Drei Spiele, ein Punkt. Die englische Woche geht für den FCB mit einer 1:3-Heimpleite gegen Lugano zu Ende. Wie schon unter der Woche gegen Sion (1:2) geben die Basler dabei eine 1:0-Führung aus der Hand. Doch anders als noch am Donnerstag, gibt es dieses Mal im Joggeli schon zur Pause Pfiffe.
«Natürlich verstehe ich die Enttäuschung, die ist bei uns selbst am grössten», sagt Stephan Lichtsteiner (42). «Wir haben gewusst, dass wir am Ende dieser Woche mit drei Spielen wissen würden, wo wir stehen. Jetzt wissen wir, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.»
Sehr viel sogar. Denn auch gegen Lugano ist keinerlei klare Spielidee zu erkennen. Fünf Abschlüsse hat der FCB am Ende auf dem Konto, die Gäste aus dem Tessin 23. «Offensiv wollten wir mutiger und schneller spielen. Aber wir haben die Räume zwischen den Linien zu wenig bespielt. So wird es schwierig, zu Chancen zu kommen», erklärt Lichtsteiner.
Doppelwechsel zur Pause
Den einzig wirklich sauber zu Ende gespielten Angriff liefert seine Mannschaft direkt nach Wiederanpfiff ab. Dieser reicht, um komplett entgegen des Spielverlaufs in Führung zu gehen. Torschütze Metinho steht da erst ein paar Sekunden auf dem Platz. Genau wie Xherdan Shaqiri. Statt den beiden Stammkräften setzt Lichtsteiner zu Beginn im zentralen Mittelfeld auf die beiden jungen Neuzugänge Ludwig Malachowski (21) und Jonas Harder (20). Schon zur Pause nimmt er beide wieder vom Platz.
Die Basler Führung hat nicht lange Bestand. Wie schon gegen Sion kassiert der FCB innerhalb von drei Minuten zwei Treffer. Damit haben sich die Basler innerhalb einer Woche acht Gegentore eingefangen. Noch schlimmer ist aber die Punktebilanz. Zehn Zähler hat das Team von Stephan Lichtsteiner in den ersten sieben Spielen gesammelt. Reicht das, um weiterhin Trainer zu bleiben? «Das kann ich nicht sagen», so Lichtsteiner.
Bleibt die Führungsetage geduldig?
Doch wie sieht es mit seinem Vorgesetzten Valentin Stocker aus? Im SRF-Interview sagt der sportliche Leiter der ersten Mannschaft: «Ich will das nicht gross kommentieren. Für mich stellt sich diese Debatte aktuell auch nicht. Mit den letzten beiden Spielen können wir nicht zufrieden sein. Mit dem davor schon. Darum müssen wir uns nicht jeden Tag diese Frage stellen. Wir sind noch geduldig.»
Bis zur Länderspielpause geht es für den FCB noch gegen Luzern und St. Gallen. Ob der Geduldsfaden bis dahin hält? Schon nächstes Wochenende könnten die Basler aus den Top 6 rutschen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 6 | 13 | 18 | |
2 | BSC Young Boys | 7 | 12 | 15 | |
3 | FC Sion | 6 | 3 | 12 | |
4 | FC St. Gallen | 6 | 1 | 10 | |
5 | FC Basel | 7 | 0 | 10 | |
6 | FC Luzern | 7 | -3 | 9 | |
7 | FC Thun | 6 | -6 | 7 | |
8 | FC Zürich | 7 | -7 | 7 | |
9 | FC Vaduz | 7 | -1 | 6 | |
10 | FC Lausanne-Sport | 7 | -3 | 6 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 6 | -5 | 5 | |
12 | Servette FC | 6 | -4 | 4 |
