Ausgerechnet vor der abermals verpassten WM
Sieht so Italiens Fussball-Neuanfang aus?

Während die Wunden der dritten verpassten WM-Qualifikation noch längst nicht verheilt sind, senden die U17-Europameister und eine verjüngte A-Nati ein deutliches Signal: Italiens Fussball-Zukunft könnte wieder rosiger sein als seine jüngste Vergangenheit.
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Italien hat wieder einmal was zu feiern.
Foto: IMAGO/Mauri Levandi
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Ganz verarbeitet hat Italien die dritte verpasste WM-Qualifikation in Folge noch nicht. Die Wunde sitzt tief – und wird durch die Tatsache, dass das Turnier unmittelbar bevorsteht, in diesen Tagen wieder aufgerissen. Doch ausgerechnet jetzt gibt es am Fussballhimmel des vierfachen Weltmeisters einen Hoffnungsschimmer.

Am Sonntag krönt sich Italiens U17-Auswahl gegen Belgien zum Europameister – bereits zum zweiten Mal in Folge nach 2024. Nur wenige Stunden später gewinnt auch die A-Nati: Mit einem Startelf-Altersdurchschnitt von gerade einmal 21,4 Jahren schlägt sie Griechenland trotz gut 25 Minuten in Unterzahl. Zwei Erfolgserlebnisse, die zeigen: Das Fussballspielen haben sie in Italien keineswegs verlernt.

Einige Erfolge im Nachwuchsbereich

Die Zeit für radikale Massnahmen seien überfällig, meinte die italienische TV-Legende Fabio Caressa jüngst zu Blick. Damit meinte er vor allem eines: Die Klubs müssen ihren Eigengewächsen endlich mehr Vertrauen schenken. Genau daran mangelte es in den vergangenen Jahren.

Dabei fehlte es in Italien nie an Talenten. Neben den beiden U17-EM-Titeln gewann Italien 2023 auch die U19-EM. Doch der Schritt vom Nachwuchs- ins A-Team ist für die Spieler voller Hürden. Das Hauptproblem: Viele Talente werden für ihre «gavetta» – die harte fussballerische Lehre – in die unteren Ligen geschickt, während die Topklubs lieber auf bewährte Kräfte oder ausländische Spieler setzten. So schaffen es nur wenige der Junioren-Stars, sich nachhaltig auf höchstem Niveau zu etablieren.

Bleibt Baldini?

Jürgen Klinsmann meinte kürzlich, dass ein Spieler wie Lamine Yamal trotz seines aussergewöhnlichen Talents in der Serie A wohl nie so früh zum Zug gekommen wäre. Eine Aussage, der in Italien viele zustimmen.

Gerade deshalb werden die Auftritte der U17 und der verjüngten A-Nati als Signal verstanden. Vielleicht beginnt endlich jener Kulturwandel, auf den viele seit Jahren warten. Passend dazu werden nach den zwei Testspiel-Siegen gegen Griechenland und Luxemburg Stimmen laut, die Interimscoach Silvio Baldini (67) dauerhaft zum Commissario Tecnico machen wollen.

«Es hängt nicht von mir ab. Aber ich hoffe, ich habe gezeigt, dass ich nicht irgendein Dahergelaufener bin», sagte er dazu. Baldini galt schon immer als Trainer, der unbequeme Wahrheiten ausspricht und sich nicht scheut, jungen Spielern Verantwortung zu übertragen. Für diesen Zusammenzug berief er mit Ausnahme von Torhüter Gianluigi Donnarumma ausschliesslich Akteure, die höchstens 22 Jahre alt sind. Vielleicht ist das die Richtung, die Italiens Fussball nach Jahren des Stillstands einschlagen muss.

Viele interessante Namen

Denn dieses Wochenende hat gezeigt: Italiens Zukunft muss keine Düstere sein. Namen wie Pio Esposito (20), Honest Ahanor (18) oder Fabio Chiarodia (20) stehen stellvertretend für eine Generation, die das Gesicht der Squadra Azzurra von morgen prägen könnte. Dazu kommen die frischgebackenen U17-Europameister, die bereits an die Tür der Profis klopfen.

Nun liegt es an den Klubs und Verantwortlichen, ihnen den Weg nicht länger zu versperren. Sonst droht Italien, trotz aller Talente, erneut in dieselben Fehler zu laufen und sogar eine vierte WM zu verpassen.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
K.o.-Phase
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