«Mich nerven die ständig negativen Reaktionen»
FCZ-Canepa reagiert auf Fan-Kritik nach Koller-Verpflichtung

Nachdem zahlreiche FCZ-Anhänger ihrem Unmut darüber freien Lauf gelassen haben, dass GC-Legende Marcel Koller im Sommer das Traineramt beim FC Zürich übernimmt, reagiert nun FCZ-Präsident Ancillo Canepa auf die jüngsten Fan-Kritiken.
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FCZ-Präsident Ancillo Canepa reagiert auf die jüngsten Fan-Kritiken hinsichtlich der Verpflichtung von Trainer Marcel Koller.
Foto: Pius Koller
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Als der FC Zürich am Dienstag verkündete, dass GC-Legende Marcel Koller (65) zur kommenden Saison das Traineramt übernimmt, waren nicht alle aus der FCZ-Fanszene glücklich darüber – einige machten ihrem Ärger auch beim Trainingsgelände Luft. Die Situation weckt Erinnerungen: Im Januar 2025 verpflichtete man GC-Bub Steven Zuber (34), der bei den Grasshoppers ausgebildet worden war und auf Social Media seine Liebe zum Klub einst mit «Einmal Hopper, immer Hopper» dokumentierte. Auch damals gab es reichlich Protest der FCZ-Anhänger.

Canepa: «Mich nerven die ständig negativen Reaktionen»

Auf der offiziellen Homepage der Stadtzürcher meldet sich nun FCZ-Präsident Ancillo Canepa (72) in seinem Editorial und nimmt aktiv Stellung zu den jüngsten Fan-Reaktionen: «Im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Cheftrainer Marcel Koller haben, einmal mehr, einige Fans kritische Kommentare in Bezug auf die frühere Tätigkeit einer Neuverpflichtung abgegeben. In der Schweiz herrscht Meinungsfreiheit, das respektiere ich. Dennoch nerven mich die ständig negativen Reaktionen, wenn jemand allein aufgrund seiner vergangenen Klub-Zugehörigkeit beim FCZ nicht willkommen sein soll.»

Denn wie Canepa erklärt, stünden bei der Auswahl von Personal die fachliche Kompetenz und persönliche Integrität im Vordergrund – nicht etwa die sportliche Vita. Koller erfülle diese zwei fundamentalen Kriterien par excellence. Ihm seine schon Jahrzehnte zurückliegende GC-Vergangenheit vorzuhalten, bezeichnet Canepa als «schlicht absurd.» Man solle vielmehr stolz darauf sein, dass sich eine Persönlichkeit seiner Klasse dafür entschieden habe, «den FC Zürich in seiner künftigen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.»

Mit einer Schluss-Message richtet sich Canepa an die kritischen Stimmen: «Im Zentrum steht der FCZ – nicht individuelle Empfindlichkeiten.» Damit unterstreicht er, was er bereits zu Beginn seines Editorials festhält: Niemand steht über dem Verein.

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