Winti-Coach Rahmen vor dem Abstiegs-Showdown gegen GC
«Wir werden auch am Sonntag Letzter sein, aber ...»

Bleibt Patrick Rahmen (57) auch bei einem Abstieg FCW-Trainer? Ist Winti im Abstiegsknüller gegen GC Favorit? Und wie hält man das Winterthurer Monsterkader bei Laune? Coach Patrick Rahmen verrät es im Interview.
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Blick: Patrick Rahmen, Sie haben den Ostermontag im Kreis Ihrer Familie verbracht. Können Sie in solchen Momenten abschalten? Oder ist die Niederlage vom Karsamstag gegen Lausanne noch präsent?
Patrick Rahmen:
Komplett abschalten kannst du sowieso nicht, das ist klar. Unsere ganze Situation im Abstiegskampf ist eine Herausforderung. Aber trotzdem braucht es die Momente mit meiner Familie.

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FCW-Trainer Patrick Rahmen: Schafft er ein zweites Winti-Wunder?
Foto: keystone-sda.ch

Wie viele Personen aus Ihrem Umfeld haben in den vergangenen Tagen wegen Tickets für das GC-Spiel angefragt? Der Ansturm soll riesig sein.
Das kann ich bestätigen. Viele Fans und Personen haben auf unterschiedlichsten Wegen versucht, an Tickets zu kommen. Da mussten wir einige Leute enttäuschen. Doch die Schützi ist voll, und wenn sie voll ist, gibt es keine Tickets mehr – egal für wen.

Was erwarten Sie für eine Stimmung?
Das Publikum ist generell Wahnsinn in Winterthur. Wenn die Fans sehen, dass die Mannschaft alles gibt, ist die Unterstützung auch bei Niederlagen sehr gross. Das hat uns in den letzten Monaten immer wieder extrem geholfen. Wir spüren, dass bei allen der Glaube an den Klassenerhalt immer noch da ist, deshalb bin ich überzeugt, dass die Fans am Samstag ein wichtiger Faktor sein werden.

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«Wir würden auch bei einer Niederlage noch nicht aufgeben»
Rahmen über den heissen Match gegen GC
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Haben Sie das GC-Debakel gegen Sion am Ostermontag geschaut?
Ja.

Alain Sutter sagt, Winterthur ist klarer Favorit. Eine ungewohnte Bezeichnung für Ihr Team in dieser Saison.
Es ist normal und nachvollziehbar, dass solche Aussagen bewusst gewählt werden, um zu versuchen, gewisse Dynamiken zu beeinflussen. Jeder hat seine eigenen Wege und Strategien. Unsere ist es, uns voll auf uns selber und das Spiel zu fokussieren.

Vielleicht sind Sie aber tatsächlich Favorit. Ihre Mannschaft hat in den letzten Wochen überzeugt, Konkurrent GC hingegen befindet sich im freien Fall.
In der Situation, in der wir uns befinden, geht es nicht darum, wer Favorit ist. Das Spiel am Samstag beginnt bei 0:0. Wir dürfen aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen nicht davon ausgehen, dass das Spiel automatisch für uns laufen wird. Wichtig ist, dass wir so spielen wie in den letzten Wochen. Und dass wir uns auch resultatmässig wieder belohnen. Grundsätzlich geht die Tendenz bei uns klar aufwärts, und das gibt uns Selbstvertrauen.

Ist der Abstieg besiegelt, wenn Sie verlieren?
Unser Fokus ist nur darauf, dieses Spiel zu gewinnen. Und wir sind überzeugt, dass wir das können.

Bei einer Niederlage wären es aber wieder acht Punkte, fast unmöglich aufzuholen.
Es würde die Situation sicher noch schwieriger machen, aber auch dann würden wir nicht aufgeben.

Patrick Rahmen persönlich

Patrick Rahmen wurde am 3. April 1969 in Basel geboren. Er folgte dem Vorbild seines Vaters Bruno, der zehn Jahre für den FCB spielte, und wurde ebenfalls Fussballprofi. «Päti» spielte für Basel, YB, Delémont und Solothurn. In seiner Trainerlaufbahn war er in Dornach, im FCB-Nachwuchs, beim HSV (als Assistent und im Nachwuchs), in Biel, Luzern (als Assistent), Aarau, Basel, der Schweizer U21-Nati, Winterthur und YB tätig. Seit 22. Oktober 2025 steht er wieder auf der Schützenwiese an der Seitenlinie.

Patrick Rahmen wurde am 3. April 1969 in Basel geboren. Er folgte dem Vorbild seines Vaters Bruno, der zehn Jahre für den FCB spielte, und wurde ebenfalls Fussballprofi. «Päti» spielte für Basel, YB, Delémont und Solothurn. In seiner Trainerlaufbahn war er in Dornach, im FCB-Nachwuchs, beim HSV (als Assistent und im Nachwuchs), in Biel, Luzern (als Assistent), Aarau, Basel, der Schweizer U21-Nati, Winterthur und YB tätig. Seit 22. Oktober 2025 steht er wieder auf der Schützenwiese an der Seitenlinie.

Anders gefragt: Winterthur hatte in den vergangenen Monaten nie etwas zu verlieren. Jetzt aber schon. Welchen Unterschied macht das?
Wir sind seit Beginn der Saison ganz unten in der Tabelle und werden es auch am Sonntag sein. Doch wir können den Abstand verringern und den Druck erhöhen. Unser Mindset ist klar: Wir haben noch zwei Spiele und haben es somit immer noch in den eigenen Füssen. Das wollen wir nutzen.

Es ist das wichtigste Spiel der bisherigen Saison für Winterthur. Spüren Sie die spezielle Anspannung bei den Spielern? Haben Sie besondere Massnahmen getroffen?
Wir haben unsere Abläufe nicht auf den Kopf gestellt für dieses Spiel. Wir haben an unserem Plan gearbeitet und intensive Gespräche mit den Spielern geführt, wie in den letzten Wochen auch. Aber natürlich haben wir uns Gedanken gemacht über den Gegner, der zuletzt mehrere Anpassungen gemacht hat, und wir wollen vorbereitet sein auf alle Eventualitäten.

Haben Sie die individuellen Fehler, die zur Niederlage gegen Lausanne geführt haben, angesprochen?
Den ersten Treffer kassieren wir 20 Sekunden vor Ablauf der Nachspielzeit, weil wir den Ball zu leicht hergeben und dann nicht konsequent genug verteidigen. Das darf uns nicht passieren. Und beim zweiten Tor haben wir Pech, dass Lukas Mühl draussen ist, weil seine Schuhbändel gerissen sind. Dass dann auch noch ein solcher Prachtsschuss kommt, ist ebenfalls unglücklich. Ansonsten aber haben wir nicht viel zugelassen. Umso ärgerlicher, dass wir ohne Punkte nach Hause fahren.

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«Der Klub hat klare Pläne für alle Szenarien»
Rahmen über die Zukunft in Winterthur
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Der FCW hat ein Monsterkader. Wie schwierig ist es, alle bei Laune zu halten?
Wir hatten in dieser Saison wegen vieler Ausfälle auch schon von unserem grossen Kader profitiert. Aber klar, es ist herausfordernd, an jedem Wochenende sechs, sieben Spielern zu sagen, dass sie nicht im Kader stehen. Trotzdem ist es wichtig, dass jeder mitzieht.

Gibt es Ersatzspieler, die aufbegehren?
Nein, darum möchte ich allen ein grosses Kompliment machen. Es gibt keinen, der sich hängen lässt. Mir ist bewusst, dass es für viele nicht einfach ist, zumal es resultatmässig nicht läuft und jeder helfen möchte. Wichtig ist, dass man den Spielern seine Gedanken in Einzelgesprächen erklärt und sie nicht einfach in die Ecke stellt.

Einer, der wieder zurück ist und gute Leistungen zeigt, ist Loïc Lüthi, der letztes Jahr zu den wichtigen Spielern in der finalen Phase gehörte, doch in dieser Saison monatelang ausgefallen ist.
Fairerweise muss man sagen, dass er ohne Verletzung gar nicht mehr bei Winterthur spielen würde. Doch wir sind sehr glücklich über seine Rückkehr. Nicht nur aufgrund seiner Leistungen, Qualität und Präsenz, sondern auch für ihn persönlich, dass er wieder unbeschwert Fussball spielen kann.

Vor einem Jahr schaffte Winti trotz auswegloser Situation noch den Klassenerhalt. Wie sehr hilft der Gedanke an die Wunderwende?
Das hilft. Aber der Glaube an den Ligaerhalt ist auch so da. Und das, obwohl wir im Februar fünf Spiele am Stück verloren haben, sind wir immer noch im Rennen.

Was passiert mit Ihnen, wenn es doch zum Abstieg kommen würde?
Bei meiner Rückkehr haben wir klar kommuniziert, dass der Weg ligaunabhängig gemeinsam in die Zukunft geht. Bis heute hat sich daran nichts verändert. Der Klub hat klare Pläne für alle Szenarien, aber der Fokus ist aktuell nur auf das Jetzt und die Super League.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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