Nächste Baustelle für Lichtsteiner
Omlins Rückkehr wird immer mehr zum Basler Fiasko

Krank, ein Spiel gespielt, dann verletzt, ein halbes Spiel gespielt und nun wieder verletzt. Die Rückholaktion von Torhüter Jonas Omlin zum FC Basel entwickelt sich zum Fiasko. Und jetzt patzt auch noch Stellvertreter Mirko Salvi.
Kommentieren
1/10
Bitter, bitter: Jonas Omlin fällt verletzt mehrere Wochen aus.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_1052.JPG
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Stephan Lichtsteiner (42) ist derzeit nicht zu beneiden. Der FCB-Trainer ist seit Wochen angezählt und steht nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen und den zwei Heimpleiten gegen Sion (1:2) und Lugano (1:3) mächtig unter Druck.

Und in der sowieso schon angespannten Lage eröffnet sich ihm vor dem Duell am Sonntag in Luzern auf der Goalieposition die nächste Baustelle. Keeper Jonas Omlin (32) fällt mit einer Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel mehrere Wochen aus.

Nur zwölf Spiele in zwei Jahren

Die Rückkehr des Obwaldners zum FCB, wo er bereits von 2018 bis 2020 gespielt und 2019 den Cup gewonnen hat, entwickelt sich damit immer mehr zum Fiasko. Anstatt zum erhofften Leader und Rückhalt, der die jungen Talente aus dem Ausland führen soll, avanciert der Nachfolger von Marwin Hitz zum Dauerpatienten. Gerade einmal drei Halbzeiten absolvierte Omlin seit seiner Rückkehr aus der Bundesliga ans Rheinknie. Den Saisonauftakt in Genf verpasste er krankheitsbedingt. Und nach der 0:1-Pleite bei seinem Debüt gegen Lausanne fiel er mehrere Spiele mit Oberschenkelproblemen aus, ehe er am Sonntag ins Tor zurückkehrte – und sich kurz vor der Pause erneut verletzte.

Das Verletzungspech ist für den ehemaligen Nati-Goalie (4 Länderspiele) bitter, aber nicht neu in seiner Karriere. Nach dem Wechsel von Montpellier zu Gladbach im Januar 2023, wo er bei den Fohlen die Nachfolge von Yann Sommer antrat, begannen die Probleme. Praktisch die ganze Saison 2023/24 fiel Omlin mit einer Schulterverletzung aus. Danach plagten ihn immer wieder muskuläre Wehwehchen, weswegen er in der Vorrunde der Saison 2024/25 trotz Captainbinde seinen Stammplatz verlor. In den letzten zwei Jahren bestritt Omlin gerade mal zwölf Pflichtspiele, in der vergangenen Saison kam er weder in Gladbach noch in Leverkusen zum Einsatz.

Lichtsteiner nimmt Salvi in Schutz

Der erhoffte Neuanfang beim FCB ging bislang aber gründlich in die Hose. Die Basler müssen im Frühherbst mit ihrer Nummer 2, Mirko Salvi (32), den Weg aus der sportlichen Misere finden. Doch dieser patzte ausgerechnet gegen Lugano nach seiner Einwechslung schwer und leitete mit seinem Fehlpass nach einer Stunde das 1:2 und damit die FCB-Pleite ein. Omlin war vor der Pause ein ähnlicher Fehler unterlaufen, der aber folgenlos blieb.

In Luzern bestreitet Salvi bereits sein siebtes Liga-Spiel, womit er schon mehr als in jeder vorherigen Saison seit seinem Wechsel 2022 zum FCB gespielt hat. Lichtsteiner verteidigt zwar seinen Keeper am Sonntag nach dessen Patzer. «Solche Dinge gehören zum Fussball dazu. Und er hat uns in dieser Saison schon ein paar Mal geholfen.» Doch der FCB-Trainer weiss genau: Am Sonntag braucht er bei der Rückkehr in seinen Heimatkanton einen starken Rückhalt, sonst könnte seine erste Mission als Cheftrainer im Profifussball schon bald zu Ende sein.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
6
13
18
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
7
12
15
3
FC Sion
FC Sion
6
3
12
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
6
1
10
5
FC Basel
FC Basel
7
0
10
6
FC Luzern
FC Luzern
7
-3
9
7
FC Thun
FC Thun
6
-6
7
8
FC Zürich
FC Zürich
7
-7
7
9
FC Vaduz
FC Vaduz
7
-1
6
10
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
7
-3
6
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
6
-5
5
12
Servette FC
Servette FC
6
-4
4
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen