Lange Luzerner Trainersuche
Darum fiel die FCL-Wahl auf U17-Coach Portmann

Jörg «Udo» Portmann übernimmt das Traineramt beim FC Luzern. Der 49-jährige Luzerner, bislang U17-Coach und Ex-Lehrer, will mit klarer Linie und Vertrauen das Team führen. Sein Vertrag läuft drei Jahre.
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Jörg «Udo» Portmann ist der neue FCL-Trainer.
Foto: Mike Wiss/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jörg Portmann wurde als neuer Trainer beim FC Luzern am Montag bestätigt
  • 49-jähriger U17-Trainer und Lehrer seit sechs Jahren im Verein
  • Dreijahresvertrag, gewann U19-Cup 23/24, kennt Spieler bis U15
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Andri BäggliRedaktor Sport

Es ist ein überraschender Name, der am Montagnachmittag erst von Blick angekündigt und dann etwas später vom FC Luzern bestätigt wurde. Jörg Portmann, oder Udo, wie er selbst genannt werden will, übernimmt das Traineramt von Mario Frick (51).

Am Dienstagmorgen ist der 49-jährige Luzerner gemeinsam mit Sportchef Remo Meyer ein erstes Mal vor die Medien getreten und erklärt dort seinen Spitznamen: «Der Spitzname ist fast eine Jugendsünde. Als ich 17 Jahre alt wurde, hatte ich wie Jürgen Klinsmann langes blondes Haar. In der Schule ist an meinem Geburtstag der Udo-Jürgens-Song ‹Siebzehn Jahr, blondes Haar› aufgekommen.»

Dann übernimmt Sportchef Meyer das Wort und erzählt von der Beförderung des U17-Trainers: «Wir sind voller Überzeugung. Udo ist unsere absolute Wunschlösung und ist seit Tag eins auf unserer Liste gestanden.»

«Haben uns nicht gegen, sondern für einen Trainer entschieden»

Es seien noch andere Trainer zu Gesprächen eingeladen worden – auch aus dem Ausland. – wie Federico Valente (50). Doch die Wahl fiel auf Portmann. «Udo hat eine klare Handschrift und ist ein ambitionierter Trainer, der auch seine Ecken und Kanten hat», so der Sportchef.

Die Ernennung von Portmann kommt für viele aus dem Nichts. Nebst Ludovic Magnin, Markus Weinzierl und Valente wurde vor allem der Name von U21-Trainer Michel Renggli (46) ins Spiel gebracht. Es sah alles danach aus, als sei er der designierte Nachfolger von Frick. Meyer sagt dazu nur: «Wir haben uns nicht gegen, sondern für einen Trainer entschieden.» Und dieser sei nun Portmann.

Damit ist zudem klar, dass Renggli den FCL im Sommer verlassen wird. Meyer: «Ich bin dankbar für die letzten vier Jahre, aber wir haben uns dagegen entschieden, mit ihm noch eine weitere Saison als U21-Trainer zu machen.» 

Profitrainer als Vision

Und was sagt eigentlich Portmann zu seiner Ernennung als Cheftrainer? Er erzählt, dass sein Handy am Montag nur so gerattert habe. Spannend an seiner Personalie ist, dass er erst seit vier Jahren Vollzeittrainer ist. Zuvor hat er das Nachwuchstraineramt nebst seinem Job als Sport- und Geschichtslehrer gemacht. «Als ich mich dazu entschieden habe, Vollzeittrainer zu werden, habe ich den Posten des Profitrainers schon als Vision gehabt», gibt der 49-Jährige zu.

Seit nun sechs Jahren ist er im Verein, gewann in der Saison 23/24 mit der U19 den Cup und hat einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Er habe sich im Prozess nie als «Bewerbling» gefühlt. Als der Abschied von Mario Frick angekündigt worden sei, habe er sich Gedanken gemacht, sei aber trotzdem etwas überrascht gewesen: «Ich erachte das nicht als selbstverständlich. Als die Gespräche konkreter wurden, habe ich mich aber nicht mehr als Überraschung gesehen. Wir haben die gleiche Sprache gesprochen.»

Nun will er als Cheftrainer den eingeschlagenen Weg fortführen. Ein Vorteil sei, dass er alle Spieler bis in die U15 schon kenne. «Mich begeistert das Führen von Menschen. Ich schwöre gern Teams auf ein Ziel ein. Ich kann fordernd, pedantisch und mühsam werden, allerdings immer auf der Basis von Vertrauen.»

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