Knall in Basel
FCB feuert Trainer Lichtsteiner

3:3 gegen YB, dann zwei Niederlagen gegen Sion (1:2) und Lugano (1:3) – der FC Basel zieht die Reissleine und trennt sich per sofort von Trainer Stephan Lichtsteiner.
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Stephan Lichtsteiner ist beim FC Basel Geschichte.
Foto: TOTO MARTI
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Lucas WerderReporter Fussball

Eine englische Woche mit nur einem Punkt aus drei Spielen? Nach dem 1:3 gegen Lugano ist es das für Stephan Lichtsteiner (42) gewesen. Der FCB gibt am Mittwoch die Entlassung seines Trainers bekannt. «Weil die in den vergangenen Wochen und Monaten angestrebten Entwicklungen und Verbesserungen in der täglichen Führung und Weiterentwicklung der Mannschaft nicht wie erwartet eingetreten sind, sieht sich der Club gezwungen, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Stephan Lichtsteiner per sofort zu beenden», teilen die Bebbi mit. Auch Mario Cantaluppi (52), einer von Lichtsteiners Assistenten, verlässt den Verein.

Lichtsteiners Super-League-Bilanz diese Saison liest sich alles andere als gut. Zehn Punkte hat Basel nach den ersten sieben Runden auf dem Konto. Zu wenig für die Ansprüche des Klubs. Aus den Duellen gegen YB, Sion und Lugano, die Lichtsteiner zuvor mehrfach als «direkte Konkurrenten» bezeichnet hatte, holte der FCB nur einen einzigen Zähler. Und das, obwohl die Basler sowohl gegen Sion als auch gegen Lugano jeweils 1:0 in Führung lagen.

Schon vor drei Wochen berichtete Blick, dass die sportliche Führung einen Trainerwechsel plane. Daraufhin reagierte der Klub mit einer Stellungnahme. Es sei «journalistisch fragwürdig und äusserst beschämend», dass der Blick sich so früh in der Saison zu einer «diffamierenden Kampagne bemüssigt» fühle. Nur vier Spiele später ist Lichtsteiner aber seinen Job los.

Nicht nur aufgrund der sportlichen Resultate, sondern auch aufgrund seiner kommunikativen Mängel. Neben einem angespannten Verhältnis zu mehreren Führungsspielern berichteten unterschiedliche Quellen Blick, dass Lichtsteiner Neuzugängen kaum Wertschätzung entgegengebracht und auf Vieraugengespräche verzichtet habe. Auch mit seinen öffentlichen Aussagen trat der Basler Trainer immer wieder ins Fettnäpfchen.

Schlechter als Vorgänger Magnin

In den vergangenen Wochen hatte dieser von der sportlichen Führung des FCB aber auch kaum mehr Unterstützung erhalten. Verwaltungspräsident David Degen (43) oder der Sportliche Leiter Valentin Stocker (37) verzichteten darauf, sich öffentlich hinter ihren Trainer zu stellen. Erst nach dem 1:3 gegen Lugano erklärte Stocker im SRF-Interview, dass man weiterhin geduldig sein werde. Drei Tage hat dieses «geduldig sein» angehalten.

Nun endet Lichtsteiners Amtszeit nach nur etwas mehr als sieben Monaten bereits wieder. Insgesamt 27 Spiele lang betreute er den FCB und holte im Schnitt 1,22 Punkte pro Spiel. Unter Vorgänger Magnin waren es noch 1,58 Zähler pro Partie gewesen. Ad interim übernimmt nach dem Lichtsteiner-Aus Assistenztrainer Luigi Nocentini (37) die Verantwortung bei den FCB-Profis. Am Sonntag sind die Bebbi in Luzern zu Gast.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
6
13
18
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
7
12
15
3
FC Sion
FC Sion
6
3
12
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
6
1
10
5
FC Basel
FC Basel
7
0
10
6
FC Luzern
FC Luzern
7
-3
9
7
FC Thun
FC Thun
6
-6
7
8
FC Zürich
FC Zürich
7
-7
7
9
FC Vaduz
FC Vaduz
7
-1
6
10
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
7
-3
6
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
6
-5
5
12
Servette FC
Servette FC
6
-4
4
Meisterschaftsrunde
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