Nein, Luca Zuffi ist keiner, der seine Profi-Einsätze zählt. 580 Spiele hat der 36-Jährige in seiner Karriere für Winti, Basel, Thun und Sion absolviert. Wissen tut er das nicht. «Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass es nur noch 20 bis zum 600. Einsatz sind», sagt der Winterthurer.
Dass er die magische Marke knacken wird, ist sehr wahrscheinlich. Weil Zuffi wohl auch nächste Saison für den FCW auf dem Rasen stehen wird: «Es ist zwar noch nichts unterschrieben, aber stand jetzt, stehen die Chancen gut, dass ich in Winti weitermache.» Es sei «ein Privileg» in diesem Alter noch tschutten zu können, so der 36-Jährige. «Solange ich noch Freude habe, der Körper mitmacht und ich der Mannschaft helfen kann, mache ich weiter.»
Abstieg fast fix
Dass seine Zukunft in der Challenge League liegen wird, steht so gut wie fest. Auch wenn Zuffi den Ligaerhalt noch nicht abgeschrieben hat. Letzte Saison schaffte der FCW die Wunder-Wende, in diesem Jahr sind sieben Punkte Rückstand bei drei noch ausbleibenden Spielen eine wohl zu grosse Hypothek. «Wir haben es in dieser Saison selber verspielt. Immer, wenn wir die Möglichkeiten hatten, näher ranzukommen, haben wir verloren», sagt Zuffi.
Und das, obwohl der FCW ein Monsterkader zur Verfügung und über 30 Spieler unter Vertrag genommen hat. Dieses wird bei einem Abstieg massiv verkleinert. Allgemein ist sparen angesagt auf der Schützenwiese. Im Vergleich zur Super League operiert der FCW mit 30 bis 40 Prozent weniger Budget. Dass ein sofortiger Wiederaufstieg unter diesen Voraussetzungen kein Selbstläufer wird, ist Zuffi bewusst: «In der Challenge League gibt es mehrere Vereine mit grossen Ambitionen.»
Vorerst aber heisst die Realität noch Super League. Bei einer Niederlage der Winterthurer am Samstag gegen Lausanne wäre der Abstieg Tatsache. Gewinnt der FCW (und verliert GC gleichzeitig das Derby) wären es noch vier Zähler vor dem Direktduell am kommenden Dienstag.
«Solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir dran», sagt Zuffi und erinnert sich insgeheim wohl doch an die Winti-Wunder-Wende von letzter Saison. Damals machte der FCW in den letzten neun Spielen sagenhafte 13 Punkte Rückstand auf Yverdon und GC gut und sicherte sich am letzten Spieltag den direkten Klassenerhalt.
Dieser ist in dieser Saison nicht mehr möglich. Ob am Sonntag zumindest noch der Glaube an die Barrage leben wird?
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |

