Thuns Reichmuth feiert Nati-Debüt mit Chile
«Dieser Sommer verändert mein Leben»

Meistertitel mit Thun, erstes Aufgebot für Chile und ein Duell mit Cristiano Ronaldo: Nils Reichmuth erlebt die aufregendsten Wochen seiner Karriere. Der 24-Jährige spricht mit Blick über einen Sommer, der sein Leben verändert.
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Die Saison hat sich für Nils Reichmuth nach dem Meistertitel mit Thun verlängert.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nils Reichmuth (24) debütiert für Chile gegen Portugal mit Kurzeinsatz
  • Überraschendes Nati-Aufgebot sorgt für Begeisterung bei Familie und Verwandten
  • Reichmuth hat Vertrag bis 2028, mehrere Klubs zeigen aber Interesse
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

«Es fühlt sich gerade alles unbeschreiblich an. Dieser Sommer verändert irgendwie mein Leben», erzählt Nils Reichmuth (24) im Gespräch mit Blick. Die Gründe liegen auf der Hand: erst der sensationelle Meistertitel mit Thun, dann das erste Nati-Aufgebot für Chile, das Heimatland seiner Mutter. «Ich hatte bislang noch gar keine Zeit, alles richtig zu verarbeiten», gesteht er.

Kein Wunder. Während viele seiner Teamkollegen im Berner Oberland bereits in den Ferien weilen, steht Reichmuth weiterhin im Einsatz. Am Samstag feierte er im Testspiel gegen Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo (41) mit einem Kurzeinsatz sein Debüt. «Gegen ihn zu spielen, war wie die Erfüllung eines Kindheitstraums», sagt Reichmuth über das Duell mit Ronaldo. Am Dienstag folgt der nächste Auftritt gegen die Demokratische Republik Kongo. 

«Völlig aus dem Häuschen»

Es könnte derzeit kaum besser laufen für den offensiven Mittelfeldspieler. Dabei kam das Aufgebot für Chile durchaus überraschend. Reichmuth, der Teil der Schweizer U-Nati war, rechnete gar nicht damit. «Mein Berater hat mich angerufen und mir gesagt, dass Chile mich aufbieten möchte. Da musste ich nicht lange überlegen.»

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Die freudige Nachricht teilte er sofort mit seinen engsten Vertrauten. Zuerst informierte er seinen Bruder Miguel (der beim FCZ spielt), seine Freundin und seine Mutter. «Alle haben sich riesig gefreut und waren unglaublich stolz.» Besonders emotional fiel die Reaktion seiner Verwandtschaft in Chile aus. «Meine Cousins sind seither völlig aus dem Häuschen.»

Dankbarkeit gegenüber Lustrinelli

Erst nach den Länderspielen wird Reichmuth die Gelegenheit haben, die ereignisreichen Wochen etwas sacken zu lassen – allen voran den Gewinn des Meistertitels. «Was das wirklich bedeutet, werde ich wohl erst begreifen, wenn das Training wieder startet und ich die Wertschätzung der Menschen spüre», sagt er. Dann wird die Meistermannschaft allerdings bereits ein anderes Gesicht haben. Trainer Mauro Lustrinelli (50) hat den Klub verlassen und wird seine Karriere schon bald in der Bundesliga bei Union Berlin fortsetzen.

«Ich gönne es ihm von Herzen. Es ist eine riesige Chance für ihn», sagt Reichmuth. «Ich werde ihm für immer dankbar sein. Er hat mich jeden Tag unterstützt und mich als Spieler besser gemacht.» Mit Gianluca Privitelli (48) steht der Nachfolger seit wenigen Tagen fest. «Mit seinem Profil und seiner Philosophie passt er sehr gut zu Thun. Ich freue mich darauf, ihn nach den Ferien persönlich kennenzulernen.»

Folgt ein Transfer?

Ob Reichmuth und Privitelli im Berner Oberland lange zusammenarbeiten werden, ist allerdings offen. In den vergangenen Wochen wurden die Transfergerüchte um die Nummer 70 immer lauter. Sportchef Dominik Albrecht (40) bestätigte zuletzt, dass mehrere Klubs Interesse am Mittelfeldspieler zeigen.

Reichmuth selbst bleibt gelassen. «Darüber mache ich mir momentan keine Gedanken. Ich habe schliesslich einen Vertrag bis 2028», sagt er nüchtern. Vorerst konzentriert er sich auf die Nati. Doch nach Titel und erstem Aufgebot für Chile würde selbst ein Transfer bestens in einen Sommer passen, der für den 24-Jährigen bislang aussergewöhnlich verläuft.

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