Darum gehts
- FC Vaduz dominiert in der Liga in Sachen Ballbesitz mit 55,5 Prozent
- Lutfi Dalipi an 10 Toren beteiligt, Vertrag bei YB bis 2030
- Thun hat 22 Gegentore, Vaduz 19: schlechteste Abwehrreihen der Liga
Die News der Woche
Keine andere Mannschaft hat mehr Ballbesitz als der FC Vaduz. Im Schnitt ist die Elf von Marc Schneider 55,5 Prozent pro Spiel am Ball, auf den Plätzen folgt der FC Lugano (54,8 Prozent) und der FC Sion (53,9 Prozent). Ebenfalls auf dem ersten Platz liegen die Ländle-Kicker in Sachen Tacklings, 21 sind es pro Spiel. Hinzu kommen 34 Klärungen. Auch das ist Bestwert. Über allem aber steht der Ballbesitz, der am letzten Wochenende gegen den FCZ groteske Züge angenommen hat. In der ersten Halbzeit war Vaduz von 45 Minuten deren 34 am Ball. Am Ende aber verloren Dalipi und Co. das Spiel noch in der Nachspielzeit. Oder um es mit Schneider zu sagen: «Es ist ein Spiel, das man aus unserer Sicht nie und nimmer verlieren darf.»
Die grosse Frage
Kann der FCV Lutfi Dalipi im Ländle halten? Bei YB hat der 20-Jährige noch einen Vertrag bis 2030. Spielt er so wie bisher, dann ist die Rückkehr ins Wankdorf bloss noch eine Frage der Zeit. An zehn Toren ist der Offensivmann in den ersten acht Super-League-Spielen direkt beteiligt, insgesamt kreiert er 22 Tor-Chancen. Das ist der zweitbeste Wert der Liga. Nur YB-Juwel Alvyn Sanches toppt diese Marke und kommt auf 33 Möglichkeiten. Nicht ausgeschlossen, dass Dalipi Sanches bei YB einst ersetzen wird.
Gesagt ist gesagt
«Wir haben die Bank und die Spieler, die wir haben und versuchen damit, das Maximum herauszuholen», sagt Marc Schneider nach der Niederlage gegen den FCZ, als er auf seine Auswechslungen angesprochen wird. Bislang kam in acht Spielen bloss ein Assist von der Bank, kein anderer Super-League-Trainer wechselt weniger Torbeteiligungen ein als Schneider. Ein Fakt, der angesichts der begrenzten finanziellen Mittel der Liechtensteiner aber keine Überraschung ist.
Die Blick-Prognose
Als die beiden Teams zum bislang letzten Mal aufeinandergetroffen sind, gabs ein Spektakel. 3:3 trennten sich Vaduz und Thun im Mai vor einem Jahr. Tore wirds wohl auch am Sonntag im Rheinpark schneien. Weil beide Mannschaften hinten nicht ganz dicht sind. Die Berner Oberländer stellen mit 22 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga, Vaduz mit deren 19 die zweitschlechteste.
Mögliche Aufstellung
Schaffran; Hasler, Simani, Berisha, Schwizer; Mack; Stark, Cabrera; Cocic; Dalipi, Monsberger.
Wer fehlt?
Akhalaia, Eberhard, Neelakandan, Öhri, Seiler, Sorgic (alle verletzt).
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach 8 Runden:
- Dalipi 4,63
- Cabrera 4,38
- Mack 4,13
Hier gehts zu den Vaduz-Noten.
Der Schiedsrichter
Schiedsrichter Zrinko Prskalo pfeift die Partie im Ländle und wird an der Seitenlinie von Matthias Sbrissa und Nicolas Müller unterstützt. Vierter Offizieller ist Mirel Turkes, im VAR-Raum schaut Nico Gianforte nach dem Rechten.
Der Gegner
Ein Unentschieden reicht dem FCV und man würde Thun auf den Barrage-Platz verdrängen. Hier gehts zum Inside der Berner Oberländer.
Runde
Sa., Luzern – GC, 18 Uhr
Sa., YB – Servette, 18 Uhr
Sa., FCZ – Sion, 18 Uhr
So., Vaduz – Thun 14 Uhr
So., Basel – St. Gallen 16.30 Uhr
So., Lausanne – Lugano 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 8 | 16 | 22 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
6 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
7 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
8 | FC St. Gallen | 8 | -5 | 10 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
10 | FC Thun | 8 | -9 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |

