Darum gehts
- FC Thun verliert 1:2 gegen Zürich, bleibt aber souveräner Tabellenführer
- Trainer Lustrinelli: 219 Punkte in zweieinhalb Jahren, Meistertitel fast sicher
- 15 Punkte Vorsprung auf St. Gallen, 7 Punkte fehlen für Meisterschaft
Als Mauro Lustrinelli (50) nach dem Schlusspfiff in die Garderobe kommt, ist etwas anders als sonst. «Die Stimmung in der Kabine war sehr, sehr speziell», erzählt der Trainer des FC Thun danach. Was Lustrinelli antrifft, sind Spieler, die so richtig enttäuscht sind. Und er stellt mit Interesse fest: «Diese Mannschaft ist sich das nicht mehr gewöhnt.»
Tatsächlich. 13 Spiele in Serie haben Lustrinellis Thuner zuvor nicht mehr verloren und dabei zwölfmal gewonnen. Und nein, auch das 1:2 beim FC Zürich ist keine zwingende Niederlage. «In den ersten zwanzig Minuten hatten wir Chancen, um zwei Spiele zu gewinnen», meint Lustrinelli.
219 Punkte in zweieinhalb Jahren
Man könnte nun lange darüber nachdenken, ob Thun wegen dieser unfassbaren Serie vielleicht ein wenig nachlässig geworden ist. Ob die Berner darum für einmal vorne Chance um Chance liegenlassen – und hinten zweimal nicht bereit sind, als es darum geht, eine weit geschlagene Flanke zu verteidigen.
Aber Lustrinelli ist weit davon entfernt. Er sagt mit Blick auf seine Arbeit in Thun: «Diese Mannschaft hat in den letzten zweieinhalb Jahren 219 Punkte gewonnen. Was soll ich den Spielern sagen? Sie haben eine fantastische Geschichte geschrieben.»
Wobei das letzte Kapitel in Goldlettern gedruckt wird. Niemand in der Liga zweifelt daran, dass die Berner Oberländer am Ende der Saison den Meistertiteln feiern werden. Auch nach dem 1:2 in Zürich beträgt der Vorsprung auf «Verfolger» St. Gallen weiterhin 15 Punkte. Bei sieben ausstehenden Spielen müssten die Ostschweizer pro Runde über zwei Punkte wettmachen. Ein Ding der Unmöglichkeit.
«Es ist wichtig, auch einmal zu verlieren»
Wer so weit über der Konkurrenz schwebt, wird von einem verlorenen Spiel nicht aus der Bahn geworfen. Und so kann Lustrinelli an diesem Samstag im Letzigrund komplett ruhig diese Sätze sagen: «Ich begrüsse diese Niederlage. Sie kann sehr wertvoll sein für die Zukunft. Es ist wichtig, auch einmal zu verlieren.»
Es spricht für das Pokerface des neben ihm sitzenden Dennis Hediger (39), dass er bei diesen Worten nicht zusammenzuckt. Der FCZ-Trainer hat zuletzt ganz viele Niederlagen gesammelt. Keine von ihnen hat gewirkt, als sei sie besonders wertvoll für die Zukunft gewesen.
Aber das ist nicht Lustrinellis Problem. Der erhält am Abend des 1:2 von Blick die Trophäe für den Trainer des Monats Februar. Bevor er in den Bus steigt, weiss er: Thun braucht noch maximal sieben Punkte aus den letzten sieben Spielen, um Meister zu werden. «Wir spielen eine unglaubliche Saison», sagt er: «Und das mit dem FC Thun!»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Lugano | 30 | 10 | 50 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | Servette FC | 31 | -3 | 36 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
10 | FC Zürich | 31 | -16 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -23 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |
