Kult-Reporter warnt schon 2014 vor Zerfall des italienischen Fussballs
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«Wir müssen es jetzt ändern!»:Caressa prophezeit 2014 Zerfall des italienischen Fussballs

«Er hätte längst abdanken müssen»
TV-Legende erklärt Italiens WM-Debakel

Fabio Caressa spricht im Gespräch mit Blick Klartext: Nach dem erneuten WM-Aus Italiens fordert die TV-Legende den Rücktritt von Verbandspräsident Gravina und radikale Reformen im italienischen Fussball.
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Das ist nicht zum Hinschauen. Italien verpasst zum dritten Mal in Folge eine WM.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Italiens TV-Legende Fabio Caressa kritisiert WM-Aus und fordert radikale Reformen
  • Er beklagt mangelnde Nachwuchsförderung und schlechte Infrastruktur im italienischen Fussball
  • Zahlreiche Jugendliche: Keine WM mit Italien erlebt, seit 2018 nicht qualifiziert
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

«Adesso basta» – jetzt reichts. Die italienische TV-Legende Fabio Caressa (58) nimmt einen Tag nach dem erneuten Verpassen der WM kein Blatt vor den Mund. «Niemand kann sich der Verantwortung entziehen, schon gar nicht Verbandspräsident Gabriele Gravina. Wer sich zweimal nicht für eine WM qualifiziert und bei einer EM scheitert, muss gehen. Eigentlich hätte er schon unmittelbar nach Spielschluss abdanken müssen.»

Caressa kennt in Italien jeder. Er war nicht nur die langjährige italienische Stimme im Fifa-Videospiel, sondern begleitet seit vielen Jahren die Squadra Azzurra für Sky. An der WM 2006 kommentierte er alle Spiele Italiens – und viele Erinnerungen daran sind unvergessen. Mit Sprüchen wie «Beppe (Anm. der Red.: Bergomi), wir gehen nach Berlin» beim Einzug ins Finale oder «Umarmt euch, habt euch lieb, schaut euch um, wo ihr seid, an diesen Moment werdet ihr euch für immer erinnern», als Fabio Grosso den entscheidenden Penalty verwertete, hat er sich in die Herzen der Fans gesprochen.

«Das hat mich sehr traurig gemacht»

Doch diese Zeiten sind vorbei – und Caressa weiss das nur zu gut. Schon 2014 warnte er unmittelbar nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Brasilien: «Unser System ist das Problem. Machen wir so weiter, müssen wir uns auf mindestens zehn Jahre Erfolglosigkeit einstellen.» In Italien wird Caressa deshalb inzwischen auch als Orakel bezeichnet.

Stolz ist er darauf keineswegs. «Es ist tragisch», sagt er und erzählt von Nachrichten seines Sohnes und Neffen, die er in der Nacht auf Mittwoch erhielt. «Sie sind 17 und 14 und schrieben mir, dass sie in ihrer Jugend nie eine WM mit Italien erleben werden. Das hat mich sehr traurig gemacht. Zu meiner Zeit war eine WM im Sommer das Grösste.»

Italiens Fussball steckt seit Jahren fest

So bitter das wiederholte WM-Aus für Italien auch ist – überraschend kommt es nicht. In den letzten Jahren wurde zu wenig getan: Die Infrastruktur liegt im europäischen Vergleich immer noch auf einem teils unterirdischen Niveau, und die Nachwuchsarbeit stagniert. Ein 22-Jähriger gilt in Italien immer noch als sehr jung. Zwei zentrale Probleme.

Caressa sagt es deutlich: «Fussball in Italien ist der Inbegriff von Immobilität. In einer Welt, die sich so schnell verändert, müssten wir Vorreiter sein. Stattdessen haben wir jahrelang stillgestanden und gedacht, dass wir schon irgendwie ans Ziel kommen.»

«Es braucht einen Macher»

Die Zeit für radikale Massnahmen ist überfällig. «Es braucht einen Macher», fordert Caressa. Als Nachfolger von Gravina brauche man einen Verbandschef, der aus dem Sport kommt – einer, der nicht nur redet, sondern Reformen plant und umsetzt, angefangen bei der Liga-Grösse. «Einer, der sich fragt, wie man Ausbilder entwickelt, nicht nur Trainer. Denn Ergebnisse im Nachwuchs interessieren längst niemanden mehr. Entscheidend ist, Spieler auszubilden. Der Fokus muss darauf liegen, sie technisch zu schulen, nicht nur taktisch.»

Das sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. «Ich sehe zu oft, dass Nachwuchstrainer an ihre eigene Karriere denken und nicht an die Entwicklung der Spieler. Das darf nicht sein», poltert Caressa. Darunter leide letztlich das gesamte Fussballsystem.

Hilfe von der Politik

Während im Fussball vieles stockt, klappt es in anderen Sportarten besser: Dort profitieren junge Athleten von Förderprogrammen von klein auf, erklärt Caressa. Im Fussball sei das anders: Hier müsse man oft viel Geld zahlen, um überhaupt bei einem Klub mit einem gewissen Standing aufgenommen zu werden.

Deshalb hofft Caressa auch auf die Politik. Italien ohne Fussball sei unvorstellbar, aber es verkomme zur traurigen Realität. In manchen Städten gibt es auf öffentlichen Plätzen mittlerweile sogar Verbotsschilder fürs Kicken. «Wir brauchen wieder mehr Fussballplätze – und wenn es nur einfache Plätze auf Zementboden sind. Hauptsache, sie haben Raum für Fussball.» Andernfalls, warnt er, riskiere man, eine ganze Generation an andere Sportarten zu verlieren – und damit auch die Fans von morgen. 

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
Mexiko
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0
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2
Südafrika
Südafrika
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0
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Frankreich
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Senegal
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Irak
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Gruppe K
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
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England
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Kroatien
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Ghana
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Panama
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