Neuzugang hat zwei schlechte Jahre hinter sich
Ist Zan Celar der Heilsbringer im FCB-Sturm?

Mit Zan Celar setzt der FC Basel auf den nächsten Mittelstürmer. Der Slowene war in Lugano Torschützenkönig – zuletzt lief bei ihm aber zwei Jahre lang kaum etwas zusammen.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der Nächste, bitte! So lautet das Motto beim FC Basel, wenn es um die Besetzung der Mittelstürmerposition geht. Nach Kevin Carlos (25), Albian Ajeti (29) und Moritz Broschinski (25) soll nun Zan Celar (27) die lang ersehnte Torgarantie liefern. Seit Freitagvormittag ist der Slowene offiziell die neue Nummer 9 der Bebbi. Er soll die Offensivprobleme beheben.

Die Vorzeichen dafür scheinen gut zu stehen. Celar kennt die Super League bestens – und hat hier bereits eindrücklich bewiesen, dass er weiss, wo das Tor steht. Zwischen 2021 und 2024 trug er das Trikot des FC Lugano. Es war seine erste grosse Station im Profifussball – und gleichzeitig jene, wo ihm der Durchbruch gelang.

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Zan Celar geht ab sofort für den FC Basel auf Torejagd.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus

Insgesamt erzielte er 51 Tore für die Tessiner. In der Saison 2023/24 wurde er mit 14 Treffern gemeinsam mit Kevin Carlos und Chadrac Akolo Torschützenkönig der Super League.

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Celars Idol war Ibrahimovic

Entsprechend gross sind die Spuren, die Celar im Tessin hinterlassen hat. Die Fans erinnern sich an einen echten Bomber. Abseits des Rasens ist der Slowene allerdings das komplette Gegenteil eines Showmans. Weggefährten beschreiben ihn als verschlossenen Menschen, der lieber Taten als Worte sprechen lässt. Seine ernste Körpersprache und seine zurückhaltende Art haben ihn für viele schwer greifbar gemacht. Er war nie ein schillernder Charakter – ganz im Gegensatz zu seinem grossen Kindheitsidol Zlatan Ibrahimovic.

Im Sommer 2024 wagte Celar den nächsten Karriereschritt und wechselte für 2 Millionen Franken zu den Queens Park Rangers in die englische Championship. Doch der Sprung auf die Insel misslang. Lediglich zwei Tore gelangen ihm. Hinzu kam eine hartnäckige Muskelverletzung am Oberschenkel, die ihn von Dezember bis zum Saisonende ausser Gefecht setzte.

Rückblickend sagte Celar im «Corriere del Ticino»: «Ich hatte zuvor noch nie eine derartige Verletzung und eine so lange Zwangspause erlebt. Meine erste Reaktion war Ungläubigkeit. Es war nicht einfach, mich mit einem Alltag abzufinden, der fast nur noch aus Kraftraum, Arztbesuchen und Physiotherapie bestand.»

Tiefpunkt nach Tiefpunkt

Nach nur einer Saison zog er auf Leihbasis zu Fortuna Düsseldorf weiter. Gemeinsam mit Cedric Itten sollte er den Traditionsklub zurück in die Bundesliga schiessen. Doch auch dieses Kapitel endete enttäuschend. Düsseldorf stieg überraschend ab – und während Itten regelmässig traf, blieb Celar ohne einen einzigen Torerfolg.

Die schwierigen Jahre hinterliessen Spuren. Als Celar Lugano vor zwei Jahren verliess, lag sein Marktwert noch bei 4,5 Millionen Euro. Inzwischen wird dieser auf nur noch 800’000 Euro geschätzt. Trotzdem lassen ihn sich die Basler 1,5 Millionen Euro kosten. Sie setzen darauf, dass dem Goalgetter der Neustart gelingt.

Welchen Celar wird man in Basel sehen?

Präsident David Degen hatte die Verpflichtung bereits am Donnerstag an einem Event für Saisonkarten-Inhaber angedeutet. «Morgen wird ein Transfer kommen, der euch vielleicht gefallen wird», wird er in der «Basler Zeitung» zitiert. Dieses «vielleicht» beschreibt den Transfer ziemlich treffend. Obwohl er es gar nicht wortwörtlich gemeint haben dürfte.

Mit Celar kriegt Trainer Stephan Lichtsteiner (42) zwar einen fertigen Stürmer und kein Experiment. Das sagt die Statistik des Slowenen zu Lugano-Zeiten – pro Spiel kam er damals auf eine ansehnliche Quote von 0,53 Skorerpunkten. Eine grundlegende Frage stellt sich aber trotzdem: Hat Basel den Torjäger verpflichtet, der in Lugano 51 Tore erzielte und sich zum Torschützenkönig krönte? Oder den Stürmer, der in England und Deutschland nie richtig Fuss fasste? Die Antwort darauf wird entscheidend sein – für Celars Karriere und für Basels Offensive.

Super League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
0
0
0
1
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
1
FC Luzern
FC Luzern
0
0
0
1
FC Sion
FC Sion
0
0
0
1
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0
0
0
1
FC Thun
FC Thun
0
0
0
1
FC Vaduz
FC Vaduz
0
0
0
1
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
1
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
0
0
0
1
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
0
0
0
1
Servette FC
Servette FC
0
0
0
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
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0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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