Es ist die Überraschung der WM-Playoffs: Bosnien-Herzegowina, in der Fifa-Weltrangliste auf Rang 65 klassiert, kegelt das zwölftplatzierte Italien raus und schickt die «Squadra Azzurra» mit der dritten verpassten Endrunde in Folge ins Tal der Tränen.
Entscheidend ist dies auch für die Schweiz: Als Gewinner des Playoff-Pfads A wird Bosnien der Schweizer Gruppe B zugeteilt – und macht diese damit zumindest nominell zur schwächsten der zwölf WM-Gruppen des kommenden Sommers.
Denn: Zählt man die aktuellen Weltranglisten-Positionen der vier Nationen zusammen, kommt man auf eine Summe von 169 – der höchste Wert aller Gruppen. Die Schweiz ist auf Platz 19 noch am besten klassiert, wobei Kanada (30) immerhin mithalten kann. Katar (55) und eben Bosnien liegen noch ein gutes Stück dahinter.
Todesgruppe I
Die Differenz zu den anderen Gruppen ist beträchtlich. Der nächstniedrigere Wert in dieser Kategorie beträgt 149, wobei gleich zwei Gruppen auf diese Summe kommen: einerseits die Gruppe E mit Deutschland (10), Curaçao (82), der Elfenbeinküste (34) und Ecuador (23), anderseits die Gruppe H mit Spanien (2), Kap Verde (69), Saudi-Arabien (61) und Uruguay (17).
Den geringsten Wert erhält die Gruppe I, die durchaus als Todesgruppe dieser Endrunde bezeichnet werden kann: Die Weltnummer 1 Frankreich, Afrika-Cup-Finalist Senegal (14), der Irak (57) und Quali-Überraschung Norwegen (31) kommen in dieser Kategorie auf einen Wert von 103. Die vier Nationen sind also durchschnittlich um über 16 Positionen besser klassiert als die Teams der Schweizer Gruppe.
Natürlich ist die Weltrangliste der Fifa nur bedingt aussagekräftig – über ein Weiterkommen entscheiden die Spiele an der WM selbst. Klar ist aber schon jetzt: Über mangelndes Losglück kann sich die Schweiz sicherlich nicht beklagen.