Fan der Hydration-Breaks.» Der Nati-Verteidiger ist der Meinung, dass der Unterbruch vor allem spielstarken Mannschaften mit viel Ballbesitz nicht entgegenkommen würde. «Ich hatte schon gegen Australien und Katar das Gefühl, es nimmt das Momentum aus dem Spiel. Vor allem wenn wir einen Gegner dominieren, kann es diesem helfen, damit er taktische Veränderungen vornehmen kann», sagt Akanji.

Ihm sei völlig klar, dass die Fifa die Hydration-Breaks dafür nutze, den TV-Sendern die Möglichkeit zu geben, Werbung einzuspielen. «Um etwas zu trinken, reicht aber auch eine statt drei Minuten», so Akanji. Dieser Meinung war ein Tag zuvor auch schon Barbarez gewesen. Gegen die Schweiz hätte der bosnische Trainer in der zweiten Halbzeit trotzdem am liebsten komplett auf die WM-Neuheit verzichtet.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
2
3
6
2
Südkorea
Südkorea
2
0
3
3
Tschechien
Tschechien
2
-1
1
4
Südafrika
Südafrika
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
2
6
4
2
Schweiz
Schweiz
2
3
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
-3
1
4
Katar
Katar
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
1
1
3
2
Marokko
Marokko
1
0
1
3
Brasilien
Brasilien
1
0
1
4
Haiti
Haiti
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1
3
3
2
Australien
Australien
1
2
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
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1
Neuseeland
Neuseeland
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0
1
2
Iran
Iran
1
0
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3
Belgien
Belgien
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Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
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Uruguay
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2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
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Spanien
Spanien
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0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
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1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
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3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
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K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
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Österreich
Österreich
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2
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Jordanien
Jordanien
1
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4
Algerien
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1
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K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
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Kolumbien
Kolumbien
1
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3
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Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
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3
Portugal
Portugal
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4
Usbekistan
Usbekistan
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K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
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England
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3
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Ghana
Ghana
1
1
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Panama
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Kroatien
Kroatien
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K.o.-Phase
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