Darum gehts
- FC Thun gewinnt Super League, FC Winterthur vor Abstieg, Spannung bleibt
- Rilind Nivokazi mit 13 Toren auf Kurs für Walliser Torschützenkönig
- FC Zürich und St. Gallen kämpfen um Rüpelmannschaft-Titel
Die Meisterschaft in der Super League ist entschieden. Der FC Thun feiert den historischen Titel und auch der Abstiegskampf ist quasi entschieden – Winterthur bräuchte fast schon ein Wunder und GC scheint als sicherer Barragist festzustehen. Droht jetzt nun die gähnende Langeweile in der Super League? Mitnichten! Um diese fünf heissen Kämpfe geht es in dieser Spielzeit noch:
Wer kommt nach Europa?
Durch die 0:1-Niederlage am Sonntag haben sich die Young Boys schon vorzeitig selbst aus dem heissesten Kampf verabschiedet. Um die europäischen Plätze kämpfen derzeit vor allem noch der FC Basel und der FC Sion – wobei die Walliser die Nase leicht vorne haben. Beide Teams können aber nicht mehr aus eigener Kraft auf die garantierten Europaplätze vorstossen. Allerdings reicht im Falle eines St. Galler Cupsiegs auch der vierte Rang für das internationale Geschäft. So sagte Didier Tholot nach dem 3:0-Sieg in St. Gallen: «Wir sind der grösste St.-Gallen-Fan im Cupfinal.»
Gibts den ersten Walliser Torschützenkönig seit 1985?
Dass Sion im Kampf um Europa involviert ist, liegt zum einen an der stabilen Defensive, zum anderen auch an Rilind Nivokazi (26). Der Stürmer der Walliser traf vor allem zu Beginn der Saison regelmässig. Danach folgte im Dezember bis Ende Februar eine Durststrecke, die der Kosovare mit einem Hattrick gegen YB beendete. 13-mal netzte der Stürmer diese Saison schon ein, nur dreimal weniger als YB-Joker Chris Bedia. Beim 30-Jährigen ist derzeit aber Sand im Getriebe. Er kommt seit der Verpflichtung von Samuel Essende im Winter nur noch zu Teileinsätzen. Die perfekte Gelegenheit also für Nivokazi, die Torjägertrophäe wieder einmal zurück ins Wallis zu holen. Zuletzt gelang das Dominique Cina – 1985!
Erfüllt sich Fricks Versprechen?
«Ich möchte ihm dazu verhelfen, der beste Skorer in der Liga zu werden. Er hat sich das verdient. Er ist ein aussergewöhnlicher Spieler», versprach FCL-Trainer Mario Frick seinem Mittelfeldmotor Matteo Di Giusto. Der 25-Jährige spielt eine überragende Saison: Mit 12 Toren und 12 Assists ist er der Topskorer der Liga. Sein ärgster Verfolger derzeit ist Christian Fassnacht – dem YB-Flügel fehlen aber zwei Skorerpunkte, um mit Di Giusto gleichzuziehen. Besonders bitter für Fassnacht: Derzeit plagt ihn eine Verletzung im Kampf um den Topskorertitel. Noch drei Spiele fehlen Di Giusto, damit sich das Versprechen seines Trainers erfüllt.
Wer wird die Rüpelmannschaft der Liga?
Dass der FC Thun eine unbequeme Mannschaft ist, ist längst bekannt. Gemeinsam mit St. Gallen begehen die Berner Oberländer die meisten Fouls (546). Trotzdem schaffen es die Thuner, vergleichsweise wenig Karten zu holen (78 Gelbe, 5 Rote). Anders sieht das bei den Espen aus. Diese haben bereits 96 Karten kassiert. Nur eine Mannschaft macht ihnen den Rüpeltitel strittig: der FC Zürich. Die Zürcher kommen sogar auf zwei Karten mehr als der FCSG. Die fairste Mannschaft ist übrigens der FCB. Die Basler kommen auf nur 62 Karten.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |












