«Infrastruktur steht im Weg!»
Winti-Sportchef hätte trotz Personalnot gerne gespielt

Weil der Boden vereist ist, wird das Spiel zwischen Winti und dem FCSG abgesagt. Wer der Hauptschuldige ist. Und wann auf der Schützenwiese mit einer Rasenheizung zu rechnen ist.
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Der Sulzer-Turm ist einer der Schuldigen für die Spielabsage. Weil er Schatten wirft.
Foto: freshfocus
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Stefan KreisReporter Fussball

Es ist 13.53 Uhr als der vierte Offizielle, Hüseyin Sanli, ein Messer mit einer spitzen Klinge in den Strafraumrasen der Schützenwiese drückt und eine Sekunde später den Daumen senkt. Weil die Klinge bloss zwei Millimeter in den Rasen reingeht, wird das Spiel zwischen dem FCW und dem FCSG abgesagt. Der Strafraum Richtung Gästeblock ist vereist, hart wie Beton, die Verletzungsgefahr für die Spieler zu gross.

Die Absage dürfte in der Ostschweiz für grossen Unmut sorgen, weil man gegen ein stark verletzungsgeschwächtes Winterthur beste Chancen auf einen Sieg gehabt hätte. Davon, dass man froh ist, nicht spielen zu müssen, will Winti-Sportchef Oliver Kaiser aber nichts wissen. Ganz im Gegenteil. Die Absage sei nur schwer nachzuvollziehen. «Wir wollen einen professionellen Fussballbetrieb gewährleisten, aber die Infrastruktur steht uns im Weg», so Kaiser.

«Haben alles Nötige getan»

Zuständig für die Rasenpflege ist die Stadt Winterthur. Davon, dass das Spiel hätte stattfinden können, wenn man dem Frost im Vorfeld präventiv entgegengetreten wäre, will man aber nichts wissen. Dave Mischler vom Sportamt Winterthur sagt: «Wir haben alles Nötige getan. Die Schützenwiese ist seit Donnerstag schneefrei und wir haben die vereisten Stellen abgedeckt.»

Auf die veraltete Infrastruktur angesprochen, verweist Mischler auf den geplanten Stadionumbau. 35,13 Millionen Franken hat der Stadtrat für den Neubau der beiden Stirntribünen der Schützenwiese sowie für den Bau eines neuen Betriebs- und Garderobengebäudes beantragt. In Zukunft soll die Schützi 9900 Zuschauerinnen und Zuschauer beherbergen. Geplant ist, dass die neuen Tribünen zu Beginn der Saison 2028/29 in Betrieb genommen werden.

Eine Rasenheizung wirds aber erst in einer zweiten Bau-Etappe geben, wenn die Haupttribüne und das Spielfeld erneuert werden. Und somit dürfte die Spielabsage gegen St. Gallen nicht die letzte auf der Schützenwiese gewesen sein. 

Hauptschuldiger dafür, dass es ein Nachholspiel unter der Woche geben wird, ist der Sulzer-Turm. Der wirft mit seinen 99,7 Metern einen derart langen Schatten, dass der Strafraumrasen beim Gästeblock keine Sonnenstrahlen sah. 


Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
3:1
20
7
36
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
19
1
24
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
1:3
20
-2
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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