Magnin will Lausanne retten
«Mein Herz hat sofort Ja gesagt, aber ...»

Ludovic Magnin ist wieder zurück bei Lausanne und zeigt beim 1:1 gegen GC ein anderes Gesicht. Der Trainer-Rückkehrer spricht von Risiko, frischem Schwung und dem Ziel, den Klub in der Super League zu halten.
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Ludovic Magnin ist zurück auf der Trainerbank bei Lausanne.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Ludovic Magnin kehrt nach Elsners Fehlstart zu Lausanne zurück und holt bei GC ein 1:1 im Letzigrund
  • Magnin stellt in drei Tagen auf Viererkette und hohes Pressing um, die Leistung stimmt ihn zufrieden
  • Spieler berichten von neuem Schwung, Magnin will Lausanne mit Einsatz in der Super League halten
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Andri BäggliRedaktor Sport

Mit einem Lachen im Gesicht erscheint Lausanne-Coach Ludovic Magnin zur Pressekonferenz nach dem Spiel im Letzigrund gegen GC. Seit dieser Woche hat der gebürtige Lausanner bei den Waadtländern übernommen – schon wieder. Bereits zwischen 2022 und 2025 stand er an der Seitenlinie und führte Lausanne ins europäische Geschäft. Es folgte ein Abstecher zum FC Basel, der nach einem halben Jahr schon zu Ende ist.

Nun ist er zurück bei Lausanne, weil sein Vorgänger Luka Elsner nach einem völlig missratenen Saisonstart entlassen wurde. Unter Magnin wurde die Talfahrt vorerst gestoppt, auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat. «Ich habe leider die Statistiken angeschaut, das hat mich noch frustrierter gemacht. Wir haben heute 1:1 verloren und einen hervorragenden Torhüter gegen uns», resümiert Magnin die Partie gegen GC. Nach drei Tagen Arbeit habe ihm aber die Leistung und der Mut seiner Spieler gefallen.

Erleichterter Magnin

Doch auch er selbst hat einiges riskiert. So stellte er das System um, wechselte zurück auf die Viererkette. «Ich musste mich entscheiden: Nehme ich das Risiko und stelle in drei Tagen alles auf den Kopf und hoch zu pressen oder mache ich das erst nach der Länderspielpause? No risk no fun.» Heute sei das gut gegangen. «Da bin ich schon etwas erleichtert», gibt Magnin zu, «wenn das schiefgegangen wäre, dann muss ich als Trainer schon den Kopf hinhalten.»

Dass er überhaupt wieder bei Lausanne gelandet ist, hänge auch damit zusammen, dass Gespräche mit anderen Klubs gescheitert seien. «Ich habe am Dienstag ein Telefon von Lausanne erhalten. Das Herz hat sofort Ja gesagt, aber der Kopf hat schon überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, die Mannschaft zu retten.» Mit seiner Vergangenheit im Klub sei es aber schon klar gewesen, dass er es machen wolle.

Viel neue Energie

Der neue Impuls habe gutgetan, bestätigen sowohl Karim Sow als auch Captain Olivier Custodio. Beide kennen Magnin schon aus früheren Zeiten. Sow sagt: «Ich glaube, es ist etwas Gutes, dass er den Klub schon kennt.» Und Custodio bestätigt, dass Magnin viele Emotionen reingebracht hat: «Er ist immer noch der gleiche, nur dass er noch mehr Energie hat.»

Angesprochen auf die Worte des Captains, sagt Magnin lachend: «Ihr könnt euch vorstellen, wie ich nach neun Monaten zu Hause bin.» Es sei aber auch seine Hauptaufgabe gewesen, nach schweren Wochen wieder positive Stimmung zu verbreiten: «Ich verspreche den Fans, dass wir alles geben, unser Trikot nass machen und uns versuchen in der Super League zu halten. Ich komme frisch in den Verein, auch wenn ich schon einmal da war.»

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
12
26
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
13
16
28
3
FC Sion
FC Sion
13
11
26
4
FC Zürich
FC Zürich
12
-1
20
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
12
-4
14
8
FC Luzern
FC Luzern
13
-7
13
9
FC Thun
FC Thun
12
-10
13
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
13
-13
11
11
FC Vaduz
FC Vaduz
13
-5
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
13
-11
7
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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