Darum gehts
- Super League startet mit neuen Regeln für besseren Spielfluss und längere Netto-Spielzeit
- Countdown bei Ausführungen und Strafminute nach Verletzungssituationen zeigen erste Wirkung
- VAR-Einblendungen auf grossem Bildschirm noch nicht benötigt
Die SFL hat auf die neue Super-League-Spielzeit hin einige neue Regeländerungen erhalten. Das oberste Ziel: Der Spielfluss soll gefördert und die Netto-Spielzeit erhöht werden. Bereits in der ersten Runde hat man einige gute Ansätze der Schiedsrichter gesehen, die die Regeln mal mehr, mal weniger konsequent umgesetzt haben.
Countdown bei Abstoss/Einwurf
Fünf Sekunden haben die Goalies respektive die Spieler Zeit, um einen Abstoss oder Einwurf auszuführen. Ganz so strikt wurde das Reglement aber noch nicht durchgesetzt. Vor allem bei den Abstössen kriegen die Keeper meistens etwas mehr Zeit. Generell lässt sich aber bilanzieren, dass der Spielfluss sich trotzdem deutlich erhöht hat. Die Spieler können nicht wie in der Vergangenheit zig Sekunden von der Uhr nehmen – die Regel zeigt also Wirkung. Übrigens ist Anojen Kanagasingam der einzige Schiedsrichter an diesem Wochenende gewesen, dem die Ausführung eines Einwurfs zu lange gedauert hat. Das, weil sich YB-Verteidiger Lewin Blum gegen Sion zu lange Zeit gelassen hat.
«Strafminute» bei Pflege
Sobald ein Spieler auf dem Platz gepflegt wird, muss er für eine Minute an der Seitenlinie warten, ehe er den Platz wieder betreten darf. So musste unter anderem Thuns Michael Heule gegen Luzern warten, ehe er wieder eingreifen konnte – das gleiche Schicksal ereilte auch YB-Juwel Alvyn Sanches. Dadurch resultiert auch – gepaart mit der etwas grosszügigeren Linie der Schiedsrichter –, dass die Akteure auf dem Feld sich deutlich weniger pflegen lassen und das Spielgeschehen schneller wieder aufgenommen wird. Besonders in den Schlussminuten erhalten die Fans somit mehr Spektakel geboten.
Bei den Einwechslungen gibt es eine ähnliche Regel. Wenn ein Spieler nicht innert zehn Sekunden vom Feld geht, muss sein Ersatz mindestens eine Minute ausharren, ehe er das Feld bei der nächsten Unterbrechung betreten darf. Diese Änderung ist aber in keinem Spiel zur Anwendung gekommen – die Auswechslungen haben immer genug schnell stattgefunden.
Einblender VAR-Überprüfung
Die Fans im Stadion sollen bei VAR-Checks mehr Infos erhalten, was genau eigentlich geprüft wird. In Lausanne hat das geklappt. Nach dem Ausgleich von GC in der 83. Minute checkte VAR Michèle Schmölzer, ob der Ball zuvor aus dem Spielfeld gerollt war. Der Grund wurde auf dem Bildschirm eingeblendet. Weil Schmölzer aber keinen Anlass gehabt hat, das Tor zu annullieren, wurden die Fernsehbilder nicht übertragen – das passiert nur, wenn der Unparteiische an den Bildschirm gebeten wird.
Ebenfalls neu läuft die Uhr in der Nachspielzeit weiter. Auch das hat problemlos funktioniert und den Zuschauerinnen und Zuschauern mehr Verständnis gegeben.
Trinkpausen
An der WM gab es Hydration Breaks. Eigentlich wurde diese Änderung in der Schweiz nicht übernommen, doch sowohl in Genf, als auch in Lugano haben die Schiedsrichter zu einer kurzen Trinkpause gebeten. Besonders beim Spiel zwischen Servette und Basel waren die Fans darüber nicht erfreut. Es war allerdings heiss und tüppig – und auch schon in der Vergangenheit gängige Praxis, das Spiel für eine kurze Pause zu unterbrechen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 1 | 2 | 3 | |
2 | FC Thun | 1 | 2 | 3 | |
3 | FC Lugano | 1 | 1 | 3 | |
3 | FC St. Gallen | 1 | 1 | 3 | |
5 | FC Basel | 1 | 1 | 3 | |
6 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 1 | 0 | 1 | |
8 | FC Vaduz | 1 | -1 | 0 | |
8 | FC Zürich | 1 | -1 | 0 | |
10 | Servette FC | 1 | -1 | 0 | |
11 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 |












