Darum gehts
- FC Lugano zieht im Sommer ins neue Stadion AIL Arena um
- Trainingsplätze fehlen, Spieler fahren aktuell nach Cadro zum Training
- Vereinbarung mit Cadro läuft im Sommer aus, höhere Kosten erwartet
Im Sommer startet der FC Lugano in eine neue Ära. Die Bianconeri ziehen vom altehrwürdigen Cornaredo in die neu errichtete AIL Arena – ein Boutique-Stadion, wie es CEO Martin Blaser gerne nennt. Alles ist hochmodern: Sogar einen Tunnel-Club gibt es, in dem Fans – ähnlich wie in England bei Manchester City und Everton oder etwa in Stuttgart – die Fussballer beim Spielereingang durch eine Glaswand hautnah beobachten können.
In einem Punkt aber bleibt Lugano vorerst auf Cornaredo-Niveau: bei den Trainingsplätzen. «Wir haben keinen Platz in Normalgrösse und müssen oft improvisieren. Wir halten durch und versuchen, das Problem langfristig zu lösen», erklärte Trainer Mattia Croci-Torti (43) im Herbst gegenüber Blick.
Mühsamer Weg ins Training
Tatsächlich ist die aktuelle Situation alles andere als optimal. «Es entspricht sicher nicht dem Standard einer Super-League-Mannschaft», so Croci-Torti. Die Spieler ziehen sich im Cornaredo um und fahren anschliessend mit zwei Minibussen rund zehn Minuten nach Cadro. Dort trainieren sie auf der Anlage des lokalen Klubs CO Boglia Cadro. Wie lange noch ist allerdings offen: Im Sommer läuft die bestehende Vereinbarung aus.
Da die geplanten Trainingsplätze beim neuen Stadion noch nicht fertig sind – und auch unklar ist, wann sie bereitstehen werden –, stellt sich die Frage, wo die Bianconeri in der kommenden Saison trainieren werden. Die naheliegendste Lösung wäre eine Verlängerung der Zusammenarbeit mit CO Boglia Cadro. Doch gemäss Blick-Informationen verlangt der Klub inzwischen höhere Entschädigungen für die Nutzung seiner Infrastruktur.
Klub sucht nächste Übergangslösung
Auf Anfrage will Lugano dies weder bestätigen noch dementieren. Man prüfe derzeit mehrere Optionen – inklusive jener in Cadro – unter technischen, logistischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Eine definitive Entscheidung ist noch nicht gefallen, die nächsten Schritte sollen jedoch in den kommenden Wochen für Klarheit sorgen.
Heisst: Der Klub sondiert in diesen Tagen intensiv den Markt. «Das neue Stadion wird hoffentlich neue Dynamiken auslösen», sagte Croci-Torti im Herbst. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass er sich zumindest in Sachen Trainingsbedingungen noch etwas gedulden muss.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 30 | 23 | 55 | |
3 | FC Lugano | 30 | 10 | 50 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |
