«Inakzeptable Weise»
FCSG verurteilt Hass-Parolen aufs Schärfste

St. Gallen steigt nach dem Sieg im Spitzenkampf mit Schwung in die englische Woche vor Weihnachten und empfängt am Dienstagabend Sion (20.30 Uhr). Ein Dämpfer hingegen sind die Vorkommnisse auf der Tribüne und im Extrazug. Der Klub reagiert scharf.
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Die FCSG-Fans fuhren in Thun nicht nur mit Hass-Parolen auf. Hier zündeten sie unzählige Pyros.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Die News zum Wochenstart

Das Hass-Plakat der Espen-Fans. Beim Auswärtsspiel in Thun entrollten die Anhänger vier überdimensionale Buchstaben: ACAB. All Cops are Bastards. Und, als ob die Botschaft nicht schon deutlich genug gewesen wäre, steht darunter: «Hass geg Bulle!» Nun reagiert der Klub und verurteilt das Transparent aufs Schärfste: «Der FCSG distanziert sich in aller Form vom Inhalt der im Stadion gezeigten Choreografie, in der die Polizei auf inakzeptable Weise diffamiert wurde. Die Botschaft steht in klarem Gegensatz zu den Werten, die der FC St. Gallen verkörpert. Dazu gehören massgeblich auch der Respekt gegenüber allen Menschen und ein faires Miteinander.» In aller Deutlichkeit verurteilt der FCSG auch den mutwilligen Vandalismus im Extrazug, bei dem mehrere Zugwagen massiv beschädigt wurden. «Dieses Verhalten ist inakzeptabel und schadet nicht nur dem Club, sondern auch der gesamten Fussball- und Fankultur», so die Espen.

Der St. Galler Fanblock in Thun verbreitet in der Anfangsphase Hass-Botschaften gegen die Polizei.
Foto: Screenshot Blue

Die grosse Frage

Wer ersetzt den gesperrten Okoroji? Der Linksverteidiger spielt die bislang beste Saison, seit er im Sommer 2023 vom SV Sandhausen nach St. Gallen gekommen ist. Schon vier Assists. Mehr als in allen anderen Spielzeiten zusammen. Wer den Gesperrten ersetzen wird, ist nicht bekannt. Enock Owusu könnte auf dieser Position spielen, doch der Ex-Inter-Junior fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus. Auch Christian Witzig, der Polyvalente, kann Okorojis Position besetzen. Oder Tiemoko Ouattara, der allerdings ebenfalls verletzt ist. Mit Tarik Seferovic hätten die Espen noch einen jungen Linksverteidiger zu bieten, doch der 18-Jährige kam bislang erst in der U21 zum Einsatz. 

Gesagt ist gesagt

«Sie sollen an den Titel glauben!» FCSG-Meisterheld Pascal Thüler erinnert sich an den Meistertitel vor 25 Jahren zurück und zieht Parallelen zur aktuellen Saison. Zum selben Zeitpunkt hatten die Meisterhelden von 2000 einen Zähler mehr auf dem Konto als die aktuelle Equipe. 

Mögliche Aufstellung

Zigi; Gaal, Stanic, May; Neziri; Vandermersch, Görtler, Daschner, Witzig; Baldé, Vogt.

Wer fehlt?

Owusu, Vladi, Büttiker, Ouattara, Fazliji (alle verletzt). Okoroji, Boukhalfa (beide gesperrt).

Neben dem Platz

Am 20. Dezember findet ein Adventsanlass im Kybunpark statt. Gemeinsam mit «San Galle für Di» lädt der Klub von 13 bis 19 Uhr zum «Zämestoh» im Stadion ein. Auf dem Programm steht unter anderem ein Adventssingen. Die Einnahmen gehen zu Gunsten des «Unified Teams», das aus Menschen mit einer Beeinträchtigung besteht.

Hast du gewusst, dass...

… kein anderes Super-League-Team mehr Tore nach Standardsituationen erzielt als der FC St. Gallen? 18 sinds in dieser Saison.

Aufgepasst auf

Lukas Görtler, Cyrill May und Alessandro Vogt. Das Trio ist bloss noch eine Gelbe Karte von einer Sperre entfernt. Gibts gegen Sion eine Verwarnung wäre man am Sonntag gegen GC nicht spielberechtigt. 

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 17 Runden:

  1. Zigi 4,7
  2. Daschner, Neziri, Boukhalfa 4,4
  3. Görtler, Vogt 4,3

Hier gehts zu allen Espen-Noten.

Der Schiedsrichter

Lukas Fähndrich.

Der Gegner

Die Walliser glauben an WM-Chancen von Hexer Anhony Racioppi – der kurzzeitige Nati-Goalie (2023) fühlt sich beim FC Sion offensichtlich pudelwohl. Mehr dazu? Hier erscheint das Sion-Inside.

18

Runde

Di., St. Gallen – Sion, 20.30 Uhr
Di., Winterthur – Thun, 20.30 Uhr
Mi., Luzern – Basel, 20.30 Uhr
Mi., YB – GC, 20.30 Uhr
Mi., FCZ – Lugano, 20.30 Uhr
Spielfrei: Lausanne, Servette (Europacup Lausanne)

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
21
21
46
2
FC Lugano
FC Lugano
21
11
39
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
20
14
37
4
FC Basel
FC Basel
21
9
36
5
FC Sion
FC Sion
21
6
32
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
21
-5
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
21
3
28
8
FC Zürich
FC Zürich
21
-8
25
9
Servette FC
Servette FC
21
-5
24
10
FC Luzern
FC Luzern
21
-3
22
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
21
-11
18
12
FC Winterthur
FC Winterthur
20
-32
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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