Darum gehts
- YB startet mit 4:2-Sieg gegen Sion in die neue Saison
- Abwehr bleibt anfällig: 69 Gegentore in der letzten Saison
- Offensive glänzt: YB erzielte in der letzten Saison 80 Tore in der Liga
Es ist noch zu früh. Das findet auch Gerardo Seoane (47). Nachdem sein Team in der vergangenen Saison immer mal wieder eine Führung aus der Hand gegeben hat, verspielt YB auch im Auftaktspiel gegen Sion eine 2:0-Führung. Doch dieses Mal fahren die Berner am Ende doch noch die drei Punkte ein. «In meinen Augen ist es zu voreilig, darin schon eine Tendenz zu sehen», findet Seoane. «Aber wir haben sehr engagiert und mit einem grossen Herzen verteidigt. Die Mentalität war heute sehr positiv», findet der YB-Coach.
Einstellungstechnisch will Seoane seiner Mannschaft also nichts vorwerfen. Allerdings wird auch er festgestellt haben, dass sich die Berner Abwehr in der neuen Saison weiterhin extrem anfällig zeigt. In der abgelaufenen Spielzeit kassierten nur Winterthur (100), GC (74) und der FCZ (72) mehr Tore als YB (69).
Zum Saisonauftakt kassieren die Berner nun schon wieder zwei. Wobei es auch noch mehr hätten sein können. Vor der Pause verpasst Sions Berdayes zweimal aus guter Position. Zudem trifft Baltazar mit seinem Kopfball nur den Pfosten. «Es ist sicher noch nicht alles perfekt. Aber es ist das erste Meisterschaftsspiel, das würde ich noch nicht zu hoch gewichten. Wir haben Moral gezeigt, das ist das Wichtigste», findet Cédric Zesiger.
«Dürfen nicht immer so viele Tore bekommen»
Der Bundesliga-Rückkehrer soll der wackelnden YB-Abwehr endlich wieder mehr Stabilität verleihen. Bei seinem ersten Auftritt im Wankdorf gelingt das allerdings nur bedingt. Nach ein, zwei kleineren Unsicherheiten in der ersten Halbzeit hat Zesiger nach der Pause grosse Probleme damit, Sion-Joker Boteli in den Griff zu bekommen. Erst hat er Glück, dass Schiedsrichter Kanagasingam seinen ausgefahrenen Arm im Strafraum nicht als penaltywürdig einstuft. Beim 2:2 gibt er im Duell mit dem Walliser Stürmer erneut keine gute Figur ab.
Lewin Blum, der andere Rückkehrer in der YB-Abwehr, zeigt sich selbstkritisch: «Es kann in jedem Spiel schlechtere Phasen geben. Aber in diesen dürfen wir natürlich nicht immer so viele Tore bekommen», findet der Rechtsverteidiger. «Wir haben auch sonst die eine oder andere Chance zugelassen. Da ist sicher noch Luft nach oben. Daran müssen wir weiterarbeiten.»
Offensive läuft weiter auf Hochtouren
Wenig zu verbessern gibt es im Berner Angriffsspiel. Auch dank Zesiger und Blum, die beide am ersten Tor direkt beteiligt sind. Nach einer unübersichtlichen Situation im Sion-Strafraum kann Goalie Racioppi einen Zesiger-Abschluss nur abprallen lassen, Blum staubt zum Führungstreffer ab.
In der letzten Saison stellte YB gemeinsam mit Meister Thun den besten Angriff der Super League (80 Tore). Nach dem Offensivauftritt und den vier Toren gegen Sion lässt sich die verfrühte These aufstellen, dass die Berner in dieser Kategorie auch diese Saison ganz vorne mitspielen werden.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 1 | 2 | 3 | |
2 | FC Thun | 1 | 2 | 3 | |
3 | FC Lugano | 1 | 1 | 3 | |
3 | FC St. Gallen | 1 | 1 | 3 | |
5 | FC Basel | 1 | 1 | 3 | |
6 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 1 | 0 | 1 | |
8 | FC Vaduz | 1 | -1 | 0 | |
8 | FC Zürich | 1 | -1 | 0 | |
10 | Servette FC | 1 | -1 | 0 | |
11 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 |

