«War eine Katastrophe!»
Lugano-Trainer hat nach 0:5-Klatsche den Schuldigen gefunden

Nach 25 (!) Spielen ohne Niederlage, gibts für Lugano mal wieder aufs Dach. Weshalb Coach Mattia Croci-Torti die Pleite gegen den FCSG auf seine Kappe nimmt. Und was er seiner Elf zur Pause mitgegeben hat.
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Ajeti trifft Vandermersch mit offener Sohle oberhalb des Knöchels: Klar Rot.
Foto: Toto Marti
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Stefan KreisReporter Fussball

Pressekonferenzen mit Mattia Croci-Torti sind meist ein Erlebnis. Weil der Tessiner zwar perfekt Deutsch spricht, aber ab und an ein italienisches Wort einbaut. «Cocolare!» zum Beispiel. Was kuscheln heisst und Albian Ajeti nach der 0:5-Pleite in der Garderobe bevorstehen wird.

Der hatte in der 11. Minute eine ziemlich vermeidbare Rote Karte gesehen und stand am Ursprung der 0:5-Niederlage. Doch statt seinen Stürmer öffentlich zu kreuzigen, verliert Croci-Torti kein schlechtes Wort über Ajeti. Im Gegenteil. «Albian hat uns in den letzten Wochen mit seinen Toren sehr, sehr viel geholfen!», sagt der Lugano-Trainer.

Gegen den FCSG aber steht er mit seinem überharten Einsteigen gegen Vandermersch am Ursprung der Niederlage. Zwar ist keine Absicht zu erkennen, aber wer auf Höhe Mittellinie mit offener Sohle das Schienbein seinen Gegenspieler erwischt, braucht sich über den Roten Karton nicht zu beklagen.

«Message nicht angekommen»

Sieht auch Croci-Torti so. Gleichwohl nimmt er den Platzverweis auf seine Kappe. «Ich war heute als Trainer eine Katastrophe. Weil die Spieler meine Message nicht verstanden haben. Ich habe vor dem Spiel noch gesagt, dass uns nicht dasselbe passieren darf, wie im letzten Spiel gegen den FCSG.»

Damals hatte Philström kurz nach der Pause Rot gesehen, weil er ähnlich ungestüm in den Zweikampf gestiegen ist, wie Ajeti. Gegen eine Mannschaft wie St. Gallen, die intensiven Fussball spiele und sich in jeden Zweikampf schmeisse, dürfe das nicht passieren, so Croci-Torti.

Bereits am 2. Dezember kommts im Berit Sitterstadtion zu Revanche, wenn der FCSG zum Cup-Fight lädt. «Wir nehmen diese 0:5-Niederlage als Lektion. Für uns ist der Cup-Achtelfinal das bislang wichtigste Spiel der Saison», so Croci-Torti.

Sollte Croci-Tortis Message auch dann nicht ankommen, ist wohl fertig mit kuscheln.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
13
21
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
13
16
28
3
FC Sion
FC Sion
13
11
26
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
13
2
22
5
FC Zürich
FC Zürich
13
-1
21
6
Servette FC
Servette FC
13
1
17
7
FC Basel
FC Basel
13
-4
15
8
FC Thun
FC Thun
13
-10
14
9
FC Luzern
FC Luzern
13
-7
13
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
13
-13
11
11
FC Vaduz
FC Vaduz
13
-5
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
13
-11
7
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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