«Die können mich gerne beleidigen – ich lache zurück»
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FCSG-Gaal zur Rudelbildung:«Die können mich gerne beleidigen – ich lache zurück»

«Wir sind katastrophal»
So lief die St. Galler Kabinen-Predigt wirklich ab

Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit des FCSG gegen Luzern wird es in der Kabine laut. Verteidiger Jozo Stanic ergreift das Wort – mit Erfolg: Dank Aliou Baldé holen die Espen ein 2:2-Unentschieden.
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Jozo Stanic und Zigi feiern einen Punktgewinn in Luzern.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Eine einzige Tür trennt in der Swissporarena die Gästekabine vom Medienraum. Wird drinnen laut gesprochen, ist draussen jedes Wort zu hören. So auch in der Pause des Rivalenduells zwischen St. Gallen und Luzern nach einer sehr schwachen ersten Halbzeit der Espen. «Das kann nicht sein. Wir sind katastrophal», ist deutlich zu vernehmen.

Wer es war? «Meine Stimme war das nicht», stellt Trainer Enrico Maassen (42) klar. Das Wort «katastrophal» habe er nicht verwendet. «Ich habe den Spielern gesagt, dass wir uns anders präsentieren müssen, wenn wir in der Tabelle oben bleiben wollen – unabhängig davon, in welcher Konstellation wir spielen.»

Kabinenansprache wirkt

Doch wer von den vielen deutschsprachigen FCSG-Akteuren hat also den Katastrophen-Satz ausgesprochen? Es bleibt bis zuletzt offen. Auch wenn Innenverteidiger Tom Gaal (23) etwas Einblick in die Pausenansprache gibt: «Heute war es Jozo (Anm. d. Red.: Stanic), der einmal laut geworden ist.» Dieser bestätigt: «Manchmal braucht es das. Es muss nicht in jedem Spiel sein, aber zuletzt war es lange ruhig. Heute hat es geholfen.»

Tatsächlich zeigt sich der FCSG nach der Kabinenansprache deutlich verbessert. Dank Doppeltorschütze Aliou Baldé (23), der in der zweiten Halbzeit auf dem Flügel spielt, sichern sich die Ostschweizer noch einen Punkt – sehr zum Ärger der Luzerner, die einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand geben. Entsprechend wird es in den Schlussminuten und auch nach dem Schlusspfiff noch einmal hitzig – wie so oft in diesem Duell in der jüngeren Vergangenheit.

Nun folgt das Cup-Halbfinal

So geraten etwa FCSG-Verteidiger Gaal und Luzerns Adrian Bajrami (24) aneinander. «Provokationen gehören dazu. Mir kann man vieles an den Kopf werfen, von mir kommt da aber nichts zurück. Ich habe nur zurückgelächelt. Aber ein bisschen Emotion am Schluss sind auch geil», sagt Gaal zur Szene.

Nun richtet sich der Fokus beim FCSG auf den Cup-Halbfinal gegen Yverdon. «Es ist ein Do-or-Die-Spiel. Wir wollen mit unseren Fans Ende Mai nach Bern. Uns erwartet jetzt aber ein sehr gefährlicher Gegner.» Ähnlich sieht es Maassen: «Wir sind wettbewerbsübergreifend seit 14 Spielen ungeschlagen. Das ist aber keine Garantie, dass wir auch gegen Yverdon gewinnen. Es wird ein schwieriges Spiel.» Letztlich wünschen sich die Ostschweizer, dass sie wie in Luzern am Ende erneut mit einem Lächeln vom Platz gehen. «Wir hoffen es», sagt Gaal.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
2
Servette FC
Servette FC
33
0
40
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
4
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
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