«Bin das Risiko eingegangen und es ist voll aufgegangen»
3:20
Fassnacht über Verletzungspech:«Bin das Risiko eingegangen und es ist voll aufgegangen»

YB bastelt an der Zukunft
Meister-Held weg – und Sanches als Schlüssel zum Neustart?

Die x-te Analyse, weshalb YB diese Saison derart schwach war, kann man sich sparen. Schauen wir vorwärts. Und auf den Fakt, dass die WM-Ausbootung von Alvyn Sanches für die Berner auch Gutes haben kann.
Kommentieren
1/7
Neben Heinz Lindner (2. v.l.) und Yan Valery (2. v.r.) hat Chief Sports Christoph Spycher (r.) auch Assistent Zoltan Kadar (l.) verabschiedet.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_AUTOR_718.JPG
Alain KunzReporter Fussball

Das letzte Spiel der Saison war nicht seines. Wie auch? Kurz zuvor erfährt Alvyn Sanches (23), dass er es nicht ins WM-Kader geschafft hat. Eigentlich aus dem Nichts.

Es war jedenfalls im Wankdorf weder aufseiten von YB noch von Sion jemand zu finden, der nicht mit Unverständnis auf den Entscheid von Murat Yakin reagierte. Grundtenor: Der Junge hat etwas, das andere nicht haben. Und er kann ein Spiel entscheiden.

Wie auch immer. Lassen wir den Aspekt Nationalmannschaft aussen vor und betrachten diese Ausbootung aus YB-Sicht. Und da kann sie durchaus etwas Gutes haben. Denn ohne WM hat Sanches keine Sommer-Plattform, auf der er sich den Grossklubs präsentiert. Bedeutet: Die Chance, dass er noch eine Saison in Bern bleibt und ein Teil des Projekts und der Mission von Coach Gerardo Seoane «Make YB Great Again» wird, ist massiv gestiegen. Mit einer vollständigen Vorbereitung, die ihm letzte Saison wegen seines Kreuzbandrisses fehlte, wird er ein ganz anderes Level erreichen als diese Spielzeit.

Vielleicht kommt es aber erstens anders, und zweitens als man denkt. Nicht aber in den Fällen Lindner und Valery. Dass Ersatzgoalie Heinz Lindner (35) den Klub wohl verlassen würde, wurde schon länger herumgereicht. Auch, dass der FCZ Interesse habe. Nun ist der Österreicher weg. Wie auch Yan Valery, die Leihgabe von Championship-Absteiger Sheffield Wednesday. Obwohl dieser keine schlechte Visitenkarte abgegeben hat. Ist damit alles angerichtet für eine Rückkehr von Eigengewächs Lewin Blum, falls Charleroi die Option auf den Rechtsverteidiger, der zuletzt unbestrittener Stammspieler war, nicht einlöst?

Imeri wird nicht zu YB zurückkehren

Apropos Rückkehr: Auch Kastriot Imeris Leihvertrag in Thun läuft aus. Bedeutet: Wenn der Meister seinerseits die Option auf den Genfer nicht zieht, ist er automatisch zurück bei YB. Die rund 1,2 Millionen Franken, die Imeri kostet, sind für Thun sehr, sehr viel Geld. Vielleicht zu viel. Allerdings ist eine Rückkehr nach Bern nach all den schlechten Erinnerungen, die Imeri an diese Arbeitsstätte hat, auch keine Option. In diesem Fall wären Imeris Berater gefordert.

Und Chris Bedia, der Zweite der Torschützenliste? 17-mal hat der Ivorer eingenetzt. Aber YB hat die Option auf ihn immer noch nicht gezogen. Nun, der Plan, ihn nach einem Kauf sofort wieder zu verkaufen, ist bisher nicht aufgegangen. Mangels Interessenten. Bedias Alter – er ist soeben dreissig geworden – schreckt wohl viele ab. Womit die Chancen auf einen Kauf gesunken sind. Im Kader von Seoane hätte er ohnehin keine Rolle gespielt, setzt dieser doch auf Samuel Essende, der gegen Sion sein viertes Tor in den letzten zwei Spielen gebucht hat.

Kurze spanische Ferien für Seoane

Nun macht der Coach erst mal ein bisschen Ferien. Es geht mit der Familie an die Wärme, in seine zweite Heimat nach Spanien. Jedoch nur kurz. «Aber in den nächsten zehn Tagen wird es wieder so weit sein, dass man sich in die Vorbereitung für die neue Saison begibt», so Seoane. «Wir freuen uns jedenfalls darauf, weil wir wissen, dass wir einiges gutzumachen haben. Wir können keine Resultate versprechen, aber wir können versprechen, alles daranzusetzen, dass es besser wird.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Meistgelesen