Der FCZ torkelt dem Saisonende entgegen. Bloss 10 von 34 Spielen gewonnen, bloss 45 Tore erzielt – und sagenhafte 40 (!) Punkte Rückstand auf Leader Thun. Nur weil GC und Winterthur noch heftiger rumgurken, geht der FCZ mit sieben Punkten Vorsprung auf den Barrageplatz in die verbleibenden vier Spiele.
Gleichzeitig laufen die Planungen für die nächste Saison auf Hochtouren. Sechs Verträge laufen im Juni aus. Bei Matthias Phaëton und Nelson Palacio hätte der FCZ eine Kaufoption, wird diese aber kaum ziehen. Weil man sich die Millionensummen, die Ex-Sportchef Milos Malenovic ausgehandelt hat, nicht leisten kann und will.
Palacio soll rund drei Millionen kosten. Und Phaëton hat zwar gute Anlagen, stand zuletzt nach Zwangspause und Verbannung auf die Tribüne wieder in der Startelf, doch die Zeichen stehen auf Abschied.
Abwehrchef Hack schon wieder vor dem Absprung
Auch Juan José Perea, Alexander Hack, Ivan Cavaleiro, Valon Berisha und Sebastian Walker haben auslaufende Verträge. Priorität dürfte vor allem die Verlängerung mit Eigengewächs Walker haben. Auch Berisha könnte bleiben. Er ist beliebt in der Kabine, und der Klub will sicher drei, vier Ü30-Spieler im Kader für eine erfahrene Achse. Alexander Hack wurde derweil überraschend für Vertragsverhandlungen freigestellt am vergangenen Samstag – für den deutschen Abwehrchef könnte das Zürcher Abenteuer nach zehn Spielen also bereits wieder beendet sein.
Ansonsten ist jene Karte Trumpf, die den FCZ bereits in dieser Saison auszeichnet: die Jugend. In der Youth-Trophy der Swiss Football League (SFL) liegt der FCZ auf dem ersten Platz. 6588 Spielminuten haben die Zürcher Eigengewächse in dieser Saison absolviert. Mehr als die Hälfte davon gehen aufs Konto von Cheveyo Tsawa und Silas Huber. Beide könnten den Klub im Sommer verlassen.
Millioneneinnahmen dank Tsawa, Huber und Keny
An Tsawa sollen unter anderem Benfica Lissabon und Sassuolo in der Serie A interessiert sein. Bereits im Winter buhlte der designierte Serie-A-Absteiger Pisa heftig um den Ostschweizer, dieser aber sagte ab. Weil er die Saison beim FCZ beenden wollte, ehe er den Schritt ins Ausland wagt. Dasselbe gilt für Huber, der im Winter ebenfalls schon das Interesse in- und ausländischer Vereine weckte und dem eine grosse Zukunft zwischen den Pfosten nachgesagt wird. Die überraschende Degradierung Hubers dürfte die Interessenten jubeln und den Preis sinken lassen.
Hinzu kommt Bledian Krasniqi, der seine Chance nach dem Abgang von Steven Zuber aus Sicht des Klubs nicht nutzen konnte und wie Phaëton zwischenzeitlich auf die Tribüne verbannt wurde von Ex-Trainer Dennis Hediger. Das Eigengewächs Krasniqi hat noch ein Jahr Vertrag. Der FCZ muss also verkaufen oder verlängern. Gleichzeitig soll der 24-Jährige von der halben Liga umgarnt werden.
Auch Stürmer Philippe Keny, einer der einzigen offensiven Zürcher, die in dieser Saison überzeugen konnte, wird den Verein wohl verlassen. Und dem FCZ ein hübsches Sümmchen in die Kassen spülen.
Erfahrener Mittelfeldspieler auf der Einkaufsliste
Geld, das die Zürcher unter anderem dafür brauchen, die Millionenlöcher zu stopfen, die Jahr für Jahr vom Ehepaar Canepa zugebuddelt werden. Und darüber hinaus soll das Kader punktuell verstärkt werden. Priorität hat die Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler mit Erfahrung, der die zahlreichen jungen Talente aus der eigenen Akademie anführen soll.
Erfahrung hat auch der neue Trainer genug. Knapp 30 Jahre ists her, seit Marcel Koller beim FC Wil sein erstes Traineramt übernommen hat. Überall, wo er war, hat er seine Spuren hinterlassen, Titel geholt, Geschichte geschrieben, sich unsterblich gemacht. Ob ihm das auch mit dem FCZ gelingen wird?
Dass Koller ein Mann ist, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt, hat er in der Vergangenheit bewiesen. Beim FCB holte er 2019 den Cup, obwohl der Verein unter dem damaligen Präsidenten Bernhard Burgener im Chaos versank. Bei Al-Ahly, einem der verrücktesten Vereine der Welt, forderten die Fans nach jeder Niederlage seinen Kopf. Koller blieb cool und holte in zwei Jahren elf Titel.
Von solchen Erfolgen ist sein neuer Arbeitgeber weiter entfernt als vom Stadionneubau.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |
