Darum gehts
- Sion gewinnt erstmals seit 1997 mit 2:0 gegen Basel im Joggeli
- Tholot erinnert an 29 Jahre Durststrecke, motiviert Team mit Video
- Sion bleibt zum 13. Mal ohne Gegentor, nur 35 Gegentore bisher kassiert
Didier Tholot (62) weiss selbst am besten, wie lange das Wallis auf einen Liga-Sieg in Basel hat warten müssen. Als Sion das letzte Mal in Basel gewann, hatte der heutige Sion-Trainer selbst zum 3:1-Endstand getroffen. Das war im August 1997. «Darauf haben wir 29 Jahre gewartet», sagt Tholot, nachdem sein Team diese Durststrecke am Sonntag mit einem 2:0 endlich beendet hat.
«Einfach geil», formuliert es Jan Kronig (25). «Wir sind nicht hierhergekommen, um den Bus zu parkieren. Wir wollten mitspielen und ihnen weh machen.» Und das gelingt den Wallisern. In der ersten Halbzeit trifft Nivokazi, es ist das 13. Saisontor des Stürmers. Nach der Pause macht Lukembila mit dem zweiten Sion-Treffer alles klar.
Die Sieglosigkeit im Joggeli sei vor der Partie ein grosses Thema gewesen, verrät Kronig. «Wir waren schon beim letzten Mal nahe dran», erinnert sich der Verteidiger an das letzte Duell im Januar. «Jetzt war es die perfekte Gelegenheit, um endlich diesen Sieg zu holen.»
Damit das gelingt, hatte sich Christian Constantin (69) etwas Besonderes überlegt. Unter der Woche hatte der Sion-Präsident zu einer kleinen Filmvorführung geladen und seinen Spielern Videoaufnahmen des Cupfinals von 2015 gezeigt. Damals fertigten die Walliser den FCB in Basel mit 3:0 ab und feierten den bis Sonntag einzigen Sieg im neuen St. Jakob-Park.
Beste Abwehr der Super League
Er selbst habe seine Mannschaft danach nicht zusätzlich motivieren müssen, sagt Tholot. Sondern seine Spieler lediglich darauf hingewiesen, dass man sich mit einem Sieg zwei Punkte vor die Basler setzen könne. «Wir wollten nicht verteidigen», so der Sion-Coach.
Daran halten sich seine Spieler im Joggeli dann auch. Ohne Gegentor bleibt Sion trotzdem. Bereits zum 13. Mal in dieser Saison – klarer Ligabestwert. Das gilt auch für die erst 35 Treffer, die man bislang kassiert hat. «Ich habe eine Mannschaft, die nicht auf Einzelkämpfern aufbaut», sagt Tholot über sein Kollektiv.
Dessen Weg könnte am Saisonende tatsächlich in die Conference-League-Quali führen. «Es sind noch vier Spiele», ist sich Kronig bewusst. «Aber wir haben einen wichtigen Schritt gemacht. Wenn man jetzt da oben steht, will man auch nach Europa.» Das ist Sion zuletzt in der Saison 2016/2017 gelungen. Kein Vergleich zur Wartezeit auf einen Sieg in Basel also.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |


